Die Kanonen donnern, die Gewehre knattern, Begegnung mit Rangern in historischen Kostümen aus dem 17. Jahrhundert – das alles gibt es inzwischen auf der ‚neuen‘ historischen Anlage „Charles Towne Landing State Historic Site“.

Hier, in den Marschlandschaften nahe des Ashley River, legten 1670 englische Siedler nach einer stürmischen Überfahrt aus Barbados an, mit Hilfskräften und Sklaven aus Afrika an Bord. Sie gründeten hier das, was der Geburtsort der „Carolinas“ werden sollte, erstellten das System der Plantagen im Süden der USA und bauten eine der wichtigsten Hafenstädte des Kontinentes, das heutige Charleston.

1970 eröffnet unter dem Namen „Charles Towne Landing 1670“, wurde diese etwa 270 ha große Anlage im Jahre 2006 umgebaut, mit besonderem Augenmerk auf ihrer bewegten Vergangenheit, angefangen mit der Kolonialisierung durch englische Siedler.

Neben dem regen Austausch mit historisch gekleideten Park-Rangern kann man sich selbst mithilfe einer Audiotour auf faszinierende Spurensuche begeben, tief hinein in die Geschichte der ersten Siedler, ihres Überlebenskampfes in der Wildnis des Lowcountry und den ersten Begegnungen mit dem hier ansässigen Stamm der Kiawah Indianer. Die Audiotour führt durch 12 Räume mit spannenden interaktiven Ausstellungen, die Groß und Klein ansprechen. Im Freien kann man alten Pfaden folgen, die sich zwischen betagten Eichen und farbenprächtigen Magnolien hindurch winden.

Legare-Waring House, Charles Towne Landing State Historic Site, Charleston, South Carolina, USA. Foto: Brian Stansberry bei Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Legare-Waring House, Charles Towne Landing State Historic Site. Foto: Brian Stansberry bei Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Am Fluss ankert die „Adventure“, der originalgetreue Nachbau des Segelschiffs aus dem 17. Jahrhundert, mit dem die ersten Siedler anlandeten. An Bord gehen und auch unter Deck klettern, um die Kajüten der Mannschaft zu inspizieren, erlaubt einen weiteren faszinierenden Blick in die damalige Zeit.

Auf dem Gelände von Charles Towne Landing finden das ganze Jahr hindurch große und kleine Ereignisse, Ausstellungen und Vorführungen statt, wie der Aufbau eines kolonialen Feldlagers, archäologische Funde und Ausgrabungen. Zwischen Mai und November gibt es jeden dritten Samstag eines Monats Vorführungen mit mächtigem Kanonendonner. Dieser Teil eines „Living History“ Programms, ist eine lebendige Erinnerung an die ersten Jahre der Ansiedlung, als die Siedler von Charles Town Landing die spanische Flotte fürchteten, die nur drei Segeltage entfernt in St. Augustine, Florida, ankerte. (www.southcarolinaparks.com/ctl)

Quelle: South Carolina Tourism Office

Charles Towne Landing State Historic Site
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