Die Stadt Williamsburg liegt im Südosten des US-Bundesstaates Virginia, auf halben Weg zwischen Richmond und Norfolk. Von 1699 bis 1776 war Williamsburg die Hauptstadt der ältesten, reichsten und bevölkerungsreichsten nordamerikanischen Kolonie Englands. Benannt nach William III, König von England, ist Williamsburg eine der landesweit ältesten Gemeinden.

Die Geschichte von den Anfängen der „Neuen Welt“

In Jamestown nahmen die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Anfang, als dort 1607 die erste dauerhafte englische Siedlung gegründet wurde. Die erste gesetzgebende Versammlung in der Geschichte der USA wurde 1619 in der Kirche von Jamestown abgehalten. Die Stadt blieb Regierungssitz der königlich-britischen Kolonie von Virginia, bis sie diese Funktion 1699 an die Nachbarstadt Williamsburg abtreten musste.

1776 wurde Williamsburg Hauptstadt des neuen, von der britischen Krone unabhängigen „Commonwealth of Virginia“, wie der US-Bundesstaat in Anlehnung an das British Empire auch heute noch offiziell heißt. Zwölf Jahre später, 1788, wechselte der Regierungssitz erneut: Seither ist die moderne Metropole Richmond Virginias Hauptstadt.

Gemeinsam mit Yorktown bilden Jamestown und Williamsburg das „Historische Dreieck“, das Besuchern mit Museen, Originalbauten und einem riesigen Freilichtmuseum („Colonial Williamsburg“) Einblicke in das Leben der damaligen Siedler gibt. Bekannteste Geschichte aus jener Zeit ist sicher die der Indianerprinzessin Pocahontas, die 1614 den Engländer John Rolfe, einen Siedler Jamestowns, heiratete.

Das „Historische Dreieck“ ist als Ausflugsziel besonders bei Familien beliebt. Neben den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten verfügt die Region über einen großen Freizeitpark (Busch Gardens), Outlet-Shoppingmöglichkeiten wie den Williamsburg Premium Outlets, erstklassige Golfplätze und mehr.

Colonial Williamsburg

Das Freilichtmuseum „Colonial Williamsburg“ ist zugleich der historische Stadtkern von Williamsburg und steht unter Denkmalschutz: Das Areal misst etwa 120 Hektar, umfasst hunderte restaurierte oder rekonstruierte Bauwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert und ist für den Straßenverkehr gesperrt. Tavernen, Gold- und Werkzeugschmieden, Wohnhäuser, Druckereien und mehr können besichtigt werden und geben Einblicke in das damalige Leben einer frühen Kolonie.

Die authentisch gekleideten Akteure arbeiten und leben auf dem historischen Gelände – und schlüpfen auch sprachlich in die Rolle der alten Siedler. An Thanksgiving können Besucher beispielsweise in einer der historischen Tavernen ein Festmahl wie die alten Siedler genießen.

Interessante Sehenswürdigkeiten sind der Gouverneurspalast, das Symbol der britischen Autorität in der Kolonie sowie das Capitol, Sitz der Kolonialmacht. Hier wurde am am 15. Mai 1776 für die Unabhängigkeit Virginias gestimmt.

Historic Jamestowne

Es ist eine der bekanntesten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten Nordamerikas, die Stoff für zwei Hollywoodstreifen und eine Disney-Verfilmung lieferte: die Geschichte der Indianer-Prinzessin Pocahontas. Die Tochter des Häuptlings Powhatan hat es wirklich gegeben. Sie lebte Anfang des 17. Jahrhunderts, als englische Siedler 1607 im heutigen US-Bundesstaat Virginia an Land gingen und die erste dauerhaft besiedelte englische Kolonie Jamestown (zunächst: James Fort) gründeten.

Die Liebesbeziehung zu John Smith, der die Kolonie anführte, ist jedoch frei erfunden. Zwar kam Pocahontas oft in das Fort, um ihn zu besuchen und seine Sprache zu lernen, doch heiratete sie am 5. April 1614 den Tabakpflanzer John Rolfe. Noch immer ist Pocahontas eine zentrale Figur in der amerikanischen Geschichte. Auf einer geführten Tour durch Historic Jamestowne erfährt man Details zur Hochzeit mit dem englischen Siedler.

Historic Jamestowne ist als Originalstandort des James Fort kulturelles Erbe Amerikas und wird auch als Geburtsort der USA bezeichnet. Es befindet sich in der heutigen Stadt Jamestown, wo immer wieder wichtige Artefakte der damaligen Siedler bei Ausgrabungen gefunden werden.

Im Nathalie P. and Alan M. Voorhees Archaearium, dem Museum von Historic Jamestowne, zeigt eine Ausstellung die archäologische Funde und Details über die materielle Welt der Ureinwohner Virginias und offenbart ihre Interaktion mit den englischen Siedlern.

Jamestown Settlement – Geschichte zum Anfassen

Neben dem Originalstandort der ersten dauerhaften englischen Kolonie Nordamerikas können Besucher die Geschichte der Algonkin-Indianer und der weißen Siedler auch im Jamestown Settlement nahe der Stadt erleben: Dieser Komplex besteht aus einem interaktiven Museum sowie einem angeschlossenen Park mit Nachbildungen eines Powhatan-Indianerdorfes, der Siedlung und der drei Schiffe Susan Constant, Godspeed und Discovery, mit denen die Engländer über den James River nach Jamestown kamen.

Auf der Godspeed werden die Segel gehisst, Jamestown Settlement Museum, Williamsburg, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Auf der Godspeed werden die Segel gehisst. Foto: Capital Region USA

Kostümierte Museumsangestellte zeigen anschaulich, wie das Leben Anfang des 17. Jahrhunderts ausgesehen hat und wie sich Kultur und Lebensstil der ansässigen Indianer von denen des weißen Mannes unterschieden. Jamestown Settlement ist besonders bei Familien sehr beliebt, denn sowohl in der Museumsausstellung als auch auf dem Freigelände darf nach Herzenslust angefasst und selbst ausprobiert werden.

Powhatan and Paspahegh model, Jamestown Settlement Museum, Williamsburg, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
In einer umfassenden und interaktiven Ausstellung informiert Jamestown Settlement über das Leben der Indianer und der englischen Siedler in Virginia.. Foto: Capital Region USA

In einem nachgebildeten Indianerdorf können Besucher auch selbst Hand anlegen und erfahren, wie beispielsweise Felle bearbeitet oder Kanus hergestellt wurden.

In einem nachgebildeten Indianerdorf können Besucher auch selbst Hand anlegen und erfahren, wie beispielsweise Felle bearbeitet oder Kanus hergestellt wurden. Powhatan Indian Village, Jamestown Settlement, Williamsburg, Virginia, USA. Foto: Capital Region USA
Powhatan Indian Village, Jamestown Settlement. Foto: Capital Region USA

Jamestown ist Teil des Historischen Dreiecks, das außerdem Williamsburg, von 1699 bis 1776 Hauptstadt der britischen Kolonie Virginia, und Yorktown, wo 1781 die amerikanisch-französische Armee unter George Washington die Briten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg entscheidend besiegte, umfasst.

Alle drei Standorte sind über die rund 40 Kilometer lange Ferienstraße Colonial Parkway miteinander verbunden. Der Colonial Parkway verbindet die beiden Teile Jamestown und Yorktown des Colonial National Historical Park mit Colonial Williamsburg und bietet eine landschaftlich reizvolle Fahrt durch eine intakte Natur.

Colonial Parkway, Williamsburg, Virginia, USA. NPS Photo
Colonial Parkway in Williamsburg. NPS Photo
Colonial Parkway, Williamsburg, Virginia, USA. NPS Photo
Colonial Parkway in Williamsburg. NPS Photo

Freizeitparks

In Williamsburg befinden sich auch die beiden Freizeitparks Busch Gardens® Williamsburg mit Abenteuern und Spaß in einer Umgebung, die dem Europa des 17. Jahrhunderts nachempfunden ist sowie Water Country USA®, ein Wasserpark im Stil der 50er und 60er Jahre mit Wasserrutschbahnen, Pools, Spielvergnügen und Live-Shows.

Busch Gardens® bietet Abenteuer für die ganze Familie, River Coaster, Williamsburg, Virginia, USA. Foto: SeaWorld Parks & Entertainment

Busch Gardens Williamsburg

Abenteuer und Spaß im "historischen Europa"
Der Erlebnispark Busch Gardens® Williamsburg lädt zu Abenteuern und Spaß in einer Umgebung ein, die dem Europa des 17. Jahrhunderts nachempfunden ist. Das bekannte Achterbahn-Mekka ... mehr +

Foto: SeaWorld Parks & Entertainment

Surfer’s Bay, Water Country USA®, Williamsburg, Virginia, USA. Foto: SeaWorld Parks & Entertainment

Water Country USA

Wasserspaß und Vergnügen in Virginia
Eine willkommene Abkühlung finden Besucher im Water Country USA®, dem größten Wasserpark an der mittleren Ostküste. Hier gibt es mehr als 30 Wasserrutschbahnen, Pools und ... mehr +

Foto: SeaWorld Parks & Entertainment

Williamsburg
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