Reine Südstaatenromantik: weiße Säulen, nette Menschen: Macon, das sogenannte Herz Georgias! Die 1823 gegründete Stadt französischen Namens verströmt reichlich Südstaatencharme. Die Stadt am Ocmulgee River ist Teil der Reisestraße Antebellum Trail und bietet viele wundervolle Südstaaten-Villen, die den Bürgerkrieg vor 150 Jahren heil überstanden haben. Mehr als 700 Häuser stehen unter Denkmalschutz.

Seinen ganz besonderen Charme konnte Macon über den amerikanischen Bürgerkrieg hinweg retten. Die Amerikaner nennen die Zeit vor 1861 in bestem Latein auch „antebellum“. Und Antebellum-Häuser aus der wirtschaftlichen Hochzeit der Baumwolle besitzt Macon so viele und schöne wie kaum eine andere Stadt im Süden der USA. Viele der klassizistischen Prachtbauten haben eine spannende Geschichte.

Macon ist Schauplatz des Cherry Blossom Festivals. Jedes Jahr zwischen Mitte März und Anfang April verwandeln 300.000 Yoshino Kirschbäume die Stadt in ein pink-weißes Blütenmeer. 6.000 historische Gebäude, etliche in den Abendstunden effektvoll mit Licht in Szene gesetzt, bestimmen die Kulisse Macons.

Eine der umfassendsten Kollektionen zu Afro-Amerikanischer Kunst, Kultur und Geschichte im Südosten der USA offeriert das Tubman African American Museum.

Über ein Stück Deutschland verfügt die St. Joseph Catholic Church mit ihrem Rosetten-Buntglasfenster, das im Studio von Franz Mayer in München gefertigt wurde.

Macon verfügt als Heimat und Wirkungsstätte von Musikgrößen wie Little Richard Penniman, Otis Redding, der Allman Brothers Band, Violinist Robert McDuffle und Country-Superstar Jason Aldean über eine reiche musikalische Vergangenheit, die Besucher während einer Rock Candy Tour kennenlernen können.

Hay House

Eine wahre Augenweide ist das geheimnisvolle Hay House in der Georgia Avenue, das auch Palast des Südens genannt wird. Im italienischen Renaissance-Stil anno 1859 errichtet, wurde der Palast berühmt durch seinen späteren Eigentümer Parks Lee Hay. Drei Jahre Urlaub nahm sich der Anwalt, nur um mit seiner Frischangetrauten auf einer Reise durch Europa das Inventar zu kaufen. Entsprechend prunkvoll präsentiert sich das Haus: große Marmortreppen, riesige verzierte Türbögen und Bleiglasfenster…

Hay House Mansion in Macon, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
Hay House Mansion in Macon, Georgia. Foto: Georgia Tourism

Wer sich am Tage noch nicht an den Prachtbauten sattgesehen hat, findet nach Sonnenuntergang Gefallen an vielen dezent angestrahlten Häuser in der hübschen Backstein-Altstadt und auf den Hügeln rund herum.

1842 Inn

Das 1842 Bed & Breakfast in Macon, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
Das 1842 Bed & Breakfast in Macon. Foto: Georgia Tourism
Das 1842 Inn aus eben diesem Jahr ist eine elegante Bed-and-Breakfast-Herberge: mit seinen mächtigen weißen Säulen und einer Veranda voller Schaukelstühle und Gästezimmern, die das Flair des mittleren 19. Jahrhunderts versprühen.

Im Salon werden die Gäste zum Frühstück mit Südstaaten-Spezialitäten wie Grits und Gravy, aber auch reichlich Früchten und selbstgemachtem Kuchen verwöhnt. Abends lässt man den Tag mit einem Drink von der Bar und Hors d’ Oeuvres ausklingen.

Cannonball House

Ganz vom Bürgerkrieg verschont bliebt Macon übrigens doch nicht. Die einzige je auf die Stadt abgefeuerte Kanonenkugel schlug sehr unsanft in eine Villa in der Mulberry Street ein.

Die Kugel krachte erst durch eine seiner Säulen und dann durch die Außenwand, um schließlich vor den Füßen der entsetzten Besitzerin zu rollen. Allerdings war der Schreck größer als der Schaden und das Cannonball House kann heute in seiner ursprünglichen Pracht besichtigt werden.

Und wer von Südstaaten-Villen und Gärten nicht lassen kann, findet noch viele mehr davon auf der Reisestraße Antebellum Trail, die in Macon beginnt und bis nach Athens in Georgia reicht.

Kirschblüte in Macon, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
Kirschblüte in Macon, Georgia. Foto: Georgia Tourism

Bragg Jam Musikfestival

Macon, die Heimatstadt von Otis Redding, Little Richard und den Allman Brothers, gilt als eine der Geburtsstätten der modernen amerikanischen Musik. Aus einer kleinen Jam Session zu Ehren der verunglückten Musiker-Brüder Brax und Tate Bragg aus Macon entwickelte sich innerhalb weniger Jahre der erfolgreiche Bragg Jam. Jedes Jahr Ende Juli geben sich dort über 80 Bands und Künstler ein Stell-dich-ein auf 20 Bühnen.

Ocmulgee National Monument

Darüber hinaus sind die riesigen Flachpyramiden im Nationalpark der ehemaligen Indianerstadt Ocmulgee sehenswert, die hier vor 1000 Jahren zu einer Hochblüte gelangte.

The Daily Life Display of the Mississippians, Ocmulgee National Monument, Macon, Georgia, USA. NPS Photo
Ausstellung „Daily Life at Ocmulgee“ im Museum des Ocmulgee National Monument. NPS Photo

The Big House Museum

Sehenswert ist auch das „Big House“-Museum der Allman Brothers, wo die Pioniere des Südstaaten-Rock jahrelang lebten sowie das kleine Museum für Otis Redding.

Die Heimatstadt von Otis Redding unterhält ein kleines Museum für den berühmten Soul-Musiker. Den Allman Brothers, ebenfalls aus Macon und Begründer des Südstaaten-Rocks, ist hier ein weiteres Museum gewidmet – im „Big House“, das die Band als Kommune bewohnte. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung zur Bandgeschichte.

The Big House, das Museum der Allman Brothers in Macon, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
The Big House, das Museum der Allman Brothers in Macon. Foto: Georgia Tourism
The Big House, das Museum der Allman Brothers in Macon, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
The Big House, das Museum der Allman Brothers in Macon. Foto: Georgia Tourism

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Macon
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