Das preisgekröntes Freilichtmuseum Midway Village in Rockford, Illinois, bietet informativen Rundgang durch das harte Leben in Amerika vor über 200 Jahren und gibt Auskunft insbesondere über die industrielle Entwicklung der Region.

Der Prärie-Staat Illinois ist zu Recht stolz auf seine Geschichte. Es ist die Geschichte fleißiger Farmer, Hufschmiede, Krämer, Bankangestellte und Familien, die Siedlungsgeschichte schrieben. Die gemeinnützige Organisation Illinois State Historical Society leistet einen wesentlichen Beitrag, das Leben in Illinois vor mehr als 200 Jahren lebendig zu halten.

Einblick ins Prärie-Leben

Ein großartiges Zeitzeugnis für die Jahre 1890 bis 1910 ist das preisgekrönte Freilichtmuseum Midway Village in Rockford. Kaum ein anderer Ort bietet bessere Einblicke in die Erschließung von Amerikas Mittlerem Westen. In den 27 Gebäuden aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert – darunter eine alte Schule, ein Prärie-Hospital, die Werkstatt eines Schmiedes, ein Feuerwehrhaus, eine Druckerei, ein Lebensmittelladen und eine Polizeistation – wähnt sich der Besucher in vergangenen Zeiten. Den Eindruck verstärken Mitarbeiter und Mitglieder des Museumsvereins in Kleidung von anno dazumal, die zur harten Aufbauarbeit in der nördlichen Wirtschaftsregion von Illinois informieren.

Millhouse, Midway Village Museum, Rockford, Illinois, USA. Foto: Rockford Area CVB
Die alte Mühle im Midway Village Museum in Rockford. Foto: Rockford Area CVB

80.000 Exponate aus verschiedenen Orten des Landkreises Winnebago wurden in Midway Village Museum zusammengetragen. 30 separate Ausstellungen zeigen die Entwicklung ansässiger Branchen von der Holzwirtschaft zur Metallindustrie auf.

The Girls of Summer

Die Ausstellung „The Girls of Summer: The Rockford Peaches of the All-American Girls Professional Baseball League“ erzählt die Geschichte der Rockford Peaches und deren Siegeszug durch die All-American Girls Baseball League.

Sie wurde aus der Not heraus geboren: die legendäre All-American Girls Professional Baseball League. 1943 gegründet, galt sie als weibliche Antwort auf die kriegsbedingte Abwesenheit männlicher Baseball-Profis. Die Frauenliga hielt den Ballsport nach Kriegsende öffentlich am Leben und erfreute sich rasch großer Beliebtheit.

Rockford Peaches ca. 1949-1950: Charlene „Barney“ Barnett, Jacquelyn „Babe“ Savage (Kelley) und Lois „Flash“ Florreich. Courtesy Midway Village Museum - Digital Collections
Rockford Peaches ca. 1949-1950: Charlene „Barney“ Barnett, Jacquelyn „Babe“ Savage (Kelley) und Lois „Flash“ Florreich. Courtesy Midway Village Museum – Digital Collections

Als eines von vier Gründungsteams nahmen die Rockford Peaches an allen zwölf Seasons teil. Bis zur Auflösung der Liga im Jahr 1954 galten die Peaches – ihr Name stammt von den rosafarbenen Uniformen, die während des Krieges mit Pfirsichen gefärbt wurden – mit vier Meisterschaftstiteln als erfolgreichstes Team der Liga.

Bereits 1992 griff Hollywood die Erfolgsgeschichte der Powerfrauen auf. Der Kinofilm „Eine Klasse für sich“ mit Tom Hanks, Gina Davis und Madonna avancierte schnell zum Kassenschlager und hat heute Kultstatus.

Rockford Peaches 1948. Courtesy Midway Village Museum - Digital Collections
Rockford Peaches 1948. Courtesy Midway Village Museum – Digital Collections

Die Prärie und die Gärten blühen

In den historischen Gärten des Museumsdorfs zeigen Garten-Experten, wie man in der Prärie Gärten anlegte, Blumen pflanzte, kunstvolle Blumengebinde kreierte und zum Beispiel Rhabarberwein zubereitete. Dazugehörige Rezepte und Tipps liegen bereit.

Weitere Informationen

Midway Village Museum
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