Washington State liegt im äußersten Nordwesten der USA und grenzt im Norden an die kanadische Provinz British Columbia, im Süden an Oregon, im Osten an Idaho und im Westen an den Pazifik.

Der einzige Staat, der nach einem amerikanischen Präsidenten benannt wurden, trat der Union als 42. Staat am 11. November 1889 bei. Wegen seiner ausgedehnten grünen Wälder wird Washington auch „Evergreen State“ (immergrüner Staat) genannt.

Washington State Sign, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Welcome to Washington. Foto: usa-reisetraum.de

Die Hauptstadt ist Olympia mit etwa 50.000 Einwohnern. Hier steht als Regierungsgebäude seit 1927 ein Capitol, das im Stil dem gleichnamigen Gebäude in der Bundeshauptstadt Washington DC nachempfunden wurde. Die größte Stadt ist Seattle mit 640.000 Einwohnern, in deren Großraum rund um den Puget Sound leben etwa 3,5 Millionen Menschen. Das ist die Hälfte der insgesamt knapp sieben Millionen Einwohner Washingtons. Als Wahrzeichen Seattles gilt der 1962 errichtete und 184 Meter hohe Aussichtsturm – die Space Needle. Neben der atemberaubenden Aussicht kann man im Restaurant auch vorzüglich speisen. Der Geburtsort des Grunge-Musikstils bietet neben unzähligen Konzerten, Shoppingmöglichkeiten, Restaurants, Sportevents und Ausgehmöglichkeiten auch sehenswerte Museen.

Einen kulinarischen Höhenflug versprechen die Spitzenköche in ihren Spezialitätenrestaurants mit lokalen Erzeugnissen und einer ganz eigenen Kaffee-, Wein- und Bier-Kultur. Weinliebhaber können mit Alaska Airlines von Seattle nach Walla Walla fliegen, um dort die wunderschönen Weingüter zu besichtigen und an einer Weinverköstigung teilnehmen. Die Foundry Vineyards, Woodward Canyon, Seven Hills, The Rocks Vineyards, Three Rivers, Cougar Crest oder das Cadaretta Vineyard sind nur einige der unzähligen Weingüter und Weinkellereien, die besichtigt werden können. Eine vorangegangene Tour durch Walla Walla und seine historische Umgebung sowie einem abschließenden Winzer-Essen bei Marcus Whitmann oder Dunham Cellars, runden den Ausflug in die Weinberge perfekt ab.

Eine 90-minütige Boeing-Werkstour und einen Besuch im anliegenden Future of Flight Aviation Center in Everett, einen Aufenthalt im Hibulb Cultural Center – welches Einblick in die Geschichte amerikanischer Ureinwohner und die des Stamms Tulalip gibt – sowie das Tulalip Resort & Casino, können Highlights eines Ausflugs ab Seattle sein. Auch die malerische Küstenstadt Le Conner in nördlicher Richtung ist eine Reise wert. Danach bietet sich eine Fahrt nach Whidbey Island über den Deception Pass an. Die zu überquerende Washington-Brücke verbindet das Festland mit der Insel und lädt ein zum Fotografieren und Genießen.

Ein kleiner Tipp für Besucher mit Sehnsucht nach heimischen Gefilden: Leavenworth – etwa 3 Stunden von Seattle entfernt – ist ein nachgebautes bayerisches Dorf, in dem man unter anderem Schweinshaxn mit Sauerkraut und einer zünftigen Mass Bier genießen kann! Zahlreiche Festivals wie das Oktoberfest im Herbst oder das Christmas Lighting im Dezember lassen die bayerische Lebensfreude hochleben. Die nahegelegenen Cascade Mountains eignen sich hervorragend zum Wandern oder Camping. Am Wenatchee River werden Wildwasser-Rafting-Touren angeboten. Im Winter ist eine Fahrt mit dem Hundeschlitten besonders empfehlenswert. (www.leavenworth.org)

Paranormale Ermittler: Mit einfachen Spaziergängen geben sich die Geisterjäger der “Washington State Ghost Society” nicht zufrieden. Wenn sie auf die Pirsch gehen, sind sie mit Nachtsichtgeräten, Infrarotkameras, Magnetfelddetektoren und allerlei anderem Schnickschnack ausgerüstet, der in keinem gutsortierten “Ghostbuster”-Haushalt fehlen darf. Damit haben sie unter anderem versucht, einer Handvoll Geister im Oxford-Saloon von Snohomish auf die Schliche zu kommen. In und um dieses ehemalige Bordell aus Pioniertagen, das rund eine Autostunde nordöstlich von Seattle zu finden ist, sollen diverse Personen einst ein gewaltsames Ende gefunden haben. Die Geister der Opfer halten dem Etablissement aber hartnäckig die Treue und sorgen immer wieder für unerklärte Erscheinungen. (www.washingtonstateghostsociety.com)

Kostenlos regionale Köstlichkeiten aus Früchten und Nüssen genießen kann man bei Liberty Orchards in Cashmere, Washington, rund 200 Kilometer von Seattle entfernt. Bei einer Tour durch das Gelände und die Produktionsanlagen von Liberty Orchards kann man die Herstellung der süßen Leckereien beobachten und dabei auch gleich ein paar der schmackhaften Süßigkeiten probieren – natürlich gratis. Nicht umsonst wird eine Führung bei Liberty Orchards auch gerne „die süßeste Tour entlang des Cascade Loop“ genannt. (www.libertyorchards.com)

Landschaft

Der Staat bietet dichte Wälder, weitläufige Getreidefelder und wunderschöne Berge, die von Gletschern bedeckt sind. Der höchste Berg ist der Mount Rainier, dessen Gipfel 4392 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Weiter südlich erinnert der eindrucksvolle Krater des 2550 Meter hohe Vulkans Mount St. Helens an seinen spektakulären Ausbruch von 1980. Die Rocky Mountains im Westen des Staates erreichen Höhen zwischen 900 und 2100 Meter. Im Olympic Nationalpark erstrecken sich drei verschiedene Ökosysteme: Berge, Küste und Regenwald. Hier findet man über 1.000 Kilometer Wanderwege und den einzigen Regenwald gemäßigter Breiten auf nordamerikanischem Boden.

Mehr als ein Drittel Washingtons wird landwirtschaftlich genutzt, wobei die Getreideproduktion dominiert. Eine große Rolle spielt auch die Apfelernte. Weitere landwirtschaftliche Produkte aus Washington sind Hopfen, Minze, Pfirsiche und Kartoffeln.

Bedeutendster Fluß ist der Columbia River an der Grenze zu Oregon. Er gilt als größte Quelle für Wasserkraft in den USA. Mehrere Staudämme wie Grand Coulee, Chief Joseph und The Dalles haben zur wirtschaftlichen Entwicklung Washingtons beigetragen. Natur-Liebhabern und Outdoor-Enthusiasten liegt ein vielfältiges Angebot vor. Die mehr als 8000 Seen verzaubern Angler und Wassersportler.

In Washington liegen mehr als 20 Reservate für die Nachfahren der Ureinwohner.

Nationalparks in Washington

Mount Rainier Nationalpark und Olympic Nationalpark laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. North Cascades Nationalpark bietet die rauesten Teile der Cascade Mountains. An den Beginn der Missionierung durch Marcus und Narcissa Whitman 1836 erinnert die Whitman Mission National Historic Site. Mehr über die britische Besetzung der Region erfährt man im San Juan Island National Historical Park. Rund um die große Zeit des Goldrauschs von 1890 geht es im Klondike Gold Rush National Historical Park. Am Mount St. Helens National Volcanic Monument sehen Besucher die Auswirkungen des Vulkanausbruchs von 1980. Mount Baker National Recreation Area und Lake Roosevelt National Recreation Area sind als Ausflugsziele mit Möglichkeiten zum Zelten, Fischen und Wandern beliebt.

Olympic Nationalpark Sign, Washington, USA. Foto: usa-reisetraum.de

Olympic Nationalpark

Unberührte Pazifikküste, gemäßigter Regenwald und von Gletschern bedeckte Berge
Nicht nur Seattle hat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, auch die Umgebung beeindruckt mit ihren wunderschönen Gebieten. Die Washington State Ferry bringt Besucher nach ... mehr +

Foto: usa-reisetraum.de

Mount Rainier, Paradise, Mount Rainier Nationalpark, Washington, USA. Foto: usa-reisetraum.de

Mount Rainier Nationalpark

Berge, Täler, Wasserfälle
Der Berg ruft! An klaren Tagen ist der 4392 Meter hohe, schneebedeckte Vulkanriese Mount Rainier vom 85 Kilometer entfernt gelegenen Seattle aus gut sichtbar. Im ... mehr +

Foto: usa-reisetraum.de

Loowit Viewpoint, Mount St. Helens National Monument, Washington, USA. Foto: usa-reisetraum.de

Mount St. Helens National Volcanic Monument

Regeneration einer Landschaft nach dem Vulkanausbruch
Der Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens hinterließ im Jahre 1980 eine Woge der Verwüstung. So sind Spuren wie der Lavafluss auch heute noch deutlich ... mehr +

Foto: usa-reisetraum.de

San Juan Islands National Monument, Washington, USA. Foto: Bureau of Land Management

San Juan Islands National Monument

Malerische Inseln mit felsiger Küste
Die San Juan Islands sind ein begehrtes Ausflugsziel ab Seattle. Naturliebhaber können Vierbeiner in der Wildnis oder Wale im Meer beobachten. In Friday Harbor findet ... mehr +

Foto: Bureau of Land Management

Reiseziele in Washington

Seattle Cityscape from Sky View Observatory, Washington, USA. Foto: Dylan Luder / StockSnap, CC0

Seattle

Von Wäldern und Meer umgebene Metropole
Die Stadt Seattle liegt zwischen Puget Sound und Lake Washington im Nordwesten der USA und trägt den Beinamen "Emerald City". Wenn die Sonne scheint erstrahlt ... mehr +

Foto: Dylan Luder / StockSnap, CC0

Museum of Glass, Tacoma, Washington, USA. Foto: Tacoma Regional Convention & Visitor Bureau

Tacoma

Kunst und Museen am Pudget Sound
Zwischen der Olympic Peninsula und dem Mount Rainier Nationalpark liegt Tacoma, nach Seattle und Spokane die drittgrößte Stadt in Washington. Tacoma ist für seine Industrie ... mehr +

Foto: Tacoma Regional Convention & Visitor Bureau

Grapes Grapevine. Foto: picjumbo

Weinstaat Washington

Eine der besten Weinregionen Amerikas
In Washington State an der Pazifikküste gibt es mehr als 500 Weingüter in den Weinbaugebieten, eine Vielzahl ist für Besucher geöffnet. Die vielfach preisgekrönten Weine sind - buchstäblich - von ausgezeichneter Qualität. mehr +

Foto: picjumbo

Klima

Durch die von Nord nach Süd verlaufende Bergkette der Cascade Ranges ist das Klima in Washington zweigeteilt: Westlich davon bringen die Winde Regen vom Pazifik. Die Folge sind milde Winter und angenehme, kühle Sommer. Der östliche Landesteil ist wesentlich trockener mit kühleren Wintern und wärmeren Sommern. Dass es in Seattle neun Monate im Jahr regnet, ist ein Vorurteil. Wahr ist, dass es häufig nieselt, aber insgesamt fällt in Seattle weniger Regen pro Jahr als zum Beispiel in New York City oder Chicago.

Microbreweries – Mikrobrauereien

„Mikrobrauereien“ – so nennen sich die kleinen Brauhäuser, die überall in Washington State zu finden sind und deren Bier dem deutschen Nationalgetränk in nichts nachsteht. Kein Wunder, denn es waren deutsche Bierkenner und Braumeister, die mit ihren Kupferkesseln in die Neue Welt kamen und die Tradition der Braukunst hier heimisch machten. Ihr Bier war insbesondere dort gefragt, wo es viele durstige Pioniere gab. Und so hatte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast jedes Fischerdorf, jede Holzfällersiedlung und jede Stadt im Staate Washington ihre eigene Biersorte. 100 Jahre später gab es – im Zuge der Prohibition – jedoch nur noch einige wenige dieser Brauereien. Es ist einer Hand voll Bierliebhabern zu verdanken, dass die einstige Tradition der kleinen Brauhäuser in den 1980er Jahren wieder zum Leben erweckt wurde und überall im Staat sogenannte Microbreweries eröffneten. Heute gibt es in Washington State sogar organisierte Touren durch die vielen Brauereien, die mit ihren dazugehörigen Saloons oder Brewpubs immer mehr Anhänger finden. Ein Bierbrauer aus Seattle hat diese Entwicklung folgendermaßen formuliert: „It’s the American Dream: Get married. Buy a house. Open a brewery.“ (Das ist der amerikanische Traum: Heiraten, ein Haus kaufen, eine Brauerei eröffnen.)

Geschichte

Seit mehr als 11.500 Jahren ist das heutige Staatsgebiet Washingtons von Menschen bewohnt. Durch das trennende Gebirge der Cascade Ranges haben sich zwei verschiedene Indianerkulturen in den jeweiligen Landesteilen herausgebildet: Die Quileute, Quinault, Makah, Lummi, Chinook und Snohomish lebten in der Küstenregion. Im Osten siedelten sich die Okanogan, Spokane, Wenatchee, Yakama, Cayuse, Nez Perce und Palouse an.

Die europäische Entdeckung war von der Suche nach der Nordwestpassage – einem Wasserweg zwischen Atlantik und Pazifik – angetrieben. 1775 nahmen Bruno Heceta und Juan de la Bodega y Quadra das Land am heutigen Point Grenville für Spanien in Besitz, James Cook tat das gleiche nur drei Jahre später für die britische Krone bei Vancouver Island und am Nootka Sound.

Der amerikanische Präsident Thomas Jefferson schickte 1803 Meriwether Lewis und William Clark zu einer Expedition in den Westen des Kontinents. 1805 erreichten sie auf dem Columbia River die Westküste Washingtons. Angeregt von den Berichten der Forscher ließ John Jacob Astor, Gründer der Pacific Fur Company, 1811 die erste Siedlung (einen Handelsstützpunkt), Astoria in Oregon, an der Mündung des Columbia River errichten.

Was Sie schon immer über Washington wissen wollten

  • Der mit rund 29 Metern höchste Schneefall, der in den USA während einer Saison je gemessen, wurde fiel im Winter 1998/99 im Skigebiet am Mt. Baker.
  • Jimi Hendrix liegt auf dem Greenwood Friedhof in Renton begraben, Bruce Lee und sein Sohn Brandon ruhen auf Seattles Lakeside-Friedhof und Nirvana-Sänger Kurt Cobains Asche wurde über seiner Heimatstadt Hoquiam verstreut.
  • Die Washingtonians sind ausgesprochen outdoor- und sportbegeistert. In einem Anfang 2005 veröffentlichten Vergleich der amerikanischen Zeitschrift Men’s Fitness wurde Seattle zur fittesten Stadt der USA gekürt. Die Bewohner leben hier gesünder als andere amerikanische Großstädter – dies zeigt sich an der großen Zahl von Fitness-Studios, den Essgewohnheiten der Seattleites verbunden mit der geringen Zahl von Fast-Food-Restaurants, dem niedrigen Alkoholkonsum und der wenigen Zeit, die die Menschen hier pro Tag vor dem Fernseher verbringen.
  • Um die 100 Schwertwale (Orcas) halten sich im Sommer um die San Juan Islands im Norden des Staates auf und begeistern jährlich Tausende Besucher.
  • Nahezu drei Viertel der amerikanischen Äpfel stammen aus Washington State. Zu den beliebtesten Sorten gehören Fuji, Jonagold, Gala sowie Red und Golden Delicious.
  • Der Mount Rainier ist mit 4.392 Metern einer der höchsten Berge der kontinentalen USA (ohne Alaska und Hawaii). Über 10.000 Personen versuchen ihn jedes Jahr zu erklimmen, etwa die Hälfte schafft es. Übrigens: würden die rund eine halbe Million Einwohner Seattles ausschließlich das von den Schnee- und Eisfeldern des Mt. Rainier gewonnene Wasser benutzen, wären sie mindestens 200 Jahre damit versorgt.
  • Der Grand Coulee Damm des Columbia-Flusses ist viermal größer als die Pyramide von Giseh. Nach der Chinesischen Mauer ist es das zweitlängste von Menschenhand geschaffene Bauwerk.
  • Der einzige in den letzten Jahren ausgebrochene Vulkan auf dem US-Festland ist der Mount St. Helens. Bei seinem Ausbruch am 18. Mai 1980 wurden knapp 60.000 Hektar Wald zerstört; genügend Holz, um zigtausende Einfamilienhäuser mit 4-5 Zimmern zu bauen.

Unterkunft

Wer sich eine Auszeit abseits des Trubels gönnen möchte, den locken, 90 Minuten Fahrzeit von Seattle entfernt, gleich drei Golfplätze in das exklusive Golf Resort Suncadia. Hier, umgeben von der Kaskadenkette, befindet sich u.a. der 18-Löcher umfassende „Prospector Golf Course“, den das Magazin Golfweek zum „Bester zu spielender Golfplatz 2013“ kürte. Wer exklusives Golfen zwischen Elchen und Falken sucht, sollte es sich in einem der 14 Zimmer und 4 Suiten des „The Inn at Suncadia“ gemütlich machen. Familien fühlen sich in der „The Lodge“ wohl und genießen hier neben umfangreichen Hoteleinrichtungen das Ausflugsangebot mit dem Rad, Pferd oder zu Fuß.

Quelle: Seattle & Washington State CVB

Washington
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Punkten, basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.
Loading...