Der Wrangell-St. Elias National Park and Preserve im östlichen Teil der Region Southcentral Alaska an der Grenze zu Kanada ist mit 5 Millionen Hektar der größte Nationalpark in den USA. Der Park enthält eine unglaublich vielfältige Landschaft und beeindruckt mit der landesweit dichtesten Ansammlung an Gletschern, sowie drei Bergketten, wilden Flüssen, Küstenstrichen und historischen Stätten. Zu den nahegelegenen Orten zählen Glennallen, McCarthy, Copper Center und Chitina.

Das Gebiet des heutigen Wrangell-St. Elias National Park and Preserve wurde 1978 zum nationalen Monument und 1979 zum Weltnaturerbe erklärt. 1980 wurde es zum Nationalpark und Wildnisgebiet erklärt.

Diese Gegend war einst ein bedeutendes Gebiet des Kupferbergbaus. 1899 erfolgte der erste Kupferfund. 1911 war die Bahnlinie nach Kennecott fertig gestellt. Ab da verlief die Kupferproduktion äußerst erfolgreich und erzielte Höchstpreise auf dem Weltmarkt. Der Ort Kennicott gedeihte hervorragend bis 1938, als die Erzadern erschöpft waren, die Förderstätte fast über Nacht geschlossen wurde und die Stadt zur Geisterstadt wurde. Im nahe gelegenen McCarthy lebt ganzjährig eine kleine Anzahl von Einwohnern. 1899 wurde Gold gefunden; der letzte große Goldrausch in Alaska wurde durch Goldfunde in dieser Region im Jahr 1913 angekurbelt.

Wrangell-St. Elias National Park and Preserve wird oft “Das Königreich der Berge in Nordamerika” genannt, da hier die Bergketten der Chugach-, Wrangell und St. Elias-Gebirge aufeinandertreffen. Der Berg Mount St. Elias ist mit 5489 m der zweithöchste Berg in den USA.

View from Dead Dog Hill, Nabesna Road, Wrangell - St Elias National Park & Preserve, Alaska, USA. NPS Photo
Ausblick vom Dead Dog Hill an der Nabesna Road. NPS Photo

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten

Man würde sowieso erwarten, dass es im landesweit größten Nationalpark ein breitgefächertes Angebot an Freizeitaktivitäten gibt. Und genau das ist der Fall im Wrangell-St. Elias National Park and Preserve.

Diese Region lockt mit einem vielfältigen und attraktiven Freizeitangebot; hierzu gehören Besichtigungen der Geisterstadt Kennecott, malerische Fahrten auf der Nabesna Road bzw. der McCarthy Road, Mountainbikefahren, Vogel- und Tierbeobachtung, Klettern, Berggipfel erklimmen, sich am Eisklettern versuchen, Angeln, die Weite auf dem Rücken eines Pferdes erkunden, lange Wanderungen durch die Wildnis unternehmen, Campen, Schlauchboottouren unternehmen, mit dem Kajak durch ruhige Buchten paddeln oder auf einem Rundflug die eindrucksvolle Weite des Parks auf sich einwirken lassen. Im Winter kann man die schneebedeckte Wildnis auf Langlaufskiern, mit dem Snowmobil, mit dem Hundeschlitten oder auf Schneeschuhen erkunden.

Eine weitere bemerkenswerte Attraktion des Parks ist die Geisterstadt der Kennicott-Mine und die Bergwerksgebäude, eine sogenannte National Historic Landmark. Das ehemalige Bergwerksdorf befindet sich im Parkinneren in der Nähe des Städtchens McCarthy. Der Ort und das Hüttenwerk wurden 1907 von der Kennecott Copper Corporation neben dem Kennicott-Gletscher errichtet. Nach dem rapiden Rückgang des Kupfermarktes 1938 gab das Unternehmen diesen Standort auf und ließ praktisch eine Geisterstadt zurück. Einige Gebäude dieser einst äußerst profitablen Kupfermine stehen noch heute und werden als das beste noch bestehende Beispiel des Kupferbergbaus zu Anfang des 20. Jahrhunderts geschätzt. Das Besucherzentrum in Kennecott vor Ort bietet geführte Touren des Bergwerks und der Gebäude an.

Bei Radfahrern beliebt ist eine Mountainbiketour vom Städtchen McCarthy zur Geisterstadt des ehemaligen Bergbaugebietes Kennecott. Diese Radtour kann anstrengend sein, aber die herrliche Landschaft ist eine mehr als ausreichende Belohnung für all die Mühen.

Das Ahtna Museum ist Teil des Besucherzentrums in Copper Center. Das Museum steht unter der Verwaltung der Ahtna Heritage Foundation, einer Stiftung, die Wissenswertes über die Kultur und Geschichte der Ureinwohner in der Ahtna-Region vermitteln möchte. Die Athna-Region liegt in der Region Southcentral Alaska und umfasst das Copper River Basin und die Wrangell-Berge.

Ein unbedingt empfehlenswertes Vergnügen ist ein Rundflug, die beste Möglichkeit, die enorme Größe des Parks tatsächlich zu erfassen. Aus der Vogelperspektive sieht man erst so richtig, wie riesig der Park wirklich ist.

Auf der anderen Seite gehören Rucksacktouren zu den Möglichkeiten, die von den meisten Besuchern übersehen werden. Gut beschilderte und instandgehaltene Wanderwege bieten sich ganz ausgezeichnet zum Erkunden der Wildnis an.

Die Freizeitaktivitäten im Südteil des Parks in der Nähe der Stadt Yakutat konzentrieren sich vorwiegend auf Wassersportarten aufgrund der Lage am Golf von Alaska. Kajakfahren in Icy Bay, Schlauchboottouren auf den vielen Flüssen, Angeln – und sogar Surfen – zählen zu den beliebtesten Sportarten.

Viele Menschen bezweifeln, dass Surfen in Alaska machbar ist. Tatsächlich gibt es in der Umgebung von Yakutat ca. 150 Km lange Sandstrände und zwei bis vier Meter hohe Wellen. Mit einem Neoprenanzug surfen besonders enthusiastische Surfern das ganze Jahr über.

Yakutat ist außerdem der Ausgangsort für Bergtouren zu Mount St. Elias, dem mit 5489 m zweithöchsten Berg in den USA.

Anfahrt

Das Park Headquarters/Besucherzentrum des Parks befindet sich in Copper Center; die Fahrt von Anchorage aus dauert ca. vier Stunden. Zwei Schotterstrassen führen in den riesigen Park. Die knapp 70 Km lange Nabesna Road führt in den nördlichen Teil des Parks; die 96 km lange McCarthy Road führt direkt in das Parkinnere. Unternehmen vor Ort bieten außerdem Flüge in den Park, bzw. Rundflüge über den Park an. Das südliche Parkgebiet ist nur auf dem Luft- bzw. Wasserweg erreichbar.

Besucherzenten

  • Chitina Ranger Station bei Mile 33 am Edgerton Highway in Chitina, geöffnet von Memorial Day bis Labor Day
  • Slana Ranger Station bei Mile .5 auf der Nabesna Road in Slana, im Sommer geöffnet, im Winter nach Vereinbarung
  • Yakutat Ranger Station in der Mallott Avenue in Yakutat, ganzjährig geöffnet (Mo.-Fr.)
  • Kennecott Visitor Center in der Kennecott National Historic Site Open, geöffnet von Memorial Day bis Labor Day
  • Das Wrangell-St. Elias Visitor Center befindet sich in der Nähe einer Steilküste bei Mile 106.8 am Richardson Highway in Copper Center. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über das Tal Copper River Valley. Im Gebäude befinden sich beeindruckende Ausstellungen über die Wildnis und die Vulkane, sowie über die Flora und Fauna dieser Gegend; ausserdem wird ein preisgekrönter, 12-minütiger Film über den Park gezeigt. Ganzjährig geöffnet (Mo.-Fr.)

Sonstiges

  • Temperatur: Im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 28° C. Im Winter schwanken die Temperaturen zwischen –12° C bis zu –45° C.
  • Gebühren: Für den Zugang zu Wrangell-St. Elias National Park and Preserve werden keine Gebühren
    erhoben.

Wrangell-St. Elias Nationalpark and Preserve wird vom National Park Service verwaltet, weiterführende Informationen unter www.nps.gov/wrst (englisch).

Wrangell-St. Elias Nationalpark and Preserve
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