In Amerika isst man nur Hamburger, Pommes frites, Hot Dog, Steak und trinkt dazu einen großen Becher Cola. Weitverbreitet sind diese Klischees über die amerikanische Küche. Bei einer Reise werden Sie dennoch über die Vielfalt der Speisen überrascht sein. Aber wenn Sie möchten, natürlich auch allerorts einen deftigen Burger genießen können.

Fresh Homemade Burger. Foto: picjumbo
Ein frisch zubereiteter Burger. Foto: picjumbo

Als klassisches Einwanderungsland hat sich in der amerikanischen Küche eine Vielzahl an Elementen der jeweiligen Herkunftsländer mit den regionalen Besonderheiten gepaart, die der Boden hergibt. So ist eine sehr abwechslungsreiche und raffinierte Küche entstanden. Jeder Bundesstaat und jede Region hat seine eigenen Spezialitäten.

Im Bereich der kalifornischen Küste etwa werden Sie viele fangfrische Meeresspezialitäten genießen können, die sich durch mediterrane oder auch asiatische Zubereitung auszeichnen. Mittlerweile überall in den USA verbreitet und sehr beliebt ist die sogenannte Tex-Mex-Küche. Es ist eine Abwandlung der typisch mexikanischen Küche, die überaus schmackhafte, aber etwas weniger scharfe Enchiladas, Burritos, Tortillas und manches mehr bietet.

Restaurantbesuch in den USA

In Restaurants ist es üblich, sich nicht selbst einen Tisch zu suchen, sondern am Eingang zu warten, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt. Ein Schild am Eingang weist meist darauf hin („Please wait to be seated“). Man kann sich zunächst auch nur die Speisekarte zeigen lassen („menu“) und dann entscheiden, ob man Platz nimmt oder nicht. In Restaurants mit getrennten Raucher- und Nichtraucherzonen wird man dann gefragt, in welchem Bereich man sitzen möchte („Smoking or non?“).

Bei den Preisen auf der Speisekarten ist die Steuer nicht inbegriffen. Je nach Bundesstaat kommen noch 5-15 % Steuer und 15-20 % Trinkgeld dazu.

Das Mittagessen („Lunch“) ist meistens günstiger als die Hauptmahlzeit, das Abendessen („Dinner“), das von ca. 18 bis 21 Uhr serviert wird. Viele Restaurants schließen bereits um 22 Uhr. Die Gläser werden oft mit Eiswürfeln bis obenhin vollgeschüttet, bevor man Wasser, Cola oder Bier dazufüllt („No Ice, please“). Kaffee bekommt man kostenlos nachgeschenkt („refill“).

Die Bedienungen sind sehr freundlich und erkundigen sich regelmäßig nach ihrem persönlichen Wohlergehen. Nach dem Essen erhält man oft ohne Aufforderung die Rechnung. Man bezahlt die Rechnung und lässt das Trinkgeld (ca. 15 – 25 %) am Tisch liegen. In einigen Restaurants zahlt man nicht bei der Bedienung, sondern an der Kasse am Ausgang oder an der Theke. Sollten Sie mal nicht alles aufessen, können Sie den Rest mit nach Hause nehmen. Fragen Sie die Bedienung nach einem „Doggy Bag“,

Falls Sie ein dringendes Bedürfnis haben, fragen Sie nicht nach der „toilet“ sondern nach dem „restroom“ oder „bathroom“.

Eine günstige Alternative bieten die Shoppingcenter. In fast jedem Einkaufszentrum befindet sich ein „Food Court“ mit verschiedenen Anbietern zur Auswahl (meist Fast Food).

Gefüllter Truthahn (Rezept für 6 Personen)

Eine typisch amerikanische Spezialität ist der Truthahnbraten, der alljährlich zu Thanksgiving (dem Erntedank-Fest) im Kreis der Familie verspeist wird. Wenn Sie möchten, können Sie dieses üppige Mahl auch für Ihre Lieben zubereiten.

Zutaten:
1 Truthahn (am Stück, ohne Hals und Innereien)
100 g Butter
250 g geräucherter Speck (gewürfelt)
100 ml Weißwein
100 ml Hühnerbrühe
½ Staude gewürfelter Sellerie
2 Äpfel (geschält, entkernt und gewürfelt)
2 Zehen gehackter Knoblauch
3 große gehackte Zwiebeln
1 Bund gehackte Petersilie
½ kg trockenes Weißbrot (gewürfelt)
3 EL Mehl
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss, Paprikapulver

Zubereitung:
Waschen Sie den Truthahn gut ab, tupfen Sie ihn anschließend trocken und salzen Sie ihn. Nun fertigen Sie die Füllung an: Braten Sie dafür den Speck in einer Pfanne kurz an und geben Sie die Zwiebeln, den Knoblauch und den Sellerie hinzu und lassen das Ganze ebenfalls kurz anschwitzen. Vermengen Sie den Pfanneninhalt anschließend mit den Brotwürfeln, den Äpfeln und der Petersilie, geben einen Schuss Weißwein, etwas von der Brühe sowie die Gewürze hinzu und kneten Sie das Ganze leicht durch. Die Füllung sollte dabei nicht zu feucht werden. Nun können Sie den Truthahn mit der Masse füllen.

Heizen Sie nun den Backofen auf 180 Grad Celsius vor.

Geben Sie jetzt den gefüllten Truthahn in eine Backform, geben hierein auch noch etwas Brühe und Weißwein, damit das Fleisch besser ziehen kann. Der Truthahn sollte etwa drei Stunden braten. Zwischendurch sollten Sie den Vogel immer wieder mit dem Fond bestreichen, damit er nicht zu trocken wird.

Vor dem Servieren sollten Sie den Truthahn etwa eine Viertel Stunde ruhen lassen.

Aus dem Bratenfond, der nun in der Backform ist, können Sie nun mit etwas Mehl und einem Schuss Brühe noch eine schmackhafte Sauce zaubern.

Zu einem echten Thanksgiving-Truthahn werden traditionell Süßkartoffeln, Kürbiskuchen (pumpkin pie) und Cranberrysauce gereicht. Ein Apfelkuchen (apple pie) rundet das Festmahl ab.

Quelle: Sprachenlernen24

Essen und Trinken
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