North Carolina besitzt eine rund 500 Kilometer lange Küste entlang des Atlantiks. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 15 °C herrscht hier zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Klima. Endlose Strände, schöne Leuchttürme und romantische Kleinstädte lassen das Herz jedes Reisenden höher schlagen.

  • Auf den “Outer Banks”, einer dem nördlichen Küstenabschnitt vorgelagerten Kette von Barriereinseln, wurde die erste englische Kolonie gegründet. Zwar scheiterte dieser Siedlungsversuch letztlich, und um das Verschwinden der Kolonisten ranken sich bis heute die verschiedensten Geschichten, die unter anderem jeden Sommer in der Freilichtaufführung The Lost Colony erzählt werden. Angeblich soll hier auch der Pirat Blackbeard sein Unwesen getrieben und riesige Schätze versteckt haben, die noch irgendwo vergraben sein sollen – gefunden hat sie bisher noch niemand.
     
  • Ein paar Kilometer weiter im Landesinneren entfaltet sich amerikanische Geschichte in der Region um den Albemarle-Sund und Städte wie Halifax, Murfreesboro, Edenton, Washington und Bath, der mit über 300 Jahren ältesten Stadt North Carolinas.
     
  • Mindestens ebenso geschichtsträchtig ist die weiter südlich gelegene Crystal Coast, die von Einheimischen auch gerne als „North Carolinas Juwel“ bezeichnet wird. Diese Umgebung lädt ein zum Entspannen, Genießen und Träumen. Eine Reise an die Crystal Coast verzaubert jeden, der das Meer, Sandstrände und charmante Kleinstädte liebt!
     
  • In Grandy auf einer Halbinsel im Norden der Küste von North Carolina (am US Hwy 158) wird sogar deutsches Bier gebraut. Der bayerische Landwirt Uli Bennewitz begann in den achtziger Jahren in seiner Weeping Radish Farm Brewery Bier zu brauen, zunächst Münchner Helles, inzwischen auch Kölsch und Alt – und das in der gleichen Brauerei, was für eingefleischte Bierfreunde aus Köln oder Düsseldorf natürlich ein Sakrileg ist. (www.weepingradish.com)
     
  • Das historische Städtchen Edenton, das am Chowan River im Norden North Carolinas liegt, ist auch bekannt als „schönste Kleinstadt des Südens“. Bei einer Trolley-Tour oder einem geführten Rundgang durch Edenton lernt man die Highlights der Stadt kennen: das 1767 Chowan County Courthouse, die Historic Edenton State Historic Site, das 250 Jahre alte Cupola House, das 1886 Roanoke River Lighthouse, und vieles mehr.
     
  • Die Stadt Williamston liegt direkt am Roanoke River und ist gekennzeichnet durch die vielen historischen Gebäude, einem aufstrebenden Stadtzentrum und dem Senator Bob Martin Agricultural Center, in dem zahlreiche Reitveranstaltungen und weitere Events stattfinden.
     
  • Washington wurde im Jahre 1776 gegründet und war die erste Stadt in Amerika, die nach George Washington benannt wurde. Die Innenstadt bietet Ihnen eine große Auswahl an Geschäften und Restaurants, sowie die Pamlico River Promenade und das North Carolina Estuarium, einem Bildungszentrum, das sich mit dem Ökosystem der Region auseinandersetzt.
     
  • New Bern, die zweitälteste Stadt und erste Hauptstadt North Carolinas und der Geburtsort einer beliebten koffeinhaltigen Limonade, liegt auf einer Halbinsel. Zu den 150 historischen Gebäuden der Stadt zählt auch Tryon Palace, ein georgianisches Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert.
     
    Der deutsche Name ist die sichtbaren Spur einer langen Siedlungsgeschichte, die schon lange vor der Entstehung der USA begann. Viele protestantische Einwanderer aus Europa, besonders Hugenotten und Deutschschweizer ließen sich an der Flussmündung der Neuse an der Ostküste nieder und gründeten dort 1701 die Stadt New Bern, benannt nach der Schweizer Bundesstadt Bern. Sie ist somit die zweitälteste Stadt dieses Staates und war während der Kolonialzeit Regierungssitz.
     
    In der alten Kolonialhauptstadt North Carolinas können Touristen in nachgewiesenen Spukhäusern übernachten. In der Harvey Mansion (theharveymansion.com) von 1797 sollte man dann Besuch einer Dame bekommen, die einfach durch die Wand ins Zimmer kommt – seltener ein fünfjähriges Mädchen, das auch keine Türen öffnen kann. Wer die Übernachtung inklusive nächtlicher Kutschenfahrt durch die alte Stadt bei Ghosts of New Bern (www.ghostsofnewbern.com) bucht, erhält als Bettlektüre auch noch den gleichnamigen Bestseller voller Horrorgeschichten. Das Unternehmen bietet ebenfalls spukige Stadtrundgänge für alle die an, die Hotels ohne Geister bevorzugen.

    New Bern ist der Geburtsort eines weltberühmten Getränks: Auf der Middle Street erfand Caleb Bradham in seiner Apotheke einst ein Getränk, das er zunächst „Brad’s Drink“ taufte und sich später als „Pepsi Cola“ patentieren ließ. Heutzutage können Besucher im Birthplace of Pepsi ihren Durst stillen und sich mit Souvenirs ausstatten. Das historische Gebäude von Bradhams „Pharmacy“ ist zu besichtigen.
     

  • Swansboro wird auch die „freundlichste Stadt am Meer“ genannt und befindet sich dort, wo der White Oak River und der Intracoastal Waterway aufeinandertreffen. Das historische Viertel der Kleinstadt, hat neben individuellen Boutiquen auch historische Gebäude und populäre Restaurants zu bieten.
     
  • Ruhe, Einsamkeit und unberührte Natur – das bietet Hammocks Beach State Park in der Nähe von des Städtchens Swansboro. Nur ein Teil dieses Parks ist auf dem Festland angesiedelt, der größte Teil liegt auf Bear Island und ist nur per Fähre, mit einem privaten Boot, einem Kanu oder Kajak zu erreichen. Abenteurer, die sich für eine Tour entlang des Kajak/Kanu Trail entscheiden, können mit den Großen Tümmlern, die hier leben auf Tuchfühlung gehen. Schöne Muscheln sammeln oder vorsichtig nach den Nestern von Wasserschildkröten Ausschau halten sind wirklich einzigartige Erlebnisse! Wer hier im Winter sein Zelt aufschlägt, für den gibt es nur das Meer, den Sand, den Himmel und die Sterne – es scheint, als wäre der Begriff „Entschleunigung“ genau an diesem Ort geprägt worden.
    Wer zum Klang des Meeresrauschens einschlummern möchte, sollte sein Zelt auf der abgeschiedenen Insel Bear Island aufschlagen. Diese gehört zum Hammocks Beach State Park und ist nur per Fähre oder Kajak erreichbar. Zwischen Atlantik, hohen Dünen und maritimem Wald ist man der Natur besonders nah.
Camping im Hammocks Beach State Park bei Swansboro, North Carolina, USA. Foto: VisitNC.com
Camping im Hammocks Beach State Park bei Swansboro. Foto: VisitNC.com
Camping im Hammocks Beach State Park bei Swansboro, North Carolina, USA. Foto: VisitNC.com
Camping im Hammocks Beach State Park bei Swansboro. Foto: VisitNC.com
  • Noch weiter südlich schließt sich die Cape Fear Coast an mit Wilmington, North Carolinas größtem und tiefsten Seehafen und zugleich das heimliche Hollywood der Ostküste. Das Städtchen Southport diente bereits unzählige Male als Filmlocation für mehr als 40 Filme und Serien. Weitaus gemütlicher geht es hingegen auf den vorgelagerten Brunswick Islands an einsamen Stränden und in kleinen Hafenstädten zu.
     
  • An der Atlantikküste findet man auch die drei staatlichen Aquarien: in Manteo, Kure Beach und Pine Knoll Shores.
     
  • Der knapp 4,5 Hektar große See im Cliffs of the Neuse State Park vermittelt alpines Feeling in Küstennähe und verbindet die Annehmlichkeiten eines Schwimmbadbesuchs mit dem Naturerlebnis eines Badesees. Der Sandstrand am See, umrandet von Schatten spendenden grünen Wäldern, lädt zur wohl verdienten Erholung ein, vor allen Dingen, wenn man vorher eine ausgedrehte Wanderung durch den Park unternommen hat. Ein Imbissstand und ein Badehaus komplettieren das Angebot und machen Cliffs of the Neuse State Park zu einem tollen Ausflugsziel für die ganze Familie!
     
  • Der African-American Heritage Trail in Fayetteville führt zu historisch bedeutsamen Stationen in der Vergangenheit der von Schwarzafrikanern abstammenden Einwohner dieser Region. Dazu gehören zum Beispiel die 1893 erbaute Evans Metropolitan A.M.E. Zion Church, deren Gemeinde von einem dunkelhäutigen Schuhmacher und methodistischem Priester gegründet wurde, die Orange Street School, das 1915 von einem amerikanischen Unternehmer schwarzafrikanischer Abstammung als erstes eigenes Schulgebäude für Dunkelhäutige in Fayetteville errichtet wurde, sowie das Market House, wo bis 1865 Sklaven gehandelt wurden. Schließlich kann man auch den Museum of the Cape Fear Historical Complex besichtigen, wo das Leben vieler Amerikaner schwarzafrikanischer Herkunft anhand diverser Exponate nacherzählt wird.
     
  • In Fayetteville kommen sowohl Adrenalinjunkies als auch Familien mit Kindern voll auf ihre Kosten. Hier kann man sogar über einen Wasserfall oder im Dunkeln Ziplinen. Besonders im Herbst, wenn die Landschaft mit all ihren Farben die perfekte Kulisse bietet, lohnt sich eine Ziplining Tour durch North Carolina. Das Abenteuer „ZipQuest Waterfall and Treetop Adventure“ lädt zu einer NightQuest ein. Hierbei bahnen sich Abenteurer mit einer Helmlampe den Weg entlang von Ziplines, durch alte Bäume und vorbei an einem Wasserfall.

Pettigrew State Park / Lake Phelps

Der Pettigrew State Park in der Nähe von Creswell lockt mit einem der größten Seen des Staates, Lake Phelps, ganzjährig Hobbyfischer und Vogelfreunde an. Während sich die Angler über ein reichhaltiges Angebot an Forellenbarschen und Amerikanischen Flussbarschen freuen, ist die Region rund um den See, der im Winter Tausenden von Vögeln eine Heimat bietet, ein wahres Paradies für Ornithologen. Zwergschwäne, Kanadagänse, Eisvögel und verschiedene Reiherarten können hier in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Der weitläufige Wald aus knorrigen alten Bäumen lässt den State Park wie ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit erscheinen. Unweit von Lake Phelps liegt Somerset Place, eine historische Plantage, die einen Einblick in das Leben in North Carolina im 19. Jahrhundert bietet. (ncparks.gov)

North Carolina – die Wiege des Motorfliegens

Eine eigene Reise wert sind die zahlreichen Museen North Carolinas, die sich dem Traum vom Fliegen verschrieben haben.

  • Der ganze Staat ist von der Luftfahrt fasziniert, was kein Wunder ist: die Gebrüder Wright ließen an der Küste North Carolinas am 17. Dezember 1903 das erste wackelige Motor-Flugzeug abheben. Der Jungfernflug fand in Kill Devil Hills statt und natürlich ist der namensgebende Hügel heute eine Pilgerstädte für Piloten und Flugzeugfans aus aller Welt. Ein 18 Meter hoher Granitpfeiler im Wright Brothers National Memorial markiert die Stelle, an der die Wrights den ersten mutigen Sprung wagten. Und rings um den Hügel gibt es Wissenswertes über die legendären Himmelstürmer und das Fliegen zu lernen.
     
  • Am Flughafen von Dare County würdigt das Dare County Regional Airport Museum einen anderen großen Mann der Luftfahrtgeschichte: John David Driskill. Driskill brachte sich das Fliegen selbst bei und galt als einer der besten Testpiloten Amerikas (www.co.dare.nc.us/airport/museum.asp).
     
  • Wer sich für militärische Flugzeuge interessiert, sollte sowohl das Pope Air Force Base Museum in Fayetteville als auch das Seymour Johnson Air Force Base Museum in Goldsboro besuchen. Dort sind so beeindruckende Maschinen wie die Curtiss P-40N Warhawk, die Fairchild C-119C, die Sabre und die F4C Phantom II ausgestellt.
     
  • In Fayetteville befindet sich das Airborne & Special Operations Museum, in dessen Lobby Besucher schon von zwei riesigen Fallschirmen empfangen werden und das die Geschichte der taktischen Luftoperationen von 1940 bis heute anschaulich darstellt. (www.asomf.org)
     
  • Eine wunderschöne Aussicht auf die Sandhills Wasserfälle in Fayetteville bietet Zip Quest Waterfall & Treetop Adventure am Ende einer zweieinhalbstündigen Tour mit 16 Landepunkten und abwechslungsreichen Routen. (www.zipquest.com)

Unterwegs mit dem Hund

Ausgedehnte Spaziergänge und Wasserspaß an der Küste: Orte, wo Hunde nicht nur gerne gesehen werden, sondern wo sie sich richtig heimisch fühlen können.

Die 1963 in Atlantic Beach eröffnete Atlantis Lodge mit dem Retrocharme zählt schon seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Reisezielen für Hundebesitzer. Viele Gäste kommen Jahr für Jahr wieder hierher. Das große Waldgebiet der Lodge wird von Hunden und Menschen gleichermaßen gerne bei ausgedehnten Spaziergängen erkundet (Achtung: Leinenpflicht). Für freies Spielen und Laufen steht der umzäunte Dog Park zur Verfügung. (www.atlantislodge.com)

Der Familienbetrieb Oak Island Accommodations hat mehr als 175 hundefreundliche Ferienangebote im Programm. Gäste, die mit einem Hund anreisen, erhalten bei Ankunft von der jeweils ortsansässigen Tierhandlung ein kleines Willkommengeschenk. Zu den beliebtesten Hundeunterkünften auf Oak Island zählt Sea Dogs am westlichen Ende der Insel. Die Unterkunft wartet mit jeder Menge Annehmlichkeiten für unsere vierbeinigen Freunde auf, darunter ein schattiger Auslauf, eine abgeschlossene Veranda mit einem einfachen Zugang für die Tiere und eine „Hundewaschstation“, die nach einem Tag am Strand für sauberes Fell sorgt. (www.rentalsatthebeach.com)

Restaurants

  • Wilber´s Barbecue in Goldsboro ist nicht nur bekannt für seine „Spicy Hot Sauce“ und leckeres über einer Feuerstelle gegrilltes Schweinefleisch, sondern auch dafür, dass hier Berühmtheiten wie Präsident George W. Bush, Präsident Bill Clinton sowie diverse Gouverneure bereist gespeist haben. Mit 11 Angestellten begann das kleine Unternehmen im Jahr 1962 noch mit dem Namen „Hwy. 70 Barbecue“, heute beschäftigt der Eigentümer und Namensgeber des Restaurants über 100 Mitarbeiter! (www.wilbersbarbecue.com)

Quelle: North Carolina Division of Tourism

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