Richmond, die Hauptstadt Virginias, ist schon lange nicht mehr nur wegen der bewegten Geschichte bekannt. Moderne Museen und Kultureinrichtungen, Festivals, Trendige Shops und Boutiquen, kulinarische Genüsse, zahlreiche Brauereien, erstklassige Restaurants, schöne Gärten und Outdoor-Abenteuer auf dem James River machen Richmond besonders für junge Menschen interessant.

Die Stadt kombiniert die facettenreichen Möglichkeiten einer Großstadt mit dem typisch amerikanischen „Small Town“-Charme und bietet im Sommer zahlreiche Freizeitaktivitäten. Egal ob für einen längeren Aufenthalt oder als Zwischenstopp bei einem Roadtrip entlang der US-Ostküste – Richmond überrascht mit einer unerwarteten Vielfalt und liegt nur rund zwei Autostunden von Washington DC entfernt.

Virginia gehörte zu den Südstaaten, die während des Sezessionskrieges von 1861 bis 1865 aus der Union austraten und sich zu den Konföderierten Staaten von Amerika (CSA) zusammenschlossen. Besonders Richmond war während des Bürgerkrieges hart umkämpft, da sie zur Hauptstadt der Konföderierten auserkoren wurde. Nach ihrem Fall an die Unionsarmee zum Ende des Krieges besuchte Abraham Lincoln Richmond. Die Stadt wurde durch die Kriegshandlungen stark beschädigt. Einige historische Viertel sind jedoch erhalten.

Virginia State Capitol in Richmond, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Virginia State Capitol in Richmond. Foto: Capital Region USA

Highlights

Virginia gehörte zu den Südstaaten, die während des Sezessionskrieges von 1861 bis 1865 aus der Union austraten und sich zu den Konföderierten Staaten von Amerika (CSA) zusammenschlossen. Besonders die Stadt Richmond war während des Bürgerkrieges hart umkämpft, da sie zur Hauptstadt der Konföderierten auserkoren wurde. Nach ihrem Fall an die Unionsarmee zum Ende des Krieges besuchte Abraham Lincoln Richmond. Die Stadt wurde durch die Kriegshandlungen stark beschädigt. Einige historische Viertel sind jedoch erhalten.

Bloemendaal House, Lewis Ginter Botanical Garden, Richmond, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Bloemendaal House, Lewis Ginter Botanical Garden, Richmond. Foto: Capital Region USA
  • Zum historischen Erbe Richmonds gehört unter anderem das White House of the Confederacy, in dem Besucher heute noch persönliche Gegenstände hochrangiger Militärs wie Robert E. Lee, der erfolgreichste General des konföderierten Heeres, besichtigen können. Das Gebäude ist Teil des Museum of the Confederacy, das viele Originalrelikte aus dem amerikanischen Bürgerkrieg beherbergt.
     
  • Eine weitere kulturhistorische Sehenswürdigkeit Richmonds ist das klassizistische Virginia State Capitol, das von Thomas Jefferson, dem dritten Präsidenten der USA, entworfen wurde: Es wird als das erste öffentliche Gebäude der neuen Welt gehandelt und wurde 1788 eingeweiht.
Virginia State Capitol in Richmond, Virginia, USA. Foto: Virginia Tourism Corporation
Virginia State Capitol in Richmond. Foto: Virginia Tourism Corporation
  • Altes Handelszentrum der Stadt war das Viertel Shockoe Slip, das wie Shockoe Bottom eine bunte Mischung aus Restaurants, Shoppingmöglichkeiten und Unterhaltung bietet.
     
  • Abenteuerlustige können bei Kajakfahrten auf dem James River, der mitten durch die Innenstadt von Richmond führt, die einzigen Stromschnellen der Klasse 3 und 4 in einer städtischen Umgebung erleben.
     
  • Auf den Spuren der Hollywoodstars – Drehorte des Historiendramas „Lincoln“ von Steven Spielberg besichtigen: Steven Spielberg nahm die historische Verbundenheit der Stadt zum Anlass und wählte Richmond als zentralen Drehort für sein Historiendrama „Lincoln“, welches Anfang 2013 mit zwei Oscars und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Hollywood-Fans können entlang des Lincoln Movie Trails die Drehorte besichtigen wie das „Virginia State Capitol“, das seit 1788 Regierungssitz Virginias ist. Restaurants, Hotels und Geschäfte, in denen Daniel Day-Lewis, Sally Field und Tommy Lee Jones ihre Zeit nach den Dreharbeiten verbrachten, sind ebenfalls auf der Route zu entdecken. (www.visitrichmondva.com/Lincoln)
Statue von Abraham Lincoln und seinem Sohn Tad vor dem Visitor Center des Richmond National Battlefield Park, Richmond, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Statue von Abraham Lincoln und seinem Sohn Tad vor dem Visitor Center des Richmond National Battlefield Park. Foto: Capital Region USA

Virginia Museum of Fine Arts (VMFA)

Das „Virginia Museum of Fine Arts“ in Richmond zeichnet sich durch mehr als 23.000 Kunstwerke aus, die mehr als 5.000 Jahre Menschheitsgeschichte repräsentieren, darunter eine beindruckende Anthologie moderner und zeitgenössischer amerikanischer Kunst sowie einer der größten Art Nouveau- und Art Deco-Kunstsammlungen außerhalb von Paris.

Das Museum kann sich rühmen, die bedeutendste Ausstellung mit Fabergé-Werken außerhalb Russlands zu besitzen. Die Ausstellung wurde schon als Leihgabe in den verschiedensten Museen auf der Welt gezeigt und kehrte im Oktober 2016 nach Richmond zurück, wo sie im VMFA einen neu gestalteten, eigenen Museumsflügel speziell für diese Exhibition bezogen hat.

Eröffnung dieser wertvollen Sammlung mit 280 Objekten des Juweliers Karl Fabergé war am 22. Oktober 2016. Fünf der insgesamt 52 legendären Fabergé-Ostereier gehören ebenso zu dieser Kollektion wie viele einzelne Schmuckstücke, die Fabergé im 19. Jahrhundert für die Zarenfamilien Russlands kreierte. Fabergés rund 500 Juweliere schufen einst über 150.000 Schmuckstücke aus Platin, Gold, Silber und seltenen, teuren Edelsteinen – viele der Preziosen wurden in der Zeit um die kommunistische Oktober Revolution 1917 eingeschmolzen, zerstört oder verkauft. Ein Großteil der heutigen Sammlung im VMFA basiert auf einer Hinterlassenschaft von Lilian Thomas Pratt von Fredericksburg/Virginia, der Ehefrau von John Lee Pratt, in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Chef des Autokonzerns General Motors. (www.vmfa.museum)

Poe Museum

Das Poe Museum in Richmond liefert Einblicke in das Leben eines gescheiterten Genies, Richmond, Virginia, USA. Foto: Richmond Region Tourism
Das Poe Museum in Richmond liefert Einblicke in das Leben eines gescheiterten Genies. Foto: Richmond Region Tourism
Er gilt als einer der bekanntesten amerikanischen Autoren seiner Zeit: der Schriftsteller und Literaturkritiker Edgar Allan Poe. Mit seinem Krimi „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ wurde er zum Erfinder der Detektivgeschichten und mit schaurigen Erzählungen wie „Der Untergang des Hauses Usher“ lehrte der Virtuose des Grauens Generationen von Lesern das Fürchten. Poes lyrische Werke wie „Der Rabe“ zählen darüber hinaus zu den bedeutendsten amerikanischen Gedichten der Weltliteratur. Das Poe Museum erinnert an Leben und Werk des Autors.

Edgar Allan Poe war noch ein Kleinkind, als seine Eltern – beide Schauspieler – verstarben. Poe wuchs, getrennt von seinen beiden Geschwistern, bei seinem Pflegevater John Allan in Richmond auf. So wurde die Hauptstadt Virginias zur Heimatstadt des Schriftstellers, der immer wieder dorthin zurückkehrte, um dort zu leben und zu arbeiten.

Ja-Wort im verwunschenen Garten des Edgar Allan Poe Museums

Ein besonders ausgefallener Hochzeitsort: Das Poe Museum arrangiert Hochzeitszeremonien im „verwunschenen Garten“ des Museums, der inspiriert von dem Gedicht „To One in Paradise“ des Schriftstellers Edgar Allan Poe angelegt wurde – ein echtes Erlebnis, nicht nur für Poe-Fans. Und keine Sorge, das Museum wird die Hochzeit nicht im dunklen Stil der Poe-Geschichten arrangieren, es nimmt Rücksicht auf die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Brautpaares.

Das Poe Museum in Richmond wurde 1922 eröffnet und liefert Besuchern mit verschiedenen Ausstellungen Einblicke in das Leben Poes, das von zahlreichen Schicksalsschlägen geprägt war. Auch die Karriere des gescheiterten Genies, denn Poe genoss zu Lebzeiten nicht zuletzt aufgrund seiner Trinksucht eher zweifelhaften Rum, wird umrissen. Darüber hinaus gibt es Briefe, Manuskripte und Erstausgaben von Poe zu entdecken, darunter der erste Druck der Geschichte „Der Doppelmord in der Rue Morgue“, die 1841 im Graham’s Magazine veröffentlicht wurde. (www.poemuseum.org)

The Enchanted Garden, Poe Museum, Richmond, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
The Enchanted Garden, Poe Museum, Richmond. Foto: Capital Region USA

Freiluft-Kunst an 100 Wänden

Großflächige „Murals“ von Künstlern aus aller Welt machen Virginias Hauptstadt bunt: Richmond engagierte für die „Murals“ bereits seit 2012 Künstler aus der ganzen Welt. Diese gingen die folgenden Jahre ans Werk, wodurch die Stadt im Bereich zwischen Church Hill und Carytown nun mit 100 unübersehbaren Kunstwerken bedeckt ist.

Eines der vielen Wandgemälde im Art District von Downtown Richmond. Dieses Wandbild ist eine Hommage an das Jackson Ward Theater. Foto: Sarah Hauser, Virginia Tourism Corperation
Eines der vielen Wandgemälde im Art District von Downtown Richmond. Dieses Wandbild ist eine Hommage an das Jackson Ward Theater. Foto: Sarah Hauser, Virginia Tourism Corperation

Das Fünf-Jahres-Projekt stand unter der kreativen Leitung von Art Whino, einer amerikanischen Galerie, die mit rund 1.200 überwiegend jungen Mural-Künstlern rund um den Globus zusammenarbeitet und die gleichzeitig die unterschiedlichsten Stilrichtungen vertreten. Vorausgegangen war für diese Aktion ein Aufruf an die Einwohner: Wer meint, eine Immobilie mit entsprechenden großflächigen Wänden zu besitzen, konnte sich via Internet bei einem Beirat melden, der aus Kunstsachverständigen und Vertretern der Stadt bestand. Er entschied dann über jedes einzelne Mural-Projekt.

Umgebung

  • Rund eine halbe Stunde Autofahrt von Richmond entfernt liegt Petersburg. Genau wie Richmond fiel die Stadt gegen Ende des Krieges an die „Yankees“. Einen eindrucksvollen Einblick in die Ereignisse des Bürgerkrieges erhalten Besucher beispielsweise im National Museum oft he Civil War Soldier. Das Museum ist Teil des Pamplin Historical Park und zählt zu den empfehlenswertesten Adressen für alle, die sich für den amerikanische Bürgerkrieg interessieren.

Kings Dominion

Achterbahn Anaconda in Kings Dominion, Doswell, Virginia. Foto: Virginia Tourism Corporation
Achterbahn Anaconda in Kings Dominion. Foto: Virginia Tourism Corporation
Achterbahnen und Abenteuerfahrten: Als Kings Dominion am 3. Mai 1975 als erster großflächiger Vergnügungspark Virginias seine Tore öffnete, strömten mehr als 50.000 Besucher in den Park. Bereits in der ersten Saison zählte der Park mehr als 1,5 Millionen Gäste.

In dem Themenpark in Doswell, 20 Meilen nördlich von Richmond, locken Fahrgeschäfte wie die „Anaconda“ – die erste Looping-Achterbahn der Welt mit einem Unterwassertunnel, in den die Gäste nach einem 360 Grad Looping eintauchen. „Volcano: The Blast Coaster“, eine der beliebtesten Achterbahnen des Parks, beschleunigt ihre Fahrgäste auf rund 120 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Im „Flight of Fear“ werden Fahrgäste in vier Sekunden von Null auf über 80 Kilometer pro Stunde beschleunigt und die Wildwasserbahn „Shenandoah Lumber Company“ garantiert ein spritziges Vergnügen.

Zu den neuesten Attraktionen zählt der „Intimidator 305“, mit 93 Metern Höhe (305 feet) und einer Beschleunigung auf rund 145 Kilometer pro Stunde eine der schnellsten Achterbahnen der USA. 2012 eröffnete der Dinosaurierpark „Dinosaurs Alive!“, der die Besucher in prähistorische Zeiten entführt. Auch für die Kleinsten wird einiges geboten: Besonders stolz ist man bei Kings Dominion auf das nostalgische Kinderkarussell aus dem Jahr 1917. Planet Snoopy ist seit 2013 das weltweit größte Kinderareal eines Parks, dessen Fahrgeschäfte und Attraktionen die Peanuts zum Thema haben. (www.kingsdominion.com)

Wave Swinger in Kings Dominion, Doswell, Virginia, USA. Foto: Virginia Tourism Corporation
Wave Swinger in Kings Dominion. Foto: Virginia Tourism Corporation
Richmond
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