Virginia beeindruckt mit seinen historischen Stätten über die Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges ebenso wie mit der vielfältigen Landschaft von Bergmassiv bis Küstenabschnitte, historischen Kleinstädten, familiären Weingütern und zahlreichen Attraktionen – Virginia hat eine Menge zu bieten.

„Old Dominion“ grenzt im Osten an den Atlantischen Ozean und im Westen an die Appalachen, dazwischen liegt weites Ackerland und malerische Landschaften. Die drei größten Städte sind Virginia Beach, Norfolk und Chesapeake.

Ideal zum Wandern sind die majestätischen Berge Virginias, die Blue Ridge Mountains, oder die vielen Weinpfade entlang der rund 200 erstklassigen Weingüter. Für Familien wartet Virginia Beach mit breiten Sandstränden und einer Vielzahl an Outdoor-Aktivitäten wie das Beobachten von Delfinen beim Kajak fahren auf.

Nur eine halbe Stunde von Washington DC entfernt befindet sich Loudoun County mit 30 familiengeführten Weingütern. Im Süden des Bundesstaates erstreckt sich der 800 Quadratkilometer große Shenandoah Nationalpark mit fantastischer Natur aus dichten Waldgebieten, unzähligen Bächen und Flüssen, Wasserfällen und Wildblumen. Charmante Kleinstädte wie Charlottesville, Williamsburg oder die Hauptstadt Richmond laden zu spannenden Museumsbesuchen, Einkaufsmöglichkeiten und regionalen Köstlichkeiten ein.

Wer sich zudem für Geschichte interessiert, findet in Virginia eine Fülle an historischen Stätten und Kriegsschauplätzen des Amerikanischen Bürgerkrieges. Nicht verwunderlich also, dass Steven Spielberg sein Historiendrama „Lincoln“ in Virginia gedreht hat. Mit dem „Lincoln Movie Trail“ und anderen Touren können Besucher auf den Spuren der Filmcrew wandeln und sowohl Drehorte als auch beliebte Restaurants und Shops der großen Filmstars besuchen.

Virginia wird in fünf touristische Regionen eingeteilt:

  • Northern Virginia, das bevölkerungsreichste Gebiet grenzt an Washington DC und wird durch die Kultur der Bundeshauptstadt geprägt.
  • Eastern Virginia umfasst die touristischen Highlights an der Atlantikküste und lockt mit charmanten Städten, weiten Grünflächen, der malerischen Chesapeake-Bucht, lebhaften Stadtzentren wie Virginia Beach und natürlich dem Atlantischen Ozean. Mehr als 400 Jahre ist es her, als die ersten englischen Siedler aus der alten in die neue Welt aufbrachen und hier eine neue Heimat fanden. Williamsburg, Jamestown und Yorktown bilden dabei geographisch das historische Dreieck, in dem die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ihren Anfang nahm.
  • Central Virginia ist die Heimat der Hauptstadt Richmond. Viele historische Stätten aus dem Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg befinden sich hier.
  • Southwest Virginia ist eine überwiegend ländliche Region in den Appalachen.
  • Das Shenandoah Valley grenzt an die Blue Ridge Mountains. In dieser Region befindet sich auch der Shenandoah Nationalpark.

Highlights

Mansion im George Washington’s Mount Vernon Estate, Museum and Gardens, Virginia, USA. Foto: Lautman for Mount Vernon

Mount Vernon

Ehemaliger Landsitz von George Washington
George Washington’s Mount Vernon Estate, Museum and Gardens, der ehemalige Landsitz von George Washington, ist die wohl am meisten besuchte historische Attraktion in Virginia. Das ... mehr +

Foto: Lautman for Mount Vernon

Breaux Vineyards, Loudoun County, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA

Loudoun County

Die Weinregion bei Washington DC
Loudoun County liegt zwar in Virginia, wird aufgrund seiner Nähe zur US-Hauptstadt aber gern als „DC’s Wine Country“ bezeichnet. Die Region bietet zahlreiche preisgekrönte Weingüter, ... mehr +

Foto: Capital Region USA

Chrysler Museum of Art, Norfolk, Virginia, USA. Foto: Chrysler Museum of Art

Norfolk

Charmante Hafenstadt in Virginia
Norfolk ist eine der größten und ältesten Städte im US-Bundesstaat Virginia. Die Hafenstadt beheimatet die größte Marinebasis der USA, ist darüber hinaus aber wegen ihrer ... mehr +

Foto: Chrysler Museum of Art

King Street Corner, Alexandria, Virginia, USA. Foto: Cameron Davidson for Alexandria Convention & Visitors Assocation

Alexandria

Liebevoll restaurierte Häuser aus der Kolonialzeit
Die anno 1730 gegründete Hafenstadt Alexandria am Potomac River ist von Washington DC leicht per Bahn oder Boot zu erreichen. Das historische Städtchen ist heute ... mehr +

Foto: Cameron Davidson for Alexandria Convention & Visitors Assocation

Birthplace of Country Music Museum in Bristol, Virginia/Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism

Bristol

Wo die Country Music ihren Urknall erlebte
Die Stadt Bristol verteilt sich auf die Staaten Tennessee und Virginia; der Mittelstreifen der Hauptstraße markiert die Grenze. Ein Museum im amerikanischen Bristol zeigt die Ursprünge der Country Music. mehr +

Foto: Tennessee Tourism

Aktivurlaub in Virginia

Von Abfahrtslauf und Mountainbiking in den Blue Ridge Mountains bis zu Wildwasser-Rafting auf dem James River bieten die Berge und Flüsse des Bundesstaats Virginia tatendurstigen Urlaubern Erfüllung.

Nicht minder abenteuerlich geht es bei einer unterirdischen Wanderung durch die vielen Quadratmeter von Stalaktiten und Stalakmiten der Luray Caverns zu, den größten Kavernen im Osten der USA. Sie liegen unmittelbar in der Nähe des Shenandoah Nationalparks und bilden das größte Höhlensystem im Osten der USA.

Speziell für Urlauber mit Kindern interessant sind Themenparks wie Kings Dominion oder Busch Gardens. Beide bieten Bootsfahrten, Konzerte und Achterbahnen. Alternativ können Abenteuerhungrige in Virginia Beach surfen, mit einem Heißluftballon in die Luft gehen oder Unterricht im Gleitschirmfliegen nehmen.

Fans des Rennsports sollten die NASCAR-Autorennen auf dem Richmond International Raceway nicht versäumen oder eines der berühmten Pferderennen des Bundesstaats besuchen, die an jedem Wochenende vom Frühling bis in den Herbst stattfinden.

Virginias bewaldete Berglandschaften locken Naturbegeisterte mit einer Vielzahl von abwechslungsreichen Wanderwegen. Mitten durch den Shenandoah Nationalpark beispielsweise führt der Appalachian Trail – mit rund 3.500 Kilometern einer der längsten Fernwanderwege der Welt.

Auch mit dem Fahrrad kann man mit Kind und Kegel die Wälder entdecken. Virginia ist der einzige US-Bundesstaat, der von zwei großen Radwegen durchquert wird: die U.S. Bike Routen 1 und 76. Damit kommt Virginia auf über 1.300 Kilometer Radwege.

Im Pferdesattel die Natur bestaunen: Verschiedene Stallungen und Event-Veranstalter bieten geführte Wandertouren hoch zu Ross durch die Waldlandschaften Virginias an. Die Touren sind von unterschiedlicher Dauer: von einer Stunde bis hin zu einem Tagesausflug mit Übernachtung – ein einmaliges Naturerlebnis für Anfänger und Fortgeschrittene.

Naturschatz Nationalpark

Als Ausflugsziel besonders beliebt ist der waldreiche Shenandoah National Park: Zum Fall Foliage kommen zahlreiche Besucher, um bei einer Fahrt auf den Panoramastraßen „Skyline Drive“ und „Blue Ridge Parkway“ die Herbstlaubfärbung zu genießen. Der Park lässt sich auch gut mit dem Mountainbike oder zu Fuß über die kilometerlangen Wanderwege erkunden. So führt mit dem Appalachian Trail einer der längsten Fernwanderwege der Welt durch den Nationalpark Virginias sowie durch Teile Marylands. Wer den Park nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann bei einer Tour mit einem Ranger mehr über Flora und Fauna erfahren und mit etwas Glück Wildtiere wie Schwarzbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

Für ein unvergessliches Naturerlebnis empfehlen sich auch geführte Reitausflüge, die sowohl für Anfänger als auch für Könner geeignet sind. In unmittelbarer Nähe des Shenandoah National Parks befindet sich mit den Luray Caverns zudem das größte Höhlensystem im Osten der USA – eine Führung durch die verschiedenen Räume zeigt, dass die Kavernen nicht weniger farbenprächtig sind als das bunte Herbstlaub. Aber nicht nur der Shenandoah National Park, viele weitere Parks laden zu einem Aktivurlaub im Herbst ein. So etwa der Great Falls Park nahe Washington DC, der Besucher mit reißenden Wasserfällen und Stromschnellen begeistert.

Virginia Capital Trail: Mit dem Fahrrad von Jamestown bis nach Richmond

Unter dem Motto „Connecting the Past and the Present“ verbindet der Radweg „Virginia Capital Trail“ auf insgesamt rund 84 Kilometern das historische Jamestown mit Richmond, der heutigen Hauptstadt Virginias – und damit rund 400 Jahre amerikanische Geschichte. Denn in Jamestown wurde 1607 die erste dauerhafte englische Siedlung gegründet. Von dort aus nahmen die Vereinigten Staaten, wie wir sie heute kennen, ihren Anfang.

Der malerische Radweg führt unter anderem am mächtigen James River entlang vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Region und bietet ideale Stopps für Wanderungen, Tierbeobachtungen und schöne Ausblicke.

Informationen zu Unterkunftsmöglichkeiten, Restaurants sowie Parkplätzen und Sanitäranlagen entlang des Trails sind auf virginiacapitaltrail.org gelistet. Wer vor Ort ein Fahrrad ausleihen möchte, findet zudem die passenden Adressen. Der „Virginia Capital Trail“ ist auch für Spaziergänger zugänglich.

Virginia Capital Trail, Sign, Map, Richmond, Virginia, USA. Foto: Virginia Tourism Corporation
Virginia Capital Trail. Foto: Virginia Tourism Corporation

Virginia-Urlaub im Herbst

Im waldreichen Virginia gehört das leuchtend gefärbte Herbstlaub zu den großen Natur-Erlebnissen. Besucher aus nah und fern lassen sich von den fallenden Blättern in rot, gelb, orange oder rostbraun verzaubern. Die Faszination des „Indian Summer“ ist ein grandioses Naturschauspiel und hat eine ständig wachsende Fan-Gemeinde. Beliebt sind Fußwanderungen zu Aussichtspunkten oder Autofahrten durch die Wälder.

4000 Kilometer Straßen führen durch landschaftlich besonders reizvolle Gebiete, darunter der weltbekannte Blue Ridge Parkway und die „Schwesterstraße“ Skyline Drive durch den Shenandoah Nationalpark.

13 Wein-Straßen und mehr als 140 herrlich gelegene Weingüter unterstreichen gerade im Herbst die Rolle Virginias als attraktives Weinanbaugebiet und bieten zahlreiche Feste rund um Wein und Lebensfreude. Bauernmärkte in historischen Stadtkernen laden zum Bummeln ein. Wer bei der Heu-, Apfel- oder Kürbisernte mit helfen will, ist herzlich willkommen, und wer Spaß haben möchte, kann sich in einem der vielen Irrgärten inmitten der Maisfelder vergnügen. Herbst ist zudem Zeit der Country-Musik und Austern-Festivals.

Shenendoah Nationalpark

Neben kleineren Naturschutzgebieten und Parkanlagen dominiert in Virginia der Shenandoah Nationalpark. Er hat über 800 Kilometer Wander-, Rad- und Reitwege sowie den Blue Ridge Parkway, eine Ferienstraße, die Besucher zu den beeindruckendsten Aussichtsplätzen führt. Moderne Unterkünfte, Campingplätze und Restaurants stehen zur Auswahl.

Sehr interessant ist eine Besichtigung der Luray Caverns. Sie liegen unmittelbar in der Nähe des Shenandoah Nationalparks und bilden das größte Höhlensystem im Osten der USA.

Blue Ridge Parkway

Der Blue Ridge Parkway gehört zu den szenisch reizvollsten und beliebtesten Straßen der amerikanischen Nationalparks. Der Weg windet sich in Virginia und North Carolina durch die höchsten Berge des Ostens mit atemberaubender Aussicht und großartiger Fauna und Flora, zu erkunden auch auf den vielen Wanderwegen.

Blue Ridge Parkway im Herbst, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Blue Ridge Parkway im Herbst. Foto: Capital Region USA

Museen in Virginia

Maritim zu geht es im Mariners‘ Mesum in Newport News, das die Amerikaner sicherlich zu Recht zu Amerikas nationalem Maritim-Museum erkoren haben. Die abenteuerliche Geschichte der Seefahrt wird anhand seltener Gallionsfiguren, handgefertigter Schiffsmodelle, Gemälden und vielem mehr eindrucksvoll geschildert. Das Mariners‘ Museum ist zudem Heimat des preisgekrönten USS Monitor Centers, in dem unter anderem ein maßstabgetreues Replikat der USS Monitor zu finden ist – das erste Panzerschiff der US-Marine, das während des Amerikanischen Bürgerkrieges zum Einsatz kam.

Das Taubman Museum of Art in Roanoke präsentiert amerikanische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, zeitgenössische Werke, Fotografien sowie ornamentale Kunst.

Im Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly, dem nahe des internationalen Flughafens Washington-Dulles gelegenen Ableger des National Air and Space Museums in Washington DC, kann das Space Shuttle „Discovery“ besichtigt werden kann. Die „Discovery“ war so lange im Einsatz wie keine zweite Raumfähre des NASA Space Shuttle-Programms und beförderte auf ihren insgesamt 39 Missionen einige bekannte Passagiere wie zum Beispiel die Astronauten-Legende John Glenn im Alter von 77 Jahren oder den ersten weiblichen Kommandanten eines Space Shuttles. In dem riesigen Museum stehen zahlreiche Exemplare berühmter Fluggeräte. Zu den Nachbarn der Discovery gehören unter anderem eine Gemini 7-Kapsel, Bell- und Sikorsky-Hubschrauber und die Concorde. Auch die deutsche Flugzeugindustrie ist mit vielen historischen Exemplaren vertreten, unter anderem mit einer Junker Ju 52, genannt „Tante Ju“.
Das Udvar Hazy Center ist 2003 eröffnet worden, weil das Mutterhaus des National Air and Space Museums, das National Mall Museum in Washington DC, keinen Platz für einen Erweiterungsbau besaß. Das neue Museum ist nach Steven Ferencz Udvar-Hazy benannt, einem gebürtigen Ungarn, der in Amerika zum Milliardär wurde und seit jeher beruflich mit der Luftfahrt verbunden ist. 1999 spendete er für das Museum 65 Millionen US-Dollar – die bis dahin größte Spende eines einzelnen Sponsors an die Smithsonian Institution, in den USA nur Smithsonian genannt. Diese schon seit 1864 bestehende Forschungs- und Bildungseinrichtung in Washington DC unterhält u.a. den größten Museumskomplex der Welt. Zu ihren Museen und Galerien gehört das National Air and Space Museum mit dem Udvar Hazy Center, der neuen Heimat der Discovery. (airandspace.si.edu/visit/udvar-hazy-center/)

National D-Day Memorial

6. Juni 1944 – „D-Day“ – Stichtag der größten militärischen Operationen: Es war der Beginn der Landung der alliierten Truppen in der Normandie. Das Städtchen Bedford in Virginia beklagte den Verlust von 19 Männern, eine große Zahl im Verhältnis zu den wenigen Einwohnern. Bedford wurde zu einem Ort des nationalen Gedenkens und erhielt ein Denkmal. Das National D-Day Memorial, umgeben von den herrlichen Blue Ridge Mountains, erinnert an die Tapferkeit, Treue und Opfer des D-Day. (www.dday.org)

Fort Monroe National Monument

Auf eine mehr als 400-jährige Geschichte kann das Fort Monroe bei Hampton in Virginia, auch „Freedom‘s Fortress“ genannt und mit seinen 170 Gebäuden eine der größten Steinfestungen in Nordamerika, zurückblicken. Doch nicht zuletzt dank seiner Rolle während des Bürgerkrieges – es blieb die gesamte Dauer über im Besitz der Nordstaaten, obwohl nahezu das gesamte übrige Virginia zu den Konföderierten wechselte. Denn neben seiner geostrategisch hohen Bedeutung war die Festung auch jener Ort, an dem Jefferson Davis, der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika, in Untersuchungshaft gehalten wurde. (www.nps.gov/fomr)

Rutschen, planschen, spritzen

Bei schlechtem Wetter bietet sich in Virginia der Familien-Indoor-Wasserpark Great Wolf Lodge an: Auf dem „Wolf Rider Wipeout“ können die Besucher ihre Surfing-Skills testen und sich anschließend in den heißen Quellen „North and South Hot Springs“ erholen. Der „Hurlin‘ Tornado“ wirbelt Badegäste neun Meter die Tunnelwände hinauf, bis sie mit einem großen Platscher wieder sicher landen. Im „Chinook Cove Activity Pool“ können Eltern mit ihren Kindern ausgelassen toben und beispielsweise bei einer Runde Wasserbasketball ihre Geschicklichkeit testen. (www.greatwolf.com)

Wein aus Virginia

Virginia ist mit über 285 Weingütern der fünftgrößte Weinproduzent in den USA. Der Weinverkauf ist klarer Ausdruck der hervorragenden Qualität, die Virginias Winzer seit vielen Jahren produzieren und damit den Staat auch zur touristischen Wein-Destination machen. In den letzten Jahren hat der Rebensaft aus Virginia schon viele Qualitätsauszeichnungen erhalten und verfügt über ein großes Renommee in ganz Amerika. Auch wird er zunehmend zu einem wichtigen Exportgut. Virginia-Wein ist zum Beispiel längst auch in London oder Peking erhältlich. Besondere Wine Trails führen Besucher durch die abwechslungsreiche Landschaft Virginias. Spezielle Festivals rund um den Rebensaft sorgen fast ganzjährig für buntes Treiben.

Virginias Bierkultur

Lokal gebrautes Bier ist aus Virginia nicht mehr wegzudenken. Der Staat verfügt über mehr als 200 Brauereien – dazu gehören die sogenannten „Craft Breweries“, aber auch lokale Standorte großer Biermarken. Für Touristen sind besonders die kleinen, lokalen Brauereien von Interesse, die neben Führungen auch interessante Verkostungen anbieten, wie Bier und Schokolade.

Acht verschiedene Austernregionen

Virginia genießt den Ruf als „Oyster Capital of the East Coast“. Die acht verschiedenen Zuchtregionen produzieren zusammen die größte Menge an frischen Austern (Wildfang und Zuchtaustern) in den USA, und jede Region bringt unterschiedliche und einzigartige Geschmacksrichtungen hervor.

Um die lokalen Austernfischer sowie andere Unternehmen und Geschäftszweige, die mit dem Fischerei-Sektor in Verbindung stehen, zu unterstützen, wurde der Virginia Oyster Trail ins Leben gerufen. Das Projekt führt Reisende mit Produzenten, Restaurants und sogenannten „Raw Bars“ (Lokale, in denen rohe Meeresfrüchte serviert werden) zusammen und bringt ihnen so die einzigartige Kultur an der Küste Virginias, am Northern Neck, an der Middle Peninsula und Virginias Eastern Shore rund um die „Watermen“, wie die Fischer der Region genannt werden, näher.

Moonshine-Whiskey aus Virginia

Der Ostküsten-Staat ist nicht nur für seine Brauereien und Weingüter bekannt – Er kann auch auf eine lange Geschichte in der Produktion von Hochprozentigem zurückblicken.

Franklin County gilt als die Hauptstadt des „Moonshine“ – wie der einst in Schwarzbrennereien überwiegend nachts hergestellte Whiskey genannt wird. Vor allem während der Prohibition im vergangenen Jahrhundert kam das County im US-Bundesstaat Virginia für seine illegale Alkohol-Produktion zu fragwürdiger Berühmtheit. Boones Mill und Rocky Mount in Franklin County sind zwei kleine Brennereien für die hochwertige Qualität ihres Whiskeys bekannt.

Heute besinnen sich viele Destillerien in Virginia wieder auf ihre alten Traditionen und vermarkten den jetzt rechtmäßig produzierten Whiskey unter eigenem Label – dazu zählt beispielsweise die Stillhouse Distillery at Belmont Farm in Culpeper. (belmontfarmdistillery.com)

Moonshine Whiskey, Belmont Farm Distillery, Culpeper, Virginia, USA. Foto: Virginia Tourism Corporation
Moonshine Whiskey der Belmont Farm Distillery in Culpeper. Foto: Virginia Tourism Corporation

Shopping

Allein in Virginia sind flächendeckend über 80 Malls und Outlets gelistet, in denen passionierte Schnäppchenjäger fündig werden. Eine große Mall ist „Tysons Corner Center“ mit mehr als 290 Geschäften. Zu den beliebten Stopps gehört Leesburg Corner Premium Outlets, bequem vom Washington Dulles International Airport zu erreichen. Über 110 Shops bieten Designer- und Sportwaren, Schmuck, Heimdekor und vieles mehr. Wer Besonderes sucht, findet in der ehemaligen Plantage George Washingtons, heute ein Museum mit mehreren Gebäuden, ein Juwel vor, das amerikanische Geschichte mit Läden verbindet, die Dekorationen und Kunsthandwerk verkaufen. Oder man fährt ins prächtig geschmückte Colonial Williamsburg, dem rekonstruierten Gouverneurssitz aus dem Jahr 1720, wo Fremdenführer in historischen Gewändern Szenen aus der Kolonialzeit nachstellen. Beliebte Mitbringsel aus Colonial Williamsburg sind Weine aus über 140 Virginia-Weingütern und gravierte Stielgläser. Viel Shoppingatmosphäre bietet auch Alexandria. Hervorzuheben ist der Kunsttempel „Torpedo Factory“, eine ehemalige Torpedofabrik, die während des Ersten Weltkriegs diese Waffen baute. Heute arbeiten in den einstigen Fertigungshallen über 200 Künstler, die an Ort und Stelle ihre Kunstwerke verkaufen.

Amerikanischer Eisgenuss

Nicht weit von Washington DC im Städtchen Fredericksburg (Virginia) finden Eisliebhaber eine echte Institution: „Carl’s Frozen Custard“ versorgt seine Kunden seit genau 50 Jahren mit den drei Klassikern Vanille, Erdbeere und Schokolade. Neben Eiscreme gibt es auch Milchshakes, Sundeas oder Slushes. Das Lokal im Stil der 50er Jahre wird im „National Register of Historic Places“ geführt. (www.virginia.org/Listings/Dining/CarlsFrozenCustard)

Wellness in Virginia

Vormittags aktiv in den faszinierenden Naturparks der umliegenden Berglandschaften unterwegs sein und am Nachmittag in heißen Quellen entspannen: Das Traditionshaus The Homestead in Virginia verfügt über eine großzügige Thermal- und Poollandschaft und bietet seinen Gästen zudem ein hauseigenes Spa mit zahlreichen Wellnessbehandlungen sowie ein breites Fitness- und Outdoor-Programm an. (www.thehomestead.com)

Gigantische LOVE-Kunstwerke in Virginia

Übergroße Liegestühle und Musikinstrumente: Wer durch den US-Bundesstaat reist, sollte die Augen nach ein paar ganz besonderen Installationen offen halten: Über 30 gigantische Kunstwerke, die das Wort LOVE darstellen, stehen am Wegesrand, am Strand und nahe beliebter Sehenswürdigkeiten.

Diese unterschiedlichen „LOVEworks“ wurden aus Utensilien geformt, die zur jeweiligen Region passen – beispielsweise in Loudoun County, dem Weingebiet Virginias nahe der Hauptstadt Washington DC. Beim historischen Bahnhof Purcelville steht ein Kunstwerk, dessen vier Buchstaben aus Etiketten und Korken der 35 ansässigen Weingüter besteht.

Entlang der Crooked Road auf dem Virginia Heritage Music Trail in Bristol befindet sich ebenfalls eines der Kunstwerke. Die vier Buchstaben werden aus verschiedenen Musikinstrumenten wie einem Banjo, einer Gitarre und einem Keyboard sowie aus einem Mikrofon und einer riesigen Schallplatte geformt. (www.virginia.org/LOVE)

Unterkunft

Wer Wert auf ein intensives Naturerlebnis legt, aber auf den gewohnten Komfort nicht verzichten möchte, für den ist Glamping genau das Richtige. Die neue Wortschöpfung, die sich aus den Begriffen „Glamourous“ und „Camping“ zusammensetzt, bezeichnet eine Urlaubsart, die die Vorteile des Zeltens mit den Annehmlichkeiten einer luxuriösen Ausstattung verbindet. Beim Glamping muss die Unterkunft nicht zwingend ein Zelt sein, auch Wohnwagen in Nobeloptik oder ausgefallene Behausungen fallen unter den Begriff.

  • Rose River Farm
    Sehr luxuriös übernachten die Gäste der Rose River Farm im Madison County in Virginia. Die den traditionellen mongolischen Jurten nachempfunden Hütten verfügen über zwei Schlafzimmer mit je einem Bad, einem großen Wohn- und Esszimmer, Jumbo-Flatscreen mit Satellitenanschluss und einer Klimaanlage mit Heizungsfunktion. Von den drei aus Zedernholz, Glas und Stahl bestehenden Hüttenzelten hat man einen herrlichen Blick auf die Blue Ridge Mountains und das Rose River Valley. (roseriverfarm.com)
     
  • The Mark Addy Inn
    Liebhaber von fahrbaren Unterkünften werden ebenfalls in Virginia fündig. Dort bietet das bezaubernde Gasthaus The Mark Addy Inn in Nellysford bei Charlotteville auch die Übernachtung in einem hochmodernen Wohnwagen an. Der „Glamper“ verfügt über fließendes Wasser, Strom, vier Satelliten-Fernseher und Wifi. Die Ausstattung des Luxus-Campers beinhaltet zudem ein Badezimmer mit Dusche, eine Küche mit Marmor-Tresen und Esstisch sowie eine eigene Lagerfeuerstelle. Die Gäste können wählen, ob sie sich das Frühstück lieber selber in ihrer noblen Unterkunft zubereiten oder es im Mark Addy Inn einnehmen. (mark-addy.com)
     
  • Primland Resort
    Kindheitserinnerungen werden bei einer Übernachtung im Baumhaus wach. Allerdings ist die Ausstattung der luftigen Unterkünfte des Primland Resorts in Meadows of Dan viel luxuriöser, als dies im eigenen Garten der Fall war. Die Deluxe-Baumhäuser sind aus massiver Eiche erbaut und verfügen über ein komfortables Bett, ein Badezimmer mit Badewanne, TV und Internetzugang. Ein Fahrzeug mit Vierradantrieb kann für den Weg von und zur Lodge genutzt werden. Der Blick von den drei „Tree Houses“ auf die umliegende Berglandschaft der Blue Ridge Mountains ist einmalig und kann von dem um das Haus herumgehenden Balkon aus genossen werden. Außerdem gibt es in dem Resort ein Observatorium, in dem die Gäste den Sternenhimmel beobachten können. (primland.com)
Golden Eagle Tree House, Primland, Meadows of Dan, Virginia, USA. Foto: Primland
Das Golden Eagle Tree House des Primland Resort in Meadows of Dan. Foto: Primland
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