Arizonas atemberaubende Landschaft fliegt viel zu schnell an einem vorbei, wenn man mit dem Auto über den Highway fährt. Die enorme Vielfalt lässt sich viel intensiver zu Fuß, mit dem Pferd oder per Fahrrad auf dem beeindruckenden Arizona National Scenic Trail bewundern.

Beim Arizona National Scenic Trail handelt es sich um eine Route, die den gesamten Staat durchquert und sich von Mexiko bis Utah erstreckt – durch unwegsame Bergketten, hügeliges Grasland, sonnige Wüste und bewaldete Hochebenen bis hin zum Grand Canyon. Unterteilt ist der Weg dabei in 43 Passagen sowie in die Abschnitte Süd, Mitte und Nord.

Mit dem National Trails System Act wurde 1968 der Grundstein dafür gelegt, Trails gezielt zur Erholung und für Outdoor-Erlebnisse zu erhalten und auszubauen. Wanderwege von mehr als 100 Meilen Länge werden als National Scenic Trails bezeichnet. Somit fällt auch die 800-Meilen-Strecke in Arizona in diese Rubrik.

Überwältigende Landschaft

Die 43 Sektionen der Route überraschen die Besucher jede für sich mit ganz eigenen Vorzügen. Wir stellen vier charakteristische Gegenden vor, die den Abwechslungsreichtum Arizonas veranschaulichen:

Sektion 11

In der Nähe von Tucson werden die Outdoor-Enthusiasten in Sektion 11 von der Wüste in die kühlen Bergwälder der Santa Catalina Mountains entführt. Vom Gordon Hirabayashi Trailhead durchquert der Pfad den Sycamore Canyon, bevor er steil ins Sabino Basin abfällt. Abenteuerlustige erwartet der Sabino Canyon – eine lebendige Oase in der Sonora-Wüste.

Sektion 19 – Lost Dutchman

Auf die Spuren der Legende um die Lost Dutchman-Mine begeben sich die Trail-Besucher in Abschnitt 19 in der Wildnis der Superstition Mountains. Gerüchte über verstecktes Gold haben schon unzählige Glücksritter in die Berge geführt. Nicht alle sind zurückgekehrt. Mittlerweile wird hier jedoch eher nach unvergesslichen Naturerlebnissen gesucht.

Die sogenannte „Praying Hands Formation“ in den Superstition Mountains, Ausblick vom Lost Dutchman State Park in Apache Junction, Arizona. Foto: Wikimedia Commons, CC0
Die sogenannte „Praying Hands Formation“ in den Superstition Mountains, Ausblick vom Lost Dutchman State Park in Apache Junction. Foto: Wikimedia Commons, CC0

Sektion 31 – Walnut Canyon

In Sektion 31 führt der Weg durch den Walnut Canyon in die Vergangenheit. Vor einigen hundert Jahren war das Gebiet mit seinen Kalksteinfelsen Heimat der Sinagua-Kultur. In den Schluchten bauten die Ureinwohner Felswohnungen, deren Ruinen noch heute besucht werden können und als Walnut Canyon National Monument geschützt sind.

Scenic View of Walnut Canyon, Arizona, USA. NPS Photo
Ausblick auf den Walnut Canyon. NPS Photo

Sektion 38 – Grand Canyon

Und was wäre ein Arizona Trail ohne den Grand Canyon? Abschnitt 38 beginnt am South Kaibab Trailhead und stürzt sich in Serpentinen die Canyon-Wand hinunter. Später überquert der Weg mit der Black Bridge den Colorado River, ein 1928 erbautes technisches Wunderwerk. Flussabwärts gelangen die Wanderer daraufhin zur Phantom Ranch, wo sie sich bei einer kalten Limonade eine Verschnaufpause gönnen sollten. Von hier aus führt der North Kaibab Trail die Steilen Felswände wieder zu den bewaldeten Höhen des North Rim hinauf.

Der North Kaibab Trail in der Nähe des Cottonwood Campground. NPS Photo by Michael Quinn
Der North Kaibab Trail in der Nähe des Cottonwood Campground. NPS Photo by Michael Quinn

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Arizona National Scenic Trail
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