Maryland besticht mit seiner zauberhaften Küstenlandschaft. Entlang der Chesapeake Bay passiert der Besucher idyllischen Kleinstädte, charmante Fischerdörfer und historische Stätten als Zeitzeugen des amerikanischen Bürgerkriegs.

Die Lage von Maryland an der – in Nord-Süd-Richtung – über 300 Kilometer langen Chesapeake Bay ist gleichzeitig der perfekte Ausgangspunkt für Feriengäste, um Amerikas größtes Mündungsgebiet mit über 150 Flüssen zu erkunden. Von verschiedenen Städten rund um die Bay können Besucher unter kurzen bis zu ganztägigen Bootstouren wählen – die beste Art, die Bucht mit ihrer großen Naturvielalt zu erleben. Ein 40-minütiger Trip ab Annapolis auf der „Harbour Queen“ oder der „Miss Ann Annapolis“ vermittelt erste Eindrücke über die wasserreiche Region. Einen kompletten Tag nimmt dagegen die Fahrt ab Annapolis zum malerischen Fischerstädtchen St. Michaels in Anspruch.

Die „Schraubpfahlleuchttürme“ der Chesapeake Bay

Historische Bauwerke, einmaliges Landschaftspanorama in einer der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas und maritimes Leben in Maryland

Errichtet an stürmischen oder unwegsamen Küsten dienen Leuchttürme seit jeher Seefahrern als Orientierung. Aber auch auf Touristen üben die Wachposten der Weltmeere eine ungebrochene Faszination aus – nicht nur, weil sie häufig an malerischen Küstenregionen zu finden sind, sondern mit außergewöhnlicher Architektur begeistern.

So auch die „Schraubpfahlleuchttürme“ (engl. Screw-Pile Lighthouse) an der Chesapeake Bay: Einst prägten mehr als 40 dieser hüttenartigen Bauwerke die Bucht, die auf langen Stelzen aus dem Wasser ragten. Die meisten wurden bis 1960 abgerissen, denn durch ihre leichte Bauweise waren sie zwar schnell und günstig zu errichten, dafür aber nicht besonders robust.

In Maryland sind heute noch vier dieser historischen Leuchttürme erhalten und eine Nachbildung kam 2012 dazu. Bei einer Tour entlang der Küstenregion können Besucher nicht nur die einmaligen „Screw-Pile Lights“ bewundern, sondern auch das maritime Leben in Maryland und das Landschaftspanorama der Chesapeake Bay, einer der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas, genießen.

Die historischen Leuchttürme in Maryland

  • Das „Seven Foot Knoll Lighthouse“ wurde 1855 an der Flussmündung des Patapsco River errichtet und 1997 nach Baltimore transportiert. Dort ist es heute Teil des „Baltimore Maritime Museums“.
  • Annapolis beherbergt den wohl bekanntesten Schraubpfahlleuchtturm Marylands: das „Thomas Point Shoal Lighthouse“ aus dem Jahr 1875.
  • Hooper Strait Lighthouse“ in St. Michaels
  • Drum Point Lighthouse“ in Solomons
  • Choptank River Lighthouse“ in Cambridge

Erholung und Gaumenfreuden in St. Michaels

Die idyllische Kleinstadt St. Michaels an der Bucht lädt zum Entspannen ein, beispielsweise in einem der luxuriösen Hotels wie „The Inn at Perry Cabin“ mit angeschlossenem Spa. Wie viele Hafenstädte in Maryland ist auch St. Michaels bekannt für sein kulinarisches Angebot: Neben frischem Fisch und Meeresfrüchten wie Shrimps und Austern, darf vor allem die heimische Blaukrabbe nicht fehlen, die hier in allen Variationen auf den Tisch kommt.

In St. Michaels befindet sich unmittelbar am Wasser The Inn at Perry Cabin* – ein luxuriöses Herrenhaus im Kolonialstil, das sich hervorragend für einen romantischen Wellnessaufenthalt zu zweit eignet. Das Linden Spa des Resorts hat spezielle Massagen und Körperbehandlungen für Paare im umfangreichen Programm. Neben den Wellnessbehandlungen bietet die Lage an der Bucht ideale Bedingungen, um die Seele baumeln zu lassen (www.perrycabin.com).

Inn at Perry Cabin, St. Michaels, Maryland, USA. Foto: Maryland Office of Tourism, Film, and the Arts
Inn at Perry Cabin in St. Michaels. Foto: Maryland Office of Tourism

Chesapeake Bay Maritime Museum

Das Chesapeake Bay Maritime Museum wurde 1965 gegründet und dokumentiert das maritime Erbe der Region. Das Museum umfasst insgesamt 35 Gebäude – in zwölf davon finden dauerhaft Ausstellungen statt. Über 70.000 Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr, um das Museum zu besichtigen.

Ein Highlight ist der Schraubpfahlleuchtturm „Hooper Strait Lighthouse“, der 1879 erbaut wurde, um Seefahrer zwischen Hooper und Bloodsworth Island in Dorchester County auf sicherem Weg zu lotsen. Der Leuchtturm kann am Navy Point in St. Michaels besichtigt werden. (www.cbmm.org)

Hooper Strait Lighthouse und Nathan of Dorchester, St. Michaels, Maryland, USA. Photo courtesy of the Chesapeake Bay Maritime Museum
Hooper Strait Lighthouse und Nathan of Dorchester in St. Michaels. Photo courtesy of the Chesapeake Bay Maritime Museum

Traditionelles Fischerdorf Solomons

Der 1883 errichtete „Drum Point Lighthouse“ stand an der Flussmündung des Patuxent River, bevor er bedeutendstes Ausstellungsstück des Calvert Marine Museum in Solomons wurde. Das Museum bietet geführte Leuchtturmtouren an, bei denen Besucher mehr über das maritime Leben an der Chesapeake Bay erfahren. Auch eine alte Austernfabrik und historische Ruderboote können besichtigt werden. Bei einer Flusskreuzfahrt erleben Gäste die Bucht vom Wasser aus. (www.calvertmarinemuseum.com)

„Skipjack“-Tour wie in alten Zeiten

Ab dem hübschen Städtchen Chestertown mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert, werden bis in den Spätherbst hinein Bootstrips zu Marylands Eastern Shore angeboten: Nostalgische Touren von einer bis drei Stunden Dauer mit der komplett renovierten, fast hundert Jahre alten „River Packet“ (chesterriverpacketco.com).

Und wer sich in das harte Leben der Fischer hineinversetzen möchte, dem sei eine Fahrt mit einer der wenigen noch erhaltenen „Skipjacks“ empfohlen. Hierzu schließt man sich am besten dem Angebot der offiziellen „Chesapeake Bay Foundation“ an, die seit fast 50 Jahren erfolgreich dafür kämpft, die Bucht, um die rund 17 Millionen Menschen leben, immer unter den Umweltschutz zu stellen. (www.cbf.org)

Kunst und Klasse in Cambridge

Die Stadt Cambridge wird als Herz der Chesapeake Bay bezeichnet und bietet Unterkünfte der Extraklasse, darunter das „Hyatt Regency Chesapeake Bay Golf Resort, Spa and Marina”. Kunstfreunde kommen im „Dorchester Center for the Arts“ auf ihre Kosten. Besonders stolz ist die Stadt auf ihre Vergangenheit: Harriet Tubman wurde in Cambridge geboren und ging als Gegnerin der Sklaverei in die Geschichte ein. Auf ihren Spuren können Besucher auf dem „Harriet Tubman Underground Railroad Byway“ wandeln.

Der Leuchtturm „Choptank River Lighthouse“ in Cambridge ist eine Nachbildung des Originals von 1871, das einst zwischen Castle Haven und Nenoni Points am Choptank River stand, und wurde 2012 fertiggestellt. Besichtigungen sind von Mai bis Oktober kostenlos möglich. (www.choptankriverlighthouse.org)

Amerikanischer Eisgenuss mit Kleinstadtcharme in Havre de Grace oder Oxford

Am Ende der Chesapeake Bay liegt das romantische Städtchen Havre de Grace, das mit seinem maritimen Charme viele Besucher in den Bann zieht, die sich nach Ruhe und Erholung sehnen. „Bomboy’s Home Made Candy“ erkennen sie schon von weitem an der Kuh vor dem Ladeneingang. Welche Geschmacksrichtungen sich hinter den Eiskreationen verbergen, ist bei Namen wie „Duck, Duck, Goose“ und „Salty Dawg“ nicht immer sofort ersichtlich, Fragen werden jedoch gern beantwortet. Wie der Name des Geschäfts schon vermuten lässt, produziert „Bomboy’s Home Made Candy“ nicht nur hausgemachte Eiscreme, sondern auch Süßigkeiten wie Pralinen und Schokolade. (www.bomboyscandy.com)

Wer in den typisch amerikanischen Kleinstädten am Eastern Shore Urlaub macht, sollte für ein gutes Eis in Oxford vorbeischauen: Die „Scottish Highland Creamery“ verkauft hier italienische Eiscreme mit amerikanischem Einschlag. Inhaber Victor Barlow wuchs in Edinburgh über einer italienischen Eisdiele auf. Er war 15 Jahre alt, als er dort einen Job annahm, stieg zum Manager auf und erbte die Originalrezepte. In Oxford stellt er heute mehr als 600 Eissorten her, darunter „Dulce De Leche“, „Mascarpone“, „Tiramisu“, aber auch „Birthday Cake“, „Egg Nog“ und „Pumpkin Pie“. (scottishhighlandcreamery.com)

Quelle: Capital Region USA

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