Die Geisterstadt Rhyolite liegt etwa 1 Stunde nordwestlich von Las Vegas auf dem Weg ins Death Valley in der Nähe von Beatty.
Als am 4. August 1904 im “Bullfrog Mining District” Gold gefunden wurde entstand die Stadt Rhyolite. Im Jahr 1907 hatte die Stadt ein Elektrizitätswerk und bereits über 10.000 Einwohner. Es gab 50 Minen, drei Zeitungen, Schulen, etwa 20 Hotels, eine Oper, über 50 Saloons und ein Krankenhaus. Doch schon ein Jahr später wurde immer weniger Gold in den Minen gefunden und bereits 1910 lebten nur noch 611 Einwohner in Rhyolite.
Um 1911 waren die Goldvorkommen ausgebeutet, die Minen wurden geschlossen und der Niedergang der Stadt erfolgte so schnell wie ihr Aufstieg. Im Jahr 1916 wurde das Elektrizitätswerk abgeschaltet. 1919 schloss als letztes das Postamt von Rhyolite und der letzte Einwohner verließ die Stadt.

Die Ruine der "Cook Bank"
Heute steht Rhyolite unter Denkmalschutz und ist ein Freilichtmuseum, das von der “Rhyolite Preservation Society” erhalten wird. Die Stadt bestand überwiegend aus Holzhäusern, von denen heute keines mehr existiert. Lediglich einige steinerne Gebäude stehen noch.
Der Besuch von Rhyolite ist kostenlos, ein ehrenamtlicher Führer ist immer vor Ort. Spenden sind gerne gesehen.
Im Jahr 2005 wurden hier einige Szenen des Films “Die Insel (The Island)” mit Ewan McGregor und Scarlett Johansson gedreht.
Zu den Sehenswürdigkeiten Rhyolites gehört das “Bottle House”. Es wurde 1906 aus etwa 50.000 miteinander vermörtelten Flaschen als Wohnhaus errichtet – die meisten davon weggeworfene Bierflaschen aus dem benachbarten Saloon.

Der Besuch von Rhyolite ist lohenswert. Wenn man von Las Vegas auf dem Weg ins Death Valley ist, sollte man hier einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Zwar sieht man hier nur noch ein paar wenige Gebäude, doch diese sind noch im ursprünglichen Zustand. Hier wurden keine Gebäude nachgebaut wie in der zur Touristenattraktion gemachten “Geisterstadt” Calico. In Rhyolite gibt es keinerlei Service oder Shops.

