Der altmodische zweistöckige Ziegelbau des Johnny Cash Museum steht zwischen funkelnden Hochhäusern mitten in Nashville, Tennessee: ein heimeliges Domizil für die Erinnerung an den großen Außenseiter der Country Music Johnny Cash, der am 12. September 2003 verstarb.

Das kleine Gebäude findet man im ersten Straßenblock der Third Avenue South – nahe den Country-Bars des Broadway, der Country Music Hall of Fame und der Konzerthalle Schermerhorn Symphony Center. In der Ausstellung erlebt man Johnny Cash als Musiker im Rampenlicht und als stillen Privatmann.

Zu sehen sind Kostüme, Auszeichnungen und Instrumente. Auch frühe Briefe und das handgeschriebene Manuskript des letzten Songs, den Cash wenige Tage vor seinem Tod schrieb, sind ausgestellt. An Audiostationen hört man Tondokumente. Auch das Leben vor der Musiker-Karriere ist Thema, darunter nicht zuletzt Johnny Cashs Dienstzeit als Soldat der US-Luftwaffe in Deutschland.

Ausstellung im Johnny Cash Museum in Nashville, Tennessee, USA. Foto: Marion Trutter
Ausstellung im Johnny Cash Museum in Nashville. Foto: Marion Trutter

Dem Gründer Bill Miller ist das Museum ein endlich erfüllter Lebenstraum. Glühender Fan von Cash seit dem neunten Lebensjahr und lange mit ihm befreundet, hat Miller die Ausstellungsstücke über Jahrzehnte zusammengetragen. Für die Ausstattung des Museums hat er eng mit der Familie und anderen Freunden des Superstars wie auch mit Musiker-Kollegen zusammengearbeitet, die jetzt ebenfalls ihre Schatztruhen geöffnet haben.

Von der Ankündigung bis zu seiner Eröffnung verging ein ganzes Jahr länger als geplant. Dafür aber ist umso mehr Herzblut in das Vorhaben geflossen. Miller sieht das Museum als „Tribut an den großartigsten Mann, den ich je gekannt habe.“ Tommy Cash, jüngerer Bruder des Country-Rebellen und selbst ein bekannter Musiker des Genre, war überwältigt: „Es ist unbeschreiblich! Ich wusste, dass all die Fundstücke irgendwo da draußen waren. Aber sie nun alle zusammen in einem Gebäude zu sehen, das ist für mich ein wunderbares Erlebnis.“

Ausstellung im Johnny Cash Museum in Nashville, Tennessee, USA. Foto: Marion Trutter
Ausstellung im Johnny Cash Museum in Nashville. Foto: Marion Trutter

John R. „Johnny“ Cash stammte aus Arkansas, dem westlichen Nachbarstaat von Tennessee, und lebte viele Jahre mit der großen Country-Sängerin June Carter in Hendersonville bei Nashville. In der Ruhmeshalle der nahen Country Music Hall of Fame and Museum sind beide mit Gedenktafeln verewigt. Auch die Gräber des Ehepaars auf dem öffentlich zugänglichen Friedhof von Hendersonville ziehen zahlreiche Touristen an. (www.johnnycashmuseum.net)

Das Grab von Johnny Cash und June Carter in Hendersonville bei Nashville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Das Grab von Johnny Cash und June Carter in Hendersonville bei Nashville. Foto: Tennessee Tourism

Quelle: Tennessee Tourism

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