Die ehemalige Goldgräberstadt Oatman liegt an der Route 66 in den Black Mountains im westlichen Arizona, etwa 140 Meilen südöstlich von Las Vegas. Von Kingman kommend führt eines der schönsten Teilstücke der „Mother Road“ nach Oatman.

Oatman Sign, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Oatman, Arizona. Foto: usa-reisetraum.de

Geschichte von Oatman

Als im Jahr 1915 in dieser Gegend Gold gefunden wurde, wurde innerhalb eines Jahres aus einem Zeltlager eine Stadt mit 3500 Einwohnern.

Im Jahr 1921 vernichtete ein Feuer viele der kleineren Gebäude in Oatman. Das im Jahre 1902 erbaute Oatman Hotel wurde vom Feuer verschont und ist heute ein historisches Wahrzeichen in Mohave County. Es ist vor allem bekannt wegen Clark Gable und Carole Lombard, die nach ihrer Hochzeit in Kingman im März 1939 hier übernachteten. Die Gable/Lombard Honeymoon-Suite ist eine der Hauptattraktionen des Hotels.

Oatman Hotel, Oatman, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Oatman Hotel. Foto: usa-reisetraum.de

Es wird geschätzt, daß bis zum Jahr 1930 Gold im Wert von etwa 36 Millionen Dollar aus den Minen abgebaut wurde. Die Stadt rühmte sich mit zwei Banken, sieben Hotels, 20 Saloons und zehn Geschäften. Es lebten fast 20.000 Menschen in der Gegend um Oatman.

Während des Zweiten Weltkriegs benötigte die Regierung andere Metalle für den Krieg, die Bergleute wurden auf andere Orte verteilt und die Minen um Oatman wurden geschlossen.

Biker an der Route 66 in Oatman, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Biker an der Route 66 in Oatman. Foto: usa-reisetraum.de

So bewirtete man schließlich Reisende auf ihrem Weg an der vielbefahrenen Route 66, die direkt durch Oatman führte. Diese gute Lage währte jedoch nur kurz, da im Jahr 1953 eine neue Umgehungsstraße, der Interstate Highway 40, zwischen Kingman und Needles gebaut wurde. Oatman wurde daraufhin in den 1960er Jahren so gut wie aufgegeben. Nur etwa 60 Menschen harrten hier aus.

Dank des Interesse an der alten Route 66 und dem Wachstum der nahegelegenen Spielerstadt Laughlin in Nevada kamen ab den 1980er Jahren wieder mehr Besucher in die Stadt, die zu einem beliebten Reiseziel für Touristen aus der ganzen Welt geworden ist.

Saloon Olive Oatman, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Saloon in Oatman. Foto: usa-reisetraum.de

Oatman heute

Durch seine Lage an der Route 66 blieb dem Ort das Schicksal vieler anderer Minenstädte erspart, die nach dem Ende des Goldrausches zu Geisterstädten verfielen und vergessen wurden.

Heute ist Oatman ein beliebter Treffpunkt für Biker, Touristen und Abenteurer aus aller Welt. Doch nicht mehr das Gold zieht sie an, sondern die vielen historischen Gebäude und die berühmten wilden Esel, „Burros“ genannt, die in der Stadt frei umherlaufen.

Die Esel sind die Nachkommen der Lasttiere, die von den Goldsuchern freigelassen wurden, nachdem sie nicht mehr gebraucht wurden. Überall gibt es Karotten und „Eselfutter“ („Burro-Chow“)zu kaufen, damit die Touristen die Tiere füttern können. Obwohl es normalerweise zahme Tiere sind, sollte man beim Füttern trotzdem vorsichtig sein.

Von den „Ghost Rider Gunfighters“ werden täglich Wildwest-Schießereien und Postkutschen-Überfälle aufgeführt.

Zu den beliebten Veranstaltungen in Oatman zählen die „Bed Races“ im Januar, „Sidewalk Egg Fry Contest“ am 4. Juli, die „Gold Camp Days“ am Labor Day Wochenende im September sowie „Book Fair and Bake Sale“ am Veterans Day Wochenende im November.

Oatman Post Office, Oatman, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Oatman Post Office. Foto: usa-reisetraum.de

Wie viele andere Städte an der alten Route 66 ist auch Oatman stolz auf seine Route 66-Nostalgie. Überall im Ort ist das weiß-schwarze US-Highway-Schild zu finden. In den zahlreichen Souvenirshops kann man sich mit Route 66-Andenken eindecken.

Oatman
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