Das Muir Woods National Monument liegt etwa 18 Kilometer nördlich der Golden Gate Bridge und ist über den Highway US 101 zu erreichen. In dem 2,2 km² großen Wald werden seit 1908 die wenigen verbliebenen Redwood-Bestände geschützt, die vor dem 19. Jahrhundert viele nordkalifornische Küstentäler bedeckten.

Muir Woods National Monument Sign, California, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Muir Woods National Monument. Foto: usa-reisetraum.de
Um einen der letzten Bestände von nicht abgeholzten Redwood-Bäumen zu schützen, kauften der einheimische Geschäftsmann William Kent und dessen Frau Elizabeth Thacher Kent im Jahre 1905 Land in diesem Tal. Um deren dauerhaften Schutz zu sichern, übereigneten sie 120 Hektar Mammutbäume der Bundesregierung der Vereinigten Staaten. 1908 erklärte dann President Theodore Roosevelt die Gegend zu einem nationalen Denkmal.

Der Wald wurde nach John Muir, einem Naturschützer aus dem 19. Jahrhundert, benannt. Das schattige und kühle Waldgebiet strahlt eine wunderbare Ruhe aus und bietet einen Lebensraum für eine Reihe von Pflanzen und Tieren, die sich dem geringen Lichteinfall und den Feuchtigkeitsbedingungen angepasst haben.

“Bohemian Grove” und “Cathedral Grove” beinhalten die grössten Küstenmammutbäume in Muir Woods. Der höchste Baum ist mehr als 79 Meter hoch, der dickste Baum misst über 4 Meter. Einige der Redwoods sind mindestens 1000 Jahre, die meisten ausgewachsenen Bäume aber zwischen 500 bis 800 Jahre alt.

Schattenliebendes Unterholz gedeiht gut unter dem Dach der Riesenbäume. Redwood-Ampfer, Schwertfarne und Moose bleiben kühl und feucht; Lorbeerbäume und grossblättrige Ahorne recken sich nach dem Sonnenlicht. Auf den Hügelseiten konkurrieren Douglas-Fichten mit Mammutbäumen im Hochwuchs. Feinzarte Wildblumen wie Trillium, Clintonia und Rotholz-Veilchen verschönern den Waldboden im Winter und Frühling.

Muir Woods National Monument, California, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Muir Woods National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Redwood Creek

Der Redwood Creek entspringt hoch auf den Berghängen des Mount Tamalpais und teilt den Park ungefähr in zwei Hälften. Er fliesst ganzjährig und versorgt Bäume und Tiere mit Wasser. Der Fluss ist Lebensraum für Fische, Insekten und Salamander.

Im Sommer reduziert sich der Bachlauf zu einem Rinnsal, dass die noch stehenden Wasserteiche verbindet. Im Winter gibt es durchschnittlich 40 inches/102 cm Niederschlag pro Jahr. Winterliche Regenstürme verwandeln den Bach in ein reissendes Wildwasser. Mit Regenwasser geladen, bricht der Redwood Creek durch die Sandbank nahe des Strandes bei Muir Beach und gibt damit der gefährdeten Steelhead Forelle und dem vom Aussterben bedrohten Coho Lachs die Möglichkeit, den Fluss hochzuschwimmen, um dort zu laichen.

Wildtiere

Tiere scheinen in dieser ruhigen Waldumgebung sehr scheu zu sein. Einige, wie Flecken-Eulen, Fledermäuse und Waschbären, erscheinen meist nur nachts. Andere, wie Rehe, sind am frühen Morgen und in der Abend-Dämmerung aktiv. Einige Vögel, wie Warblers (Waldlaubsänger), Kinglets (Goldhähnchen) und Thrushes (Drosseln), ziehen auf ihrer Wanderung durch Muir Woods, während Winter-Zaunkönige hier das ganze Jahr über leben.

Reptilien und Amphibien wie die Western Garter-Schlangen, Rubber Boas, und der kalifornische Gross-Salamander treten selten auf, aber schleimige, hell-leuchtende Bananenschnecken findet man während der Regenzeit im Überfluss. Am häufigsten kann man Steller’s Jays (Diademhäher), Sonoma Streifenhörnchen, and Western Grauhörnchen beobachten.

Wanderwege

Durch den Park führen drei Rundwanderwege, auf denen man viele Küstenmammutbäume betrachten kann. Die Rundwanderwege sind meist geteert und auch mit Rollstuhl befahrbar. Außerdem gibt es noch längere ungeteerte Wanderwege, die sich auf die umliegende Gegend erstrecken und aus dem Tal herausführen.

Wanderziel Entfernung Rundwanderung Ungefähre Zeit Rundwanderung
Bohemian Grove 800 Meter 30 Minuten
Cathedral Grove 1,6 Kilometer 1 Stunde
Hillside Trail 3,2 Kilometer 1 1/2 Stunden

 

Muir Woods National Monument, California, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Muir Woods National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Im Muir Woods Visitor Center am Eingang des Parks kann man sich über die Entstehung und Geschichte des Parks informieren. Direkt daneben befinden sich ein Cafe und ein Souvenirshop. Tiere, Fahrräder, Rauchen, Reiten und Camping sind innerhalb des Parks nicht erlaubt. In der Nähe des Parks gibt es jedoch einige Campingplätze.

Aufgrund der Nähe zu San Francisco ist der Parkplatz in der Ferienzeit sowie an Sonn- und Feiertagen oft überfüllt. Die besten Besuchszeiten sind werktags, am Morgen und am späten Nachmittag. Die Anfahrtsstrassen sind steil and kurvenreich, es gibt keine Nahrverkehrsmöglichkeiten in den Park. Warme Kleidung wird empfohlen, die Durchschnitts-Tagestemperaturen variieren von vier bis 21° Celsius.

Wegen der geringen Größe wird Muir Woods National Monument vom benachbarten Golden Gate National Recreation Area mitverwaltet.

Muir Woods National Monument
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