Dry Tortugas, knapp 110 Kilometer vor der Küste von Key West gelegen, gilt als der entlegenste Nationalpark Nordamerikas. Er besteht aus sieben kleinen Korallen- und Sandinseln. Der Park ist eine versteckte Perle inmitten des Golfs von Mexiko und bekannt für seine Schönheit, die Artenvielfalt seiner Unterwasserwelt und mystische Piratenlegenden.

Das aus sieben Korallen- und Sandinseln bestehende Areal wird von türkisfarbenem Wasser umspielt und eignet sich mit seinen Korallenriffen ideal zum Schnorcheln. Auch bei Sportfischern und Kajakfahrern ist das 1992 zum Nationalpark ernannte Gebiet beliebt, das vom spanische Seefahrer Ponce de León im Jahre 1513 entdeckt wurde.

Dry Tortugas Nationalpark mit Fort Jefferson, Florida Keys, Florida, USA. Foto: Rob O'Neal/Florida Keys News Bureau
Dry Tortugas Nationalpark mit Fort Jefferson. Foto: Rob O’Neal/Florida Keys News Bureau

Fort Jefferson

Eine einsame Insel, 110 Kilometer vom Festland entfernt – eine Qual! Zumindest für die einstigen Gefangenen der Festung Fort Jefferson.

Die historische Festung aus den Zeiten des Bürgerkrieges war zu Zeiten Abraham Lincolns ein Militärgefängnis. Die alten Gemäuer sind heute einer der Anziehungspunkte im Dry Tortugas National Park.

Besucher können die 14 Meter hohen Gefängnismauern besichtigen, mit deren Bau bereits 1825 begonnen wurde. Ursprünglich als Leuchtturm und Warnung vor dem Korallenriff gedacht, wurde das Fort Jefferson zwei Jahrzehnte später für 1.500 Soldaten und 450 Kanonen errichtet.

Bei einer großen Gelbfieberepidemie 1867 kamen die zugeteilten Ärzte ums Leben, bevor den Gefangenen geholfen werden konnte. Einzig der inhaftierte Arzt Samuel Mudd konnte vielen kranken Häftlingen wie Soldaten helfen – und wurde zum Dank vorzeitig aus der Haft entlassen. Zu den berühmtesten Insassen gehörten unter anderem auch die Mitverschwörer um die Ermordung Abraham Lincolns.

Das Fort ist umgeben von weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Es ist das größte an einer US-amerikanischen Küste befindliche Fort und ist nur mit dem Wasserflugzeug, der Fähre oder einem privaten Boot zu erreichen.

Heute sind die farbigen Korallenriffe, die einsamen Sandstrände, die Legenden um Schiffswracks und versunkene Schätze Hauptanziehungspunkte für Taucher und Schnorchler.

Museum

Im „The Dry Tortugas and Key West Interpretive Center“ im historischen Hafen von Key West erfahren Besucher Wissenswertes über den Nationalpark Dry Tortugas sowie über die nautische Geschichte der Inselstadt ganz im Süden der Florida Keys.

Zu den Highlights zählen ein Modell des Fort Jefferson mit mehr als drei Metern Durchmesser, das den Zustand des Wahrzeichens des Dry Tortugas Nationalparks im Jahr 1870 widerspiegelt. Eine gut neun Meter lange Fotowand gibt darüber hinaus einen Überblick über die Geschichte der Bucht von Key West. Der Betreiber ist Yankee Freedom, der zugleich mit seinen Fähren Urlauber zum Dry Tortugas Nationalpark befördert.

Lighthouse of Fort Jefferson on Garden Key in the Dry Tortugas Nationalpark, Florida Keys, Florida, USA. NPS Photo
Fort Jefferson mit Leuchtturm, Dry Tortugas Nationalpark. NPS Photo

Anreise

Einen ganzen Tag sollte man einplanen, wenn man einen Ausflug zum Dry Tortugas Nationalpark macht, denn zu erreichen ist dieser nur mit der Fähre oder dem Wasserflugzeug.

Mit der Fähre auf die Dry Tortugas

Besucher der Florida Keys & Key West können Tagesausflüge mit der Yankee Freedom III zum entlegenen Dry Tortugas Nationalpark unternehmen. Die High-Speed-Fähre fährt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 Knoten auf der 110 Kilometer langen Route von Key Wests historischem Hafen nach Garden Key in der Inselgruppe Dry Tortugas im Golf von Mexiko. Das Schiff verfügt über ein klimatisiertes Hauptdeck mit 140 gepolsterten Sitzplätzen. Ein Sonnendeck mit 110 Plätzen, davon 56 überdacht, sowie Aussichtsterrassen auf dem Vorderdeck laden ebenfalls zum Verweilen ein. Ein reichhaltiges Buffet, zwei Bars sowie Frischwasser-Duschen sorgen für eine komfortable Reise.

Im Dry Tortugas Nationalpark haben Besucher mehr als vier Stunden Zeit beim Schnorcheln bunte Korallen und tausende tropischer Fische zu bewundern, seltene Vögel zu beobachten und das geschichtsträchtige Fort Jefferson zu besichtigen. Die Geschichte des gigantischen Backsteinbauwerks wird Besuchern von einem professionellen Guide nähergebracht.

Der Tagesausflug auf die Dry Tortugas beinhaltet die Hin- und Rückfahrt mit der Yankee Freedom III, Frühstück, Mittagessen, Eintritt in den Nationalpark, die Führung durch Fort Jefferson sowie das Ausleihen der Schnorchelausrüstung.

Schnorcheln vor Fort Jefferson, Dry Tortugas Nationalpark, Florida, USA. Foto: Rob O’Neal/Florida Keys News Bureau
Im seichten Wasser des Nationalparks kann man schwimmen und schnorcheln. Foto: Rob O’Neal/Florida Keys News Bureau

Mit dem Segelflugzeug über die Dry Tortugas gleiten

Noch spektakulärer als mit der Fähre ist die Anreise per Wasserflugzeug. Key West Seaplane Adventures bietet Halb- und Ganztagsausflüge vom Key West International Airport in den Nationalpark an – unvergessliche An- und Abreise mit Blick auf die grünen Landflecken im Blau des Ozeans garantiert. Von Key West aus ist der Nationalpark bequem in nur 40 Minuten zu erreichen.

Mit dem Wasserflugzeug von Key West Seaplane Adventures geht es auf die Dry Tortugas. Florida Keys. Foto: Rob O'Neal/Florida News Bureau
Mit dem Wasserflugzeug von Key West Seaplane Adventures geht es auf die Dry Tortugas. Foto: Rob O’Neal/Florida News Bureau
Flight over Dry Tortugas (c) Key West Seaplane Adventures
Flug über den Dry Tortugas Nationalpark. Foto: Key West Seaplane

Weitere Informationen

Dry Tortugas Nationalpark wird vom National Park Service verwaltet, weiterführende Informationen unter www.nps.gov/drto (englisch).

Dry Tortugas Nationalpark
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