Der Wind heult durch menschenleere Gassen, in zerfallenen Gebäuden hausen Klapperschlangen und Tumbleweed-Büsche rollen über staubtrockene Straßen: Ehemalige Minenstädte üben einen besonderen Reiz aus und finden weltweit eine wachsende Fangemeinde.

In der Geisterstadt Ruby gibt es keine kommerziellen Führungen oder touristische Events, dafür wird das historische Erbe bewahrt – die Gebäude befinden sich in einem sehr ursprünglichen und originalgetreuen Zustand. Die Stadt ist eine der ältesten und besterhaltenen Ghost Towns in Arizona, deren Geschichte im Jahre 1877 begann, als die Montana Mine eröffnet wurde.

Ruby Ghost Town in Arizona, USA. Foto: Phillip Capper bei Flickr, CC BY 2.0
Ruby Ghost Town in Arizona. Foto: Phillip Capper bei Flickr, CC BY 2.0

Tragische Berühmtheit erlangte Ruby schließlich in den frühen 1920er Jahren, nachdem mexikanische Banditen mehrere brutale Überfälle in der Stadt verübt hatten. Es folgte die größte Verbrecherjagd in der Geschichte des Südwestens.

Nach ergiebigen Jahren wurde der Minenbetrieb letztendlich 1940 eingestellt, doch vieles wirkt auch heute noch so, als hätten die Bewohner die Stadt erst vor kurzem verlassen. Etwa 25 Gebäude, darunter das alte Gefängnis, die Schule und alte Minengebäude, warten darauf, erkundet zu werden.

Ruby Ghost Town in Arizona, USA. Foto: Sherry Nelson bei Flickr, CC BY-NC 2.0
Ruby Ghost Town in Arizona. Foto: Sherry Nelson bei Flickr, CC BY-NC 2.0

Anfahrt

Besucher sollten sich bewusst sein, dass bereits die Anfahrt ein kleines Abenteuer ist. Da die Stadt sehr weit abseits von befestigten Wegen liegt, fast direkt an der Grenze zu Mexiko und etwa 80 Kilometer von Tucson entfernt, empfiehlt es sich, mit einem Geländewagen und ausreichend Wasser an Bord anzureisen.

Ruby Ghost Town
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