Der Grand Canyon ist für viele ein Highlight auf ihrer Tour durch den Südwesten der USA. Im Nationalpark können sich Besucher von der enormen Tiefe des Canyons begeistern, die Weite auf sich wirken lassen und sich auf den Wanderwegen bis zum Colorado River hinunterbegeben.

Der Grand Canyon National Park liegt im Nordwesten von Arizona, nördlich von Williams und Flagstaff. Verschiedene Aussichtspunkte am Nord- und Südrand der Schlucht bieten einen atemberaubenden Anblick. Der Grand Canyon ist etwa 450 km lang, zwischen 13 und 23 km breit und bis zu 1800 m tief.

Grand Canyon Nationalpark Sign, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Grand Canyon Nationalpark. Foto: usa-reisetraum.de

Am 11. Januar 1908 wurde das Gebiet um den Grand Canyon von US-Präsident Theodore Roosevelt zum National Monument erklärt und schließlich am 26. Februar 1919 zum Nationalpark ernannt.

Der Grand Canyon begeistert mit seinen tiefen Schluchten, die in Millionen von Jahren durch den Colorado River geformt wurden, jährlich fast fünf Millionen Besucher. Er ist damit einer der meist besuchten National Parks im Westen der USA. Es ist nicht möglich, mit einfachen Worten, das Aussehen des Grand Canyons zu beschreiben, da es eine atemberaubende Vielfalt von farbige Felsschichten und eindrucksvollen Hügeln gibt. Den Canyon muss man einfach erleben.

Der Südrand (South Rim) zieht die meisten Besucher an und ist das ganze Jahr über geöffnet. Dieses Gebiet bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und Aussichtspunkte. Der höher gelegene und kühlere Nordrand (North Rim) ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet und etwa fünf Autostunden vom Südrand entfernt.

Das South Rim liegt im Durchschnit auf 2100 m Höhe, das North Rim etwas mehr als 2400 m. Vom Yavapai Point am South Rim zum Colorado River besteht ein Höhenunterschied von 1400 m. Der Colorado River liegt etwa 750 m über dem Meeresspiegel.

South Rim

Wenige Meilen hinter der südlichen Parkgrenze stößt man am Mather Point plötzlich an den Abgrund des Grand Canyon. An dieser Stelle bietet eine nach Osten ausgerichtete Plattform einen ersten dramatischen Ausblick auf die Schluchtenlandschaft.

Vom South Rim aus hat man einen spektakulären Blick auf den Canyon und den Colorado River. Gleich in der Nähe ist das Visitor Center, in dem man sich über die Entstehung des Canyons informieren kann. Bei Wanderungen auf ausgewiesenen Pfaden und Maultierritten kann man die Ausblicke genießen. Darüber hinaus können Besucher den Grand Canyon auch bei einer Raftingtour über den Colorado River oder mit dem Flugzeug oder Helikopter erkunden.

Zwölf verschiedene Gesteinsformationen lagerten sich im Laufe der Zeit Schicht für Schicht auf dem Rücken des 1,7 Mrd. Jahre alten Bodens am Grund des Canyons ab. Als sich das Colorado Plateau vor etwa 70 Millionen Jahren um etwa 1,5 km anhob, begann sich der Colorado River auf seinem Weg nach Kalifornien tief in das Plateau einzufräsen und brachte die verschiedenfarbigen Gesteinsschichten zum Vorschein.

Vom Grand Canyon Village aus kann man mit dem Bus die Hermits Road entlang zu Hermits Rest fahren. Der Bus hält an einigen Stellen, man kann so einen Teil des Weges an der Schlucht entlang wandern und dann wieder einsteigen. Hier kann man die Stille und den faszinierenden Ausblick in die Tiefen der Schlucht und auf den Colorado River genießen.

Der Desert View Drive führt zum östlichen Ausgang des Canyons. Unterwegs kommt man am Grandview Point vorbau, dessen Name bereits die Großartigkeit des zu erwartenden Panoramas ankündigt. Hier haben die Spanier 1540 angeblich erstmals den Canyon erblickt.

Auch der 21 m hohe Desert View Watchtower liegt auf dem Weg. Von diesem im Jahr 1932 fertiggestellten Wachturm hat man einen schönen Überblick auf den östlichen Canyon.

Am South Rim gibt es einige Hotels und auch zwei Campingplätze, bei denen man vorher reservieren sollte. Ausserdem gibt es einige Restaurants, einen Supermarkt, ein Postamt und eine Bank. Im weniger besuchten North Rim gibt es ein Visitor Center, eine Übernachtungsmöglichkeit (Grand Canyon Lodge) und einen Campingplatz.

Sollte man nicht im Besitz des America The Beautiful Pass sein, muss man für die Besichtigung des Grand Canyon 25 Dollar Eintritt pro Fahrzeug bezahlen.

Grand Canyon

Point Imperial, the highest point on the North Rim at 8,803 feet (2,683 meters), overlooks the Painted Desert and the eastern end of Grand Canyon. Here the canyon transforms as the narrow walls of Marble Canyon, visible only as a winding gash, open dramatically to become "grand." Layers of red and black Precambrian rocks, not visible at Bright Angel Point, add contrast and color. Part of the viewpoint is accessible. NPS Photo by Michael Quinn.

North Rim

Malerische Aussichtspunkte in einsamer Lage
Der abgelegene nördliche Rand des Grand Canyon National Park, das North Rim, ist etwa 16 km Luftlinie vom South Rim entfernt. Um vom South Rim ... mehr +

Foto: NPS Photo by Michael Quinn

Desert View Watchtower, Grand Canyon Nationalpark, Arizona, USA. Foto: usa-reisetraum.de

Desert View Watchtower

Beobachtungsstation und Rastplatz für Besucher des Grand Canyon
Der Desert View Watchtower liegt im östlichen Teil des Grand Canyon Nationalparks. Der Wachturm wurde von Fred Harvey und der Santa Fe Railroad errichtet. Baubeginn ... mehr +

Foto: usa-reisetraum.de

Havasu Falls in der Havasupai Indian Reservation am Grand Canyon, Arizona, USA. Foto: Arizona Office of Tourism

Havasupai Indian Reservation

Spektakuläre Wasserfälle und Schluchten
Die Havasupai Indian Reservation befindet sich im Westteil des Grand Canyons. Das Gebiet des “Volk des blau-grünen Wassers” bietet spektakuläre Wasserfälle und Schluchten. Das Reservat ... mehr +

Foto: Arizona Office of Tourism

Ein Dickhornschaf (Desert Bighorn Sheep) über dem Colorado River im Grand Canyon Nationalpark, Arizona, USA. NPS Photo

Tierwelt im Grand Canyon

Heimat für fast 200 Tierarten
Ob Koyoten, Fledermäuse, Eichhörnchen, Waschbären, Bieber oder Pumas: Wer zum Grand Canyon aufbricht, kann sich auf eine schier endlose Tiervielfalt gefasst machen, die es in dieser Fülle an keinem anderen Ort der Welt gibt. mehr +

Foto: NPS Photo

Rafting-Trip am Colorado River passiert den Cardenas Creek im Grand Canyon Nationalpark in Arizona. NPS Photo

Rafting

Mit dem Schlauchboot durch den Grand Canyon
Den Grand Canyon einmal hautnah erleben: Verschiedene Anbieter bieten diverse Rafting-Touren inmitten des Grand Canyon auf dem Colorado River an. Vom Wasser aus erblickt man die schönsten Seiten der Natur. mehr +

Foto: NPS Photo

Übernachtung im Grand Canyon Nationalpark
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es direkt am Canyonrand. Diese sind jedoch sehr teuer und schon viele Monate im Voraus ausgebucht. Auch im Grand Canyon Village, das nur wenige Gehminuten vom Canyonrand entfernt ist, gibt es Unterkünfte.

Stellen Sie sich vor, wie Sie in die atemberaubende Tiefe des Grand Canyons hinabblicken und währenddessen einen Schluck von Ihrem Lieblingswein genießen. Dieses wahrlich einmalige Erlebnis, erwartet Sie im El Tovar. Das charmante Hotel befindet sich ganz nah am Rand des majestätischem Grand Canyon. Das historische Wahrzeichen wurde 1905 erbaut und ist Teil der Grand Canyon Lodges. Im Laufe der Jahre waren hier schon Berühmtheiten wie Theodore Roosevelt und Albert Einstein zu Gast. Während des luxuriösen Aufenthalts können die Hotelgäste ein wunderschönes Panorama an der Kante des Canyons genießen und den Nationalpark auf Wanderwegen oder Park-Touren kennen lernen. Wie für viele Luxus-Unterkünfte, ist für El Tovar eine rechtzeitige Reservierung und einige Flexibilität erforderlich. (www.grandcanyonlodges.com)

Umweltschutz im Grand Canyon Nationalpark

Zur Verminderung der Umweltverschmutzung wurde 2012 der Verkauf von Einwegflaschen im Grand Canyon Nationalpark eingestellt. Als Alternative wurden Wasserstationen eingerichtet, an denen Besucher kostenlos ihre Wasserbehälter auffüllen können. Die Sicherheit und Bedürfnisse der Besucher bleiben dank der Wasserstationen weiterhin gewährleistet.

Wasserstation am Rim Trail, westlich des Yavapai Geology Museum, Arizona. NPS Photo by Michael Quinn
Wasserstation am Rim Trail, westlich des Yavapai Geology Museum. NPS Photo by Michael Quinn

Wasserstationen am South Rim befinden sich bei Hermits Rest, am Bright Angel und South Kaibab Trailhead, im Canyon Village und Desert View Marketplace, im Yavapai Geology Museum, im Grand Canyon, Verkamp’s und Desert View Visitor Center sowie in der Maswik Lodge (in der Cafeteria).

Wasserstationen am North Rim befinden sich am North Kaibab Trailhead, im North Rim Visitor Center (neben den Toiletten) und im North Rim Backcountry Office. Die Wasserstationen am North Kaibab Trailhead und North Rim Visitor Center sind nur saisonbedingt verfügbar.

Mit dem Fahrrad am Grand Canyon

Arizonas weitläufige unebene Landschaft stellt geradezu ein Paradies für Mountainbiker dar und bietet zahlreiche Gelegenheiten zur Ausübung dieser beliebten Sportart. Wem die Wanderschuhe zu sehr drücken, kann diese aber auch getrost zu Hause lassen und auf einem der Bike Rides kräftig in die Pedale treten. Teile des legendären Grand Canyon lassen sich hervorragend mit dem robusten Zweirad erkunden. Die Wege führen zwar nicht zum Boden des Grand Canyons, erlauben aber einmalige Blicke vom Rand der Schlucht. Es gibt hier auch eine Verleihstation und geführte Touren.

Der Red Bike Ride und der Orange Bike Ride sind für weniger geübte Fahrradfahrer und Familien geeignet und erstrecken sich auf 10 und 17 Kilometern Länge. Radfahrer mit mehr Erfahrung wählen den Yellow Bike Ride, der sie rund 33 Kilometer auf einem actionreichen Roundtrip entlang der Schlucht führt. Sämtliche Informationen und Kartenmaterial lassen sich bequem vorab bei Bright Angel Bicyles einholen.

Der Grand Canyon aus der Luft

Ein unvergessliches Highlight jedes Besuchs stellt ein Rundflugüber den Grand Canyon dar. Anbieter wie Papillon und Grand Canyon Airlines garantieren Urlaubern einen atemberaubenden Ausblick aus luftiger Höhe der seines Gleichen sucht. Der Moment, in dem man in einem Helikopter die Baumgrenze verlässt und sich plötzlich mitten in dem einmaligen Naturwunder befindet ist einfach nur atemberaubend und garantiert unvergesslich.

Ganz gleich wie man den Grand Canyon erobert oder wo man übernachten möchte, Reservierungen im Voraus sind in jedem Fall ratsam und empfehlenswert. Denn fest steht: Eine Reise zum Grand Canyon ist immer ein einmaliges Abenteuer. Und nach dem Besuch dort kann jeder Urlauber getrost einen Haken auf seiner to-do Liste hinter Grand Canyon machen.

Ein Rundflug über die Weiten des Grand Canyon

Der Südrand des Grand Canyon bildet den Startpunkt für den Helikopterflug. Von hier geht es direkt weiter zum Kaibab National Forest mit Aussicht auf den Marble Canyon und Point Imperial. Vor den Passagieren breitet sich nun der Canyon in seiner gesamten Größe aus. Anschließend geht es in den Dragon Corridor, dem breitesten und tiefsten Teil. Aus der Vogelperspektive erkennen die Teilnehmer auch noch die Painted Desert mit ihren farbenfrohen Bergen. Auch der Desert View Watchtower, der von den Hopi-Indianern entworfen wurde, gehört zu diesem Entdeckungsflug. Der Flug folgt dem Colorado River bis dieser auf den Little Colorado River trifft und bringt die Passagiere zurück zum Ausgangspunkt.

Anzeige

Grand Canyon: Rundflug im Helikopter vom Südrand

Grand Canyon: Rundflug im Helikopter vom Südrand. Foto: GetYourGuide
GEPRÜFT BESTSELLER Heben Sie ab und sehen Sie den atemberaubenden Grand Canyon aus der Luft. Fliegen Sie mit dem Helikopter über den üppigen Kaibab National Forest und durch den breitesten und tiefsten Teil des Canyons. Keine versteckten Gebühren. MEHR +
Kundenbewertung: 4.75 von 5  (175 Bewertungen)
Dauer: 45 Minuten
Preis: ab 245 Euro pro Person
Foto: GetYourGuide

Tipp: Grand Canyon im Winter

Kältere Temperaturen und kürzere Tage bringen Ruhe zu einem der meistbesuchten Nationalparks der USA. Anstelle eines großen Besucheransturms wechseln sich Schneestürme mit sonnigen Tagen ab. Für all diejenigen mit der richtigen Kleidung entsteht die perfekt Kulisse für lange Wanderungen entlang des Randes oder in die Schlucht. Frische Luft und Schneefall erweitern das gewohnte Bild vom Grand Canyon um eine neue Perspektive.

Geocaching im Grand Canyon Nationalpark

Gut versteckt hinter Felsen oder baumelnd im Geäst – Hobbyabenteurer können in der unvergleichbaren Natur des Grand Canyon Nationalparks nach kleinen Schätzen suchen. Gut vorbereitet gilt es mit Hilfe der GPS-Geräte die wertvollen Koordinaten zu empfangen, um sich auf eine abenteuerliche Suche durch das Naturwunder zu begeben. An zwei Punkten lassen sich im und um den Grand Canyon die sogenannten Caches finden. Einer von ihnen am South Rim und einer am Bright Angel Trail. Bestehend aus einer wasserfesten Kiste, einem Logbuch und einem kleinen Tauschgegenstand, lassen sie jedes Schatzsucherherz höher schlagen.

Wer die kleine Schatzkiste findet, behält diese keineswegs: ein Eintrag ins Logbuch und ein Erinnerungsfoto reichen aus, bevor das Fundstück ungeachtet zurück in sein Versteckt kommt. Und wer den Schatz am Grand Canyon gefunden hat, kann direkt weiterziehen, denn auch viele andere Orte in Arizona bieten Geo-Chaching an, etwa der Petrified Forest Nationalpark.

Lagerfeuer und Musik im Grand Canyon Ranch Resort in Meadview, Arizona, USA. Foto: Grand Canyon Ranch Resort

Grand Canyon Ranch Resort

Echte Wild-West-Atmosphäre unweit von Las Vegas
Am westlichen Rand des Grand Canyon in Arizona befindet sich etwas außerhalb des Nationalparks das historische Grand Canyon Ranch Resort. Eigentümer Nigel Turner, der sich ... mehr +

Foto: Grand Canyon Ranch Resort

Train 4960, Grand Canyon Railway, Williams, Arizona, USA. Foto: Xanterra Parks & Resorts

Grand Canyon Railway

Mit dem Zug zum Grand Canyon
Seit dem 17. September 1901 wird der Grand Canyon, der 1919 zum Nationalpark wurde, mit der Bahn erreicht. Die private Santa Fe Railway eröffnete die ... mehr +

Foto: Xanterra Parks & Resorts

Grand Canyon Nationalpark
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,80 von 5 Punkten, basierend auf 5 abgegebenen Stimmen.
Loading...
Anzeige

Touren, Ausflüge und Reisen