Die Grand Ole Opry lockt zahlreiche Musiker nach Nashville. Mit Oper hat die Veranstaltung nichts zu tun. Die älteste Radioshow der USA startete die Erfolgsgeschichte der Country Music und machte Nashville zur „Music City“.

Die Grand Ole Opry gilt als „die Heimat der amerikanischen Musik“ und „die berühmteste Bühne des Landes“. Zu ihren frühen Stars zählten auch Roy Acuff, Minnie Pearl, Ernest Tubb und Bill Monroe, gefolgt von noch lebenden Legenden wie Loretta Lynn, Dolly Parton und Bill Anderson. Längst ist die Country Music in den USA populärer und erfolgreicher als die Popmusik. Ehrensache auch für die Superstars, in der Opry aufzutreten – sei es nun Vince Gill, Martina McBride oder Carrie Underwood.

Grand Ole Opry, Nashville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee. Foto: Tennessee Tourism

Geschichte der Grand Ole Opry

Am 28. November 1925 stellte der Moderator der Radiostation WSM aus Nashville den Country-Geiger Uncle Jimmy Thompson als ersten Act einer neuen Life-Show vor, The WSM Barn Dance. WSM stand für „We Shield Millions“ – „Wir schützen Millionen“ – und war der Slogan einer Versicherungsgesellschaft. Mit der „Scheunentanz“-Show wollte sie übers Radio ihre Policen unters Landvolk bringen.

Der Plan ging auf. Zu der Sendung, schon 1927 zu Grand Ole Opry umbenannt, pilgern weiterhin Tausende, wenn sie freitags, samstags und dienstags auf Sendung geht. Auch WSM gibt es noch, weiterhin auf 650 Kilohertz – und die Opry läuft auch bei anderen Sendern und im US-Fernsehen.

Am Format hat sich kaum etwas geändert. Ein Ansager steht im Anzug auf der Bühne und sagt nicht nur die Musiker an, sondern verliest unglaublich altmodisch die Werbung. Nicht nur Country-Haudegen, die zu Mitgliedern der Grand Ole Opry geadelt worden sind, treten auf. Auch Newcomer haben ihre Chance.

Die Opry garantiert für jede ihrer Shows dieselbe höchste Qualität und hat dieses Versprechen schon neun Jahrzehnte lang eingelöst. Neben einfachen Eintrittskarten werden auch solche mit Zutritt zur Backstage angeboten. Dort, hinter den Kulissen, trifft man durchaus auch Stars. Das Live-Erlebnis ist zwar unvergleichlich, hineinhören lässt sich aber auch aus der Ferne übers Internet.

Grand Ole Opry, Nashville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee. Foto: Tennessee Tourism

Die Grand Ole Opry in Nashville

An sechs Orten spielte die Grand Ole Opry in ihre langen Geschichte: die ersten sieben Jahre ab 1925 im Gebäude der National Life & Accident Insurance Company, 1934 bis 1943 auf drei unterschiedlichen Bühnen, bis 1974 im Ryman Auditorium – und seitdem in einem Neubau am Opryland Drive am Stadtrand.

Kultstatus hat weiterhin das im Zentrum Nashvilles gelegene Ryman Auditorium, die „Mutterkirche der Country Music“. Manche Opry-Konzerte finden immer noch dort statt, im Winter ab Dezember sogar so gut wie alle.

Nicht nur, dass die Opry die Country Music aus den Bergen von Tennessee in die Wohnzimmer der Nation brachte. Sie lockte auch unzählige Musiker nach Nashville. So konnte sich die Stadt zum Mittelpunkt der Musikindustrie in den USA entwickeln. Nashville wurde für die Musik so wichtig wie Hollywood für den Film. In den Honkytonk-Bars wie Tootsie’s Orchid Lounge oder Robert’s Western World hört man beste Live-Music.

Die Country Music Hall of Fame and Museum zeigt die ganze Geschichte des Genre; im nahen Johnny Cash Museum geht es um den Musiker, der 1965 im Ryman Auditorium Scheinwerfer zerschlug und deshalb bei der Opry lange Hausverbot hatte.

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Nashville: Live Countrymusik-Show in der Grand Ole Opry

Nashville: Live Countrymusik-Show in der Grand Ole Opry. Foto: GetYourGuide
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Preis: ab 59 Euro pro Person
Foto: GetYourGuide

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Grand Ole Opry
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