Einen größeren Kontrast innerhalb ein und derselben Insel findet man wohl nur im rund 14 Kilometer von Maui entfernten Lana‘i. Während der eine Teil der Insel puren Luxus mit High End Resorts und Profi Golfplätzen wie Mānele und Koele versprüht, ist die andere Seite von wild verschlungenen Straßen gesäumt, die mit dem Auto befahren werden können und faszinierende Blicke auf unberührte Territorien freilegen.

Einwohner: 3.200
Fläche: 104 km²
Highlights: Hulopo‘e Bay, Pu‘u Pehe (Sweetheart Rock), Lana‘i City, Keahiakawelo (Garden of the Gods), Munro Trail
 

Unter Golfern und Top-Unternehmern ist die Schönheit der hawaiianischen Insel Lāna’i zwar längst bekannt − Oracle-Chef Larry Ellison fand so viel Gefallen daran, dass er vor einigen Jahren 98 % der Insel kaufte. Doch für Touristen ist das Kleinod noch ein Geheimtipp. Das kann sich schnell ändern, denn viele Reiseführer zählen die Insel zu den schönsten Reisezielen der USA.

Mondlandschaft und Felsmalereien

Lāna’i ist die kleinste der acht vulkanischen Hauptinseln Hawaiis. Die Insel kennt keine Menschenmengen und keine Alltagshektik, bietet einsame Strände sowie unberührten Schnorchel- und Tauchgebiete und gilt mit renommierten Golfplätzen und luxuriösen Hotels als Paradies für den stilbewussten Reisenden.

Im Hinterland der Insel, auf der einst Ananasplantagen betrieben wurden, bietet sich Wanderern eine seltene Landschaft aus ungewöhnlichen Felsformationen. Im Halbrund des Vulkankraters kann man Felsmalereien aus prähistorischer Zeit bewundern.

Lana‘i City

Auf Lāna’i gibt es nur eine Stadt, Lānaʻi City, die mit pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil beeindruckt. Ursprünglich wurde Lana’i City aufgrund der boomenden Ananaswirtschaft als Anbaugebiet errichtet. Das bunte Stadtleben konzentriert sich rund um den bei Einheimischen beliebten Dole Park. Zahlreiche Boutiquen und lokale Geschäfte befinden sich im Stadtzentrum, wo Touristen in vielen Restaurants Einblick in die hawaiianische Küche gewährt wird.

Keahiakawelo

Labyrinth aus roten Lavafelsen im Westen der Insel: 45 Minuten von Lana‘i Stadt entfernt liegt Keahiakawelo, auch bekannt als „Garten der Götter“ (Garden of the Gods). Hawaiianischen Überlieferungen zufolge resultiert dieser „Felsengarten“ aus einem Wettkampf zwischen zwei Priestern (kahuna) aus Lana‘i und Moloka’i. Beide hatten die Aufgabe, ein Feuer auf ihrer jeweiligen Insel so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Das daraus entstandene karge Land wird seither „Garten der Götter“ genannt.

Keahiakawelo (Garden of the Gods), Lanai, Hawaii, USA. Foto: Wikimedia Commons, Public Domain
Keahiakawelo (Garden of the Gods), Lanai, Hawaii. Foto: Wikimedia Commons, CC0

Hulopo‘e Bay

Dr. Stephen Leatherman (Dr. Beach) verlieh Hulopo‘e Beach 1997 den Titel „Amerikas bester Strand“.

Pu‘u Pehe (Sweetheart Rock)

Ein markanter Punkt in der Landschaft ist der Sweetheart Rock in der Hulopoe Bay. Er ist Teil der Legenden der Insel Lana’i und ist zwei Liebenden gewidmet, deren Schicksal an diesem Fels besiegelt wurde.

Eine hawaiianische Legende: Pū‘u Pehe erzählt die Liebesgeschichte der Magd Pehe aus Lahaina und dem jungen Krieger Makakehau aus Lana‘i. Am besten erreicht man Pu‘u Pehe durch eine kurze Wanderung von Hulopo‘e Beach und den felsigen Tümpeln in südöstlicher Richtung. Besonders romantisch sind die Sonnenuntergänge am Sweetheart Rock.

Gigant der Meere: Pu‘u Pehe, von den Hawaiianern auch Sweetheart Rock genannt, ist eines der ikonischen Wahrzeichen Lāna‘i’s. Gelegen an der Südküste zwischen Manele Bay und Hulupo‘e Bay kann der 25 Meter hohe Pu‘u Pehe, der sich mitten aus dem Ozean erhebt, über einen etwa 45-minütigen Fußmarsch vom Four Seasons Resort at Manele Bay erreicht werden. Die Legende dazu ist ebenso herzergreifend wie der Anblick fotogen ist.

Sweetheart Rock (Puʻu Pehe) zwischen Mānele Bay und Hulopoʻe Bay auf Lānaʻi Hawaiʻi, USA. Foto: Dana Edmunds / Hawaii Tourism Authority
Sweetheart Rock (Puʻu Pehe) zwischen Mānele Bay und Hulopoʻe Bay auf Lānaʻi. Foto: Dana Edmunds / Hawaii Tourism Authority

Polihua Beach

Polihua ist ein malerischer, etwas abgelegener Strand, der sich perfekt für eine Flucht aus dem Alltag eignet. 97 Kilometer entfernt von Lana’i Stadt erstreckt sich Polihua auf drei Kilometern über dem Kanal von Moloka’i. Während der Wintermonate tummeln sich hier Buckelwale und gefährdete Schildkrötenarten. Einzige Kehrseite dieses wunderschönen Flecken Lands: Wegen der starken Strömung wird vom Schwimmen dringend abgeraten.

Kaiolohia (Shipwreck Beach)

Zahlreiche Schiffwracks zieren den 13 Kilometer langen Strand entlang seiner flachen, felsigen Stellen. Berühmt ist der Rumpf eines Geisterschiffs, eines Öltankers aus den 1940ern, der immer noch am Korallenriff von Kaiolohia Bay liegt. Der Strand kann mit dem Auto erreicht werden, eignet sich jedoch nicht zum Schwimmen.

Munro Trail

Herausforderung gesucht? Der anspruchsvolle, gut elf Kilometer lange Aufstieg führt direkt zu Lāna‘ihale, dem höchsten Punkt der Insel auf 1.027 Metern. Wer den Weg meistert wird mit herrlichen Ausblicken auf die Maunalei Gulch Schlucht sowie auf die Nachbarinseln Maui, Moloka‘i, O‘ahu und Hawai‘i Island belohnt.

Mönchsrobben adoptieren

Die Hawaii-Mönchsrobbe (Hawaiian monk seal) ist extrem vom Aussterben bedroht – weltweit sind noch lediglich 1.100 Tiere übrig. Lāna‘is unberührte Natur, die man so nur in Hawai‘i findet, bietet den idealen Lebensraum für diese Robbenart. In Zusammenarbeit mit der The Monk Seal Foundation ermöglicht es das Four Seasons Lāna‘i seinen Gästen, eine Mönchsrobbe während ihres Aufenthalts in Hawai‘i zu adoptieren.

Hawaii-Mönchsrobbe, Lanai, Hawaii, USA. Foto: Pierce M Myers Photography / Hawaii Tourism Authority
Hawaii-Mönchsrobbe. Foto: Pierce M Myers Photography / Hawaii Tourism Authority

Geheimtipp für Golfer

Nicht nur für Naturliebhaber ist die Insel ein verborgenes Paradies. Für Fans des Golfsports ist ein Besuch der Insel ein absolutes Muss. Zwei hochklassige Golfplätze, Experience at Kō‘ele und Mānele Golf Course auf dem Gelände des noblen Four Seasons Resort Lana’i at Manele Bay, gelten als die zwei prächtigsten Golfplätze aller Inseln und fordern das Handicap passionierter Golfspieler.

Der Mānele Golf Course stellt sogar Profis vor echte Herausforderungen, schlängelt er sich doch durch ein riesiges Feld voll von Vulkangestein, tiefen Schluchten und hünenhafte Bäume. Die drei Löcher hoch auf den Felsen über der Hulopo‘e Bay haben es im wahrsten Sinne des Wortes in bzw. an sich.

Einen einfacheren, dafür aber traditionell gehaltenen Stil pflegt das Hotel Lāna’i City, das mit seiner Plantagenatmosphäre an die Historie der Insel erinnert.

Nähere Informationen zu Lana’i sind unter www.gohawaii.com/lanai zu finden.

Quelle: Hawaii Tourism Europe

Lana’i
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