Nicht nur Seattle hat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, auch die Umgebung beeindruckt mit ihren wunderschönen Gebieten. Die Washington State Ferry bringt Besucher nach Bainbridge Island. Weiter auf dem Highway 101, erreicht man Port Angeles auf der malerischen Olympic Peninsula, den nördlichen Ausgangspunkt zum Weltkulturerbe Olympic Nationalpark. Die atemberaubend schöne Natur bildet den perfekten Kontrast zur urbanen Atmosphäre in Seattle.

Mit knapp 3.800 Quadratkilometern Nationalpark und 120 Kilometern Meeresküste kann man sich auf der Olympic Peninsula, der olympischen Halbinsel, auf ein abwechslungsreiches Vergnügen in freier Natur freuen! Ursprüngliche Strände, von Gletschern gekrönte Bergwiesen und dichte Regenwälder prägen das Erlebnis der Olympic Peninsula.

Auf der Reise von Seattle zur Olympischen Halbinsel sollte der erste Zwischenstopp in der Hafenstadt Port Townsend erfolgen. Hier kann man maritimes Flair erleben, viktorianische Architektur bewundern, in Antiquitätenläden stöbern und die hervorragende regionale Küche genießen. Zudem bieten Parks, Strände, Rad- und Fußwege perfekte Erholungsmöglichkeiten.

Weiter in westlicher Richtung liegt Sequim, wo man frische Beeren und Muscheln sammeln kann. Unbedingt probieren sollte man den „Dungeness Crab“ – der Pazifische Taschenkrebs ist hier eine köstliche regionale Spezialität! In dieser Gegend gibt es außerdem ganze 30 Lavendel-Farmen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Von Sequim aus führen Abstecher in den mystischen Olympic National Forest oder in das Dungeness National Wildlife Refuge, wo man neben einer üppigen Vogelwelt auch die längste Sandbank der Vereinigten Staaten vorfindet.

Port Angeles ist eine weitere sehenswerte Stadt auf dem Weg gen Westen. Sie ist ein beliebter Basispunkt für Ausflüge in die umliegende Natur, wie z.B. Hurricane Ridge im Olympic Nationalpark. In einem der lokal ansässigen Weingüter sollte man sich eine Pause gönnen und den ein oder anderen guten Jahrgang aus der Region probieren.

Olympic Nationalpark

Der Olympic Nationalpark wurde im Jahre 1938 gegründet, um Roosevelt-Hirsche, Regenwald sowie die wilde Pazifikküste unter Naturschutz zu stellen. Seit 1976 ist er als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen und wurde 1981 zum Weltnaturerbe erklärt.

Olympic Nationalpark Sign, Washington, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Olympic Nationalpark. Foto: usa-reisetraum.de

Der Park ist einer der vielfältigsten und abwechslungsreichsten Nationalparks der USA. Das Gebiet bietet dem Besucher atemberaubende Ausblicke auf malerische Berglandschaften, blumenübersäte Bergwiesen, weite Lavendelfelder, tiefgrüne Regenwälder, glasklare Seen, wilde Wasserfälle, unberührte Pazifikküste und lädt ihn zur Besichtigung alter Pionierhütten ein.

Im Olympic Nationalpark regiert Mutter Natur

An der Pazifikküste wimmelt es von bunten Meerestieren und Pflanzen. In tiefen Tälern gedeihen uralte Baumbestände mit Bäumen, die eine Höhe bis zu 100 Meter erreichen. Unterschiedliche Niederschlagsmengen schaffen im Westen der Halbinsel Regenwälder und im Osten trockenen, von Waldbränden geprägten Forst.

Auf einer Tour durch den Park wird wirklich alles geboten. Neben der einzigartigen Panoramaaussicht vom Hurricane Ridge, Spaziergängen an den Stränden von Kalaloch-, Rialto- und Ruby-Beach sowie dem Besuch des Lake Quinault und Lake Crescent können Reisende auch durch den interessanten Hoh Rain Forest wandern. Auch ein Besuch der Stadt Forks – Handlungsort der berühmten Twilight-Triologie von Stephenie Meyer – ist möglich.

Drei Parks in einem – Wo Berge, Ozean und Regenwald sich die Hand reichen

Der Olympic Nationalpark ist ist ein wahres Naturereignis. Auf etwa der Hälfte der Olympic Peninsula erstrecken sich drei verschiedene Ökosysteme in diesem Nationalpark: Die rauen Gletscher und schneebedeckten Berge der Olympic Mountains, rund hundert Kilometer wilde und naturbelassene Pazifikküste und dazu Regenwälder in gemäßigten Breiten. Die extrem abwechslungsreiche Flora und Fauna machen den Olympic Nationalpark zu einem der vielfältigsten Naturschutzgebiete der Vereinigten Staaten. Denn nur bei einer Handvoll Plätzen auf der Welt hat man die Gelegenheit, drei Ökosysteme in unmittelbarer Nähe voneinander zu erleben.

  • Die wilde Küste
    Zum Park gehören 117 km wilde Küste. Diese Landschaft ermöglicht dem Besucher einen Einblick in die Welt der Indianerstämme die diese Gegend seit Jahrhunderten bewohnen. Kurze Pfade, sowie die Gelegenheit die einsame, zerklüftete Küste mit Rucksack und Zelt zu erforschen, locken viele Wanderer.
  • Urwald
    Vom Highway 101, der den Olympic National Park fast umrundet, führen Straßen in die gut zugänglichen Regenwälder. Riesenbäume und rauschende Gebirgsflüsse grüssen den Besucher des Urwaldes. Im nördlichen Teil der Halbinsel wachsen Baumriesen am Lake Crescent, im Heart O’the Hills und an den Ufern dea Sol Duc River und Elwha River. Im Osten der Halbinsel sind sie im Tal des Dosewallips River und in der Staircase Gegend zu finden. Im Westen kann man prächtige Regenwälder in den Tälern der Quinault, Queets, Hoh und Bogachiel River bewundern. Hier wandert man auf schmalen Pfaden. Wichtig ist dabei festes Schuhwerk, denn durch die heftigen Niederschläge ist der Boden durchweicht und somit nicht immer trittfest. Die Bäume sind von Moos überwuchert und auch die Luft ist feucht und neblig.
  • Schneebedeckte Berge
    Eine 27 km lange, kurvenreiche Bergstrasse führt von Port Angeles zum Hurricane Ridge Visitor Center, das auf einer Höhe von 1670 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Von hier aus kann man an einem klaren Tag das Innere des Parks mit seinen Wäldern und tiefen Tälern, und seine mit Schnee und glänzenden Gletschern bedeckte Bergkette bewundern. Die größte der sechzig Gletscherzungen im Gletschergebiet des Parks ist der Blue Glacier. Sie ist 4 km lang und 1,5 km breit. Mehr als vierzig Bäche stürzen von den Hängen des Massivs ins Meer. In nördlicher Richtung fällt der Blick auf die Strait of Juan de Fuca, und in der Ferne auf mehrere Inseln sowie Vancouver Island. Östlich von Port Angeles führt die Deer Park Road, eine steile, schmale Schotterstrasse auf einen kleinen Campingplatz am Blue Mountain (nicht für Anhänger und Wohnmobile geeignet).

Unberührte Natur mit Wasserfällen, Sandstränden und Felsenkliffe warten darauf, entdeckt zu werden. Auch der Hoh Regenwald mit einigen Wanderwegen sowie die Kalaloch Lodge, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf den Pazifik hat, sind einen Besuch wert.

Dort in der Nähe findet man auch das Städtchen Forks, die als Schauplatz und Drehort der „Twilight“-Trilogie bekannt wurde. Noch vor wenigen Jahren war Forks nur ein kleiner Ort im Nordwesten Washingtons – bis die Autorin Stephenie Meyer davon in ihren Vampirbüchern erzählte. Dann fegte die Twilight-Welle über das Land hinweg, und prompt war die Olympic Peninsula ein Pilgerort für Fans aus aller Welt. Vampirfans aus aller Welt kommen auch heute noch hierher, um auf den Spuren der Liebe zwischen den Hauptfiguren Bella und Edward zu wandeln. Vorm örtlichen Chamber of Commerce steht ein alter roter Pickup-Truck, der dem von Bella ähnelt. Hier gibt es auch jegliche Informationen, Fanartikel und Stadtpläne mit verzeichneten Orten aus den Büchern.

Nach dem Ausflug in die Vampirwelt steht ein weiteres „Must-See“ auf dem Plan: Hoh Rain Forest mit seinem gletschergespeisten Fluss. Durch den massiven jährlichen Niederschlag und den häufigen Nebel herrscht stets eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb dieser sattgrüne Wald zu den wenigen gemäßigten Regenwäldern des Landes gehört. Das Hoh Visitor Center ist der ideale Ausgangspunkt für Spaziergänge oder Wanderungen.

Die Halbinsel bietet außerdem eine abwechslungsreiche, natürliche Küste mit sandigen Stränden und zerklüfteten Felsen. Herrliche Sonnenuntergänge ziehen Fotografen und Romantiker gleichermaßen an.

In dieser Gegend sind auch viele Campingplätze vorhanden – sowohl für große Wohnmobile als auch für Zelte, die an abgeschotteten Strandabschnitten aufgeschlagen werden können. Die meisten davon sind das ganze Jahr hindurch geöffnet. Ausser in Kalaloch werden keine Reservierungen angenommen. Auf den Campingplätzen im Park sind weder Duschen noch Elektrizität vorhanden, die meisten sind jedoch mit Trinkwasser, Toiletten, Tischen und Feuerstellen ausgestattet.

Ein wahres Paradies für Outdoor-Begeisterte

Der Park ist zu 95 Prozent Naturschutzgebiet und reine Wildnis. Das Gebiet kann auf 960 km langen Wanderwegen auf Tagestouren oder Rucksacktouren durchquert werden. Und auch die Pazifikküste bietet die unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten.

Die abwechslungsreiche Tierwelt eignet sich besonders gut für Beobachtungstouren. Vor der Küste tummeln sich Wale, Seelöwen und Delfine, während an Land vor allem in den Niederungen Waschbären, Biber und Nerze leben. Auf Wapiti-Hirsche, Elche, Bären, Pumas und Streifenhörnchen kann man sowohl in den Tälern als auch auf den Bergwiesen treffen. Und die kann man mit etwas Glück auch sehen. „Wildlife Watching“ sollte sich kein Besucher während einer Wanderung im Olympic National Park entgehen lassen. Hinzu kommen über 300 Vogelarten, die in dem Gebiet zumindest einen Teil des Jahres verbringen.

Genehmigungen für Rucksacktouren (wilderness permits), Auskunft über Gebühren, Wanderkarten und Vorschriften für Nahrungsmittelaufbewahrung erhält man im Wilderness Information Center (WIC) hinter dem Olympic National Park Visitor Center in Port Angeles.

Besucherzentren

Das Olympic Park Visitor Center in Port Angeles befindet sich auf dem Weg zum Hurricane Ridge an der Mount Angeles Road. Die Station bietet Information, ein Orientierungsprogramm, eine Ausstellung, einen kurzen Naturpfad und einen Entdeckungsraum für Kinder. Das Forest Recreation Information Center befindet sich in Forks am Highway 101.

Im Sommer werden Spaziergänge in Begleitung eines Rangers angeboten, im Winter kann man an einer Schneeschuhwanderung in Hurricane Ridge teilnehmen. Für Kinder wird ein Junior Ranger Programm geboten.

Sol Duc Falls, Olympic Nationalpark, Washington, USA. NPS Photo

Sol Duc Valley

Heiße Quellen und hohe Berge im Olympic Nationalpark
Sicherlich fällt Besuchern schon aus der Ferne die von zahlreichen Gletschern bedeckte Gebirgskette der Olympic Mountains als erstes auf, dessen höchster Punkt der Mount Olympus ... mehr +

Foto: NPS Photo

Unterkunft

Zum Park gehören vier Lodges sowie Motels und Hütten. Reservierungen sind zu empfehlen.

  • Die Kalaloch Lodge an der Küste am Highway 101 südlich von Forks bietet Hütten, Motel, Lodge, Restaurant, Bar, Kiosk und eine Tankstelle. Ganzjährig geöffnet.
     
  • Die Lake Crescent Lodge liegt am südlichen Ufer des Lake Crescent und bietet Hütten, Motel, Lodge, Restaurant, Bar. Von Mai bis Oktober geöffnet.
     
  • Das Log Cabin Resort am nördlichen Ufer des Lake Crescent bietet Hütten, Motel, einen Campingplatz für Wohnwagen, Restaurant, Kiosk, Bootsverleih. Von April bis Oktober geöffnet.
    Offizielle Seite
     
  • Das Sol Duc Hot Springs Resort ist ungefähr von Mai bis September geöffnet. Es bietet Hütten, Campingplatz für Wohnwagen, Schwimmbad, heisse Mineralquelle, Massage, Kiosk, Restaurant.
     
  • Inmitten des Olympic Regendwaldes bietet die geschichtsträchtige Lake Quinault Lodge aus dem Jahre 1926 Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten. Am südlichen Ufer des Lake Quinault, nicht auf Nationalpark-Gebiet.

Anfahrt

Der Park befindet sich westlich von Seattle und ist von dort in rund 3 Stunden mit dem Auto über die Interstate 5 und den Highway 101 zu erreichen. Der Park kann das ganze Jahr über besucht werden, die meisten Unterkünfte und Geschäfte haben von Mitte April bis Ende Oktober geöffnet.

Olympic Nationalpark wird vom National Park Service verwaltet, weiterführende Informationen unter www.nps.gov/olym (englisch).

Olympic Nationalpark
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