Die Wüste ist ein Mekka für alle Vogelbegeisterten. Besonders in den Indian Canyons kann man eine Vielzahl an unterschiedlichen Vogelarten beobachten. Zu den Indian Canyons gehören der Palm Canyon, der Andreas Canyon, der Chino Canyon und der Murray Canyon. Sie liegen gerade einmal fünfzehn Minuten von Palm Springs entfernt und gehören den ortsansässigen Agua Caliente Indianern, ein Stamm der Cahuillas.

Ein Bächlein plätschert fröhlich über Felsen und Steine. Daneben windet sich der Wanderweg durch Schluchten und atemberaubende Landschaften. Sattgrüne Fächerpalmen bilden ein raschelndes Blätterdach, das Schatten spendet. Singvögel trällern ihr vielstimmiges Lied, Kolibris laben sich an den Blüten und Echsen huschen über glatte Felsbrocken. Hier sind große und kleine Vögel zu Hause, darunter Adler, Falken und Kolibris. In den Indian Canyons ist es ein klein wenig wie im Paradies.

Indianische Kultur und die weltweit größte Oase kalifornischer Fächerpalmen

Die Cahuilla-Indianer hatten vor über 2.000 Jahren als erste Sieder der südkalifornischen Wüste diese fruchtbaren Schluchten als Lebensraum entdeckt. Die Canyons, die nur wenige Kilometer von der kalifornischen Wüstenstadt Palm Springs entfernt liegen, zählen auch heute noch zum Reservat des ortsansässigen Agua-Caliente-Stammes der Cahuilla-Indianer.

Palm Canyon, Indian Canyons, Palm Springs, California, USA. Foto: Palm Springs Bureau of Tourism
Palm Canyon. Foto: Palm Springs Bureau of Tourism

Jede Schlucht der Indian Canyons bezaubert mit ihrer ganz eigenen Schönheit:

  • Der üppig grüne Palm Canyon, der als die weltweit größte natürlich gewachsene Oase kalifornischer Fächerpalmen gilt,
  • der Andreas Canyon mit seinen engen Felsschluchten,
  • der Chino Canyon mit seiner landschaftlichen Weite und
  • der Murray Canyon, einsam und abgeschieden.

Die Schluchten lassen sich am besten zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Die Wanderwege zeichnen sich durch unterschiedliche Schwierigkeitsstufen aus. Die Parkverwaltung bietet geführte Wanderungen an, Reitausflüge und Jeep-Touren sind über verschiedene Anbieter buchbar.

Zusammen bilden die Indian Canyons eines der eindrucksvollsten Naturabenteuer im Westen der USA – als Drehort des Spielfilms „Lost Horizon“ gelangten sie übrigens bereits 1935 zu weltweiter Berühmtheit.

Start des Wanderweges in den Andreas Canyon, Indian Canyons, Palm Springs, California, USA. Foto: Palm Springs Bureau of Tourism
Start des Wanderweges in den Andreas Canyon. Foto: Palm Springs Bureau of Tourism

Nur wenig entfernt liegt der felsige Tahquitz Canyon – der Legende nach irrt hier bis heute der Geist des verbannten Indianer-Schamanen Tahquitz umher.

Agua-Caliente-Indianer vor 2.000 Jahren und heute

Die reichen Wasservorkommen der Indian Canyons ermöglichten vor 2.000 Jahren den Vorfahren der kalifornischen Cahuilla-Indianer das Leben in der Wüste. Um die Quellen herum hatten sich die Schatten spendenden Fächerpalmoasen mit einer üppigen Vegetation gebildet. Die Wasserquellen wurden daher auch der Namenspate des Stammes. Er heißt „Agua Caliente“, heißes Wasser.

Auch heute sind die Agua-Caliente-Indianer wichtiger Bestandteil des kulturellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Lebens der Stadt. Neben ihrer eigenen Stammessprache pflegen sie ihre vielfältigen Traditionen. Mit einem Grundbesitz von 130 km² in und um Palm Springs, davon etwa 27 km² innerhalb der Stadtgrenzen, sind sie die größten Landbesitzer der Region und gehören damit zu den reichsten Indianern Nordamerikas.

Der Stamm besitzt und betreibt derzeit zwei 18-Loch-Championship-Golfplätze, das „Spa Resort Casino and Hotel“ in Palm Springs sowie das Agua Caliente Casino Resort Spa in Rancho Mirage.

Im Agua Caliente Cultural Museum in Palm Springs erfahren Besucher alles über die Geschichte der in Palm Springs ansässigen Indianer. Der Eintritt zum Museum ist frei.

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