In den Marschlandschaften nahe des Ashley River legten 1670 englische Siedler nach einer stürmischen Überfahrt aus Barbados an, mit Hilfskräften und Sklaven aus Afrika an Bord. Sie gründeten hier das, was der Geburtsort der ‚Carolinas‘ werden sollte, erstellten das System der Plantagen im Süden der USA und bauten eine der wichtigsten Hafenstädte des Kontinentes, das heutige Charleston.

Highlights

Kiawah Island

Kiawah Island liegt vor der Küste South Carolinas, nur 45 Minuten vom malerischen Küstenstädtchen Charleston entfernt. Vier Golfplätze sind auf der Insel zu finden, wovon der Ocean Course der bekannteste ist und die größte Herausforderung an das Können des Golfers stellt. 10 der 18 Löcher ziehen sich über drei Kilometer am Dünenstrand des Atlantischen Ozean entlang

Historische Gartenanlagen bei Charleston

Bereits zu Kolonialzeiten wurden die ersten Gärten von Plantagenbesitzern angelegt.

Magnolia Plantation and Gardens

Die Magnolia-Plantage wurde 1676 von der Familie Drayton gegründet. Hier befinden sich die ältesten öffentlichen Gärten der USA, die bereits seit 1870 für Besucher zugänglich sind. Das 200 Hektar große Anwesen am Ashley River hat den größten romantischen Garten der USA und eine der schönsten Kameliensammlungen der Welt zu bieten.

Vor nunmehr drei Jahrhunderten legten Thomas Drayton und seine Frau Ann nach ihrem Umzug in die englische Kolonie Charles Towne, dem heutigen Charleston, im Jahre 1679 die ersten Gärten auf dem Grundstück an. Etwa 150 Jahre später schenkte ein anderes Mitglied der Familie Drayton die Gärten seiner Frau als Liebesbeweis. Neben den romantischen Gärten verfügt die Magnolia-Plantage außerdem über ein nachgebildetes Haus der damaligen Zeit, ein angelegtes Labyrinth, Sklavenunterkünfte aus Vorkriegszeiten, einen Streichelzoo und einen Schwarzwassersumpf mit Zypressen und Tupelobäumen, der einst als Reservoir für die Reisfelder genutzt wurde. (www.magnoliaplantation.com)

Middleton Place

Bei Charleston liegt auch Middleton Place, eine der ältesten Plantagen der USA. Die 45 Hektar große Plantage am Ashley River ist als National Historic Landmark ausgewiesen. In Middleton Place lebte Henry Middleton, Präsident des ersten Kontinentalkongresses, mit seinem Sohn Arthur, der zu den Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung gehörte. 1741 begann Henry Middleton mit dem Anlegen der Gärten, die nun von Nachfolgern der Middletons restauriert wurden.

Die Gärten spiegeln die elegante Symmetrie des europäischen Designs aus dem 17. Jahrhundert wider. Hier wachsen die ältesten Kamelien in der Neuen Welt, die 1786 vom französischen Botaniker Andre Michaux gepflanzt wurden. Die Middleton-Eiche auf dem Grundstück ist schätzungsweise knapp 1.000 Jahre alt. Auf Führungen durch das Hausmuseum wird die zentrale Rolle der Middletons in der amerikanischen Geschichte erläutert. In den ‚Stables‘, nach außen offenen Stallungen der Plantage, demonstrieren in historische Kostüme gekleidete Handwerke, wie Schmied, Töpfer, Zimmermann und Weber, jene Fertigkeiten, die früher zur Selbstversorgung einer Lowcountry-Plantage erforderlich waren. (www.middletonplace.org)

Cypress Gardens

In dem 70 Hektar großen Sumpf/Garten in Moncks Corner nordwestlich von Charleston kann man durch ein Schmetterlingshaus gehen, wunderschöne Pflanzen bestaunen, Vögel beobachten und vieles andere mehr. Im Swamparium kann man Bekanntschaft mit den Fischen, Reptilien und Amphibien schließen, die in dem Sumpf und den nahegelegenen Wasserläufen beheimatet sind. Das Heritage Museum erzählt anhand von Texten und Gegenständen der Sklaven, die dort gefunden wurden, die Geschichte dieser ehemaligen Reisplantage.

Der Sumpf/Garten ist leicht zugänglich und umfasst 6,5 Kilometer Wanderwege; mit Flachbooten kann man den Sumpf auf ganz besondere Art erleben. Die Gärten waren früher Teil der Dean Hall Plantage und sind im Frühling besonders reizvoll, wenn die Azaleen, Hartriegel, der Blauregen und die Narzissen in voller Blüte stehen. Der Sumpf ist in vielen Szenen des Films „Der Patriot“ mit Mel Gibson aus dem Jahr 2000 zu sehen. (www.cypressgardens.info)

Boone Hall Plantation & Garden

Boone Hall in Mt. Pleasant, nordöstlich von Charleston, ist eine der ältesten Plantagen in den USA, die heute noch betrieben werden. Sie wurde von Major John Boone gegründet. Die berühmte Eichenallee ist 1,2 Kilometer lang und von Eichen gesäumt, von denen Louisianamoos herab wächst. Die Bäume wurden 1743 gepflanzt. Neben der Eichenallee liegen neun originale Sklavenunterkünfte, in denen die Hausangestellten und Handwerker der Plantage lebten. Diese Unterkünfte in der sogenannten Slave Street (Sklavenstraße) sind einige der wenigen noch erhaltenen ihrer Art im Südosten und sind die einzigen Sklavengebäude aus Ziegelstein in den USA.

Boone Hall und seine Außenanlagen dienten als Drehort für die Mini-Fernsehserien „Fackeln im Sturm“ von John Jakes, die zu Zeiten des Sezessionskriegs spielt, für Alex Haley’s „Queen“ und für viele andere Produktionen. Seit mehr als 320 Jahren werden hier Obst und Gemüse angebaut und produziert. Heute wachsen hier Pfirsiche, Erdbeeren, Tomaten und Kürbisse sowie viele andere Obst- und Gemüsesorten, die in den entsprechenden Jahreszeiten sogar selbst gepflückt werden können. (www.boonehallplantation.com)

Spukendes Gefängnis in Charleston

Geisterjägern, die an Halloween unter kundiger Führung ganz besonders grausame Schreckensbilder heraufbeschwören möchten, garantiert das spukende Gefängnis Gänsehaut pur. Auf dem Rundgang durch die Gänge, Quartiere der Wächter und Zellen des Charleston Old City Jail verschmelzen Realität und Fantasie auf kuriose Weise. Der Guide zeigt die originalen Orte, wo die berüchtigtsten Kriminellen von 1802 bis 1939 hinter Gitter saßen – von Piraten des 19. Jahrhunderts bis zu Gefangenen des Civil War. Und wer seine Ohren aufsperrt, kann sogar das Aufschreien der Häftlinge hören, deren Geister hier immer noch herumlungern.

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Charleston: Spukendes Gefängnis, Rundgang in 45 Minuten

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