Montana wird von seinen Einwohnern „Big Sky Country“ genannt. Es ist nach Alaska, Texas und Kalifornien der viertgrößte Staat der USA. Montanas zerklüftete Gipfel, ruhige Prärien und das weite Land bilden eine unvergessliche Landschaft.

Montana glänzt mit dem Glacier Nationalpark sowie einem kleinen Teil des Yellowstone Nationalparks, der über ein nahezu ungestörtes Ökosystem verfügt. Das Landschaftsbild ist durch eiszeitliche Gletscher und gigantische Wälder geprägt. In den über 700 Seen, Bächen und Flüssen leben zahlreiche Fischarten, die ein ideales Angelrevier sind. Montana verfügt über unzählige Ranches und Farmen, die den Lebensstil der amerikanischen Cowboys wiederspiegeln und Besucher authentisch daran teilhaben lassen.

Brotzeit am Cracker Lake im Glacier Nationalpark in Montana, USA. NPS Photo by Jacob W. Frank

Glacier Nationalpark

Dem Himmel ganz nah
Der Glacier Nationalpark gilt als „Krone des nordamerikanischen Kontinents“. Er birgt zahlreiche Berge, Wasserfälle, große und kleine Seen sowie einige Gletscher. Die spektakuläre „Going-to-the-Sun Road“ bietet tolle Aussichten. mehr +

Foto: NPS Photo by Jacob W. Frank

In den Goldcamps von Virginia City und Nevada City sowie im Bannack State Park, in den Herrenhäusern von Butte, zwischen den Gräbern der Indianer-Gedenkstätte am Schlachtfeld Little Bighorn bei Billings oder auf dem Missouri auf den Spuren der Expedition von Lewis and Clark ist Montanas Geschichte zum Greifen nah.

Manch ein Besucher verbringt den Urlaub auf einer Working Ranch, wo die Gäste Teil der Mannschaft werden und lernen, was es bedeutet, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten. Diese Art der Ferien bietet zahlreiche Aktivitäten, von Reiten und Square Dance über Fossiliensuche bis hin zum Fliegenfischen und Mountain-Biking.

Virginia and Nevada City – Geisterstädte des Wilden Westens

Virginia City und Nevada City im Südwesten Montanas gehören wohl zu den am besten erhaltenen Goldminenstädten der USA. Beide Städtchen entstanden im Jahr 1863 im Zuge der Goldfunde im Alder Gulch. Es folgte der größte Goldrausch in der Geschichte Montanas. Auf der Suche nach Reichtum strömten die Menschen zu Tausenden in die Region. Innerhalb eines Jahres zählte Virginia City bereits 10.000 Einwohner. Als die Goldquelle versiegte, schwand die Bedeutung und so lebten 1869 nur noch 100 Menschen hier.

1966 wurde die gut erhaltene viktorianische Goldgräberstadt Virginia City zum historischen Nationalerbe erklärt, da die Hälfte der Bauten aus der Zeit vor 1900 stammte. Heute beheimaten Virginia City und Nevada City die größte Ansammlung von Artefakten aus der Goldrausch-Ära des Wilden Westens und sind für internationale Besucher ein toller Geheimtipp. Alle Attraktionen in den beiden Städtchen sind zwischen Memorial Day und Labor Day täglich geöffnet (Ende April bis Anfang September), aber auch kurz davor oder danach lohnt sich ein Besuch um die tolle Stimmung einzufangen. (www.virginiacitymt.com)

Geheimtipps in der Umgebung von Glacier und Yellowstone

In Western Montana’s Glacier Country finden sich einige kontrastreiche „off-the-beaten-path“-Attraktionen, die von Besuchern oftmals übersehen werden. Und auch im südlichen Montana gibt es
Gebiete die noch relativ unbekannt und doch absolut sehenswert sind:

The Garden of One Thousand Buddhas

Ungewöhnlich, unvergesslich: Der Garten der 1000 Buddahs
Unweit des Glacier Nationalpark im Norden von Montana gleich nördlich von Arlee auf der Flathead Indian Reservation, liegt der öffentlich zugängige Garden of One Thousand Buddahs.

1000 handfertigte Buddha-Statuen umgeben die zentrale Figur Yum Chenmo (the Great Mother). Ins Leben gerufen von Sang-ngag Rinpoche ist der Park botanischer Garten und buddhistisches Zentrum des tibetischen Buddhismus zugleich. Täglich von 9 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet, geführte Touren werden von April bis Oktober angeboten. Der Eintritt ist kostenlos.

Geisterstädte und grandiose Aussichten entlang des Pioneer Scenic Byway

Nur 3 Stunden Fahrt nordwestlich des Yellowstone National Parks ist der Pioneer Mountains Scenic Byway, noch wenig befahren, dabei eignet sich die Route durch malerische Täler und hoch aufragende Berggipfel perfekt für Motorradfans und den Roadtrip abseits der Massen.

Neben heißen Quellen, verlassenen Gehöften und mäandernden Flussläufen, in denen einst Goldsucher ihr Glück suchten, warten entlang der Route auch Coolidge, eine Geisterstadt, die Sie auf eigene Faust erkunden können und südlich davon der Bannack State Park, eine der am besten erhaltenen Geisterstädte in Montana.

Das „Wunder von America“– Memorabilia und mehr

Geschichte, Kult und Kitsch gehen in den USA ja oft Hand in Hand. Ein Paradebeispiel ist das Miracle of America Museum and Pioneer Village in Polson, südlich des Flathead Lake.

Es beherbergt in mehreren Gebäuden eine große Kuriositäten-Sammlung, zum Beispiel einen Affen mit Flügeln aus „The Wizard of Oz“, die Darstellung einer Autopsie eines Außerirdischen und ein Kalb mit zwei Köpfen. Viel Western-Memorabilia und Antiquitäten gibt es obendrein.

Bisons in freier Natur – aber mit Beweisfoto-Garantie

In der Nähe des Highway 200 und nur 40 Minuten Fahrt südlich von Polson, Montana, liegt eines der ältesten Tierschutzgebiete der Vereinigten Staaten: Die National Bison Range wurde schon 1908 ins Leben gerufen um die damals fast ausgerotteten Bisons zu schützen.

Heute ist der National Bison Range Wildlife Refuge Complex immer noch das Zuhause von 350 bis 500 Bisons, aber auch von Schwarzbären, Dickhornschafen, Gabelbockantilopen und Weißwedelhirschen. Besucher entdecken die Wildtiere ganz bequem vom eigenen Auto aus, entlang zweier „Panoramastraßen“ durch die Bison Range. Fernglas nicht vergessen!

Skiurlaub in Montana

Big Sky Resort und Lone Peak in Montana, USA. Foto: Montana Office of Tourism/Donnie Sexton

Big Sky Resort

Einzigartiger Abfahrtsspaß am Lone Peak Mountain
Viel Platz für wenige Skifahrer: Das Skigebiet im Südwesten Montanas bietet über 300 verschiedene Skipisten und endloses Backcountry Tiefschnee-Terrain bis auf absolut schneesichere 3.400 Höhenmeter. mehr +

Foto: Montana Office of Tourism/Donnie Sexton

Ranchurlaub in Montana

  • Die 320 Guest Ranch befindet sich etwa 54 Kilometer westlich des Yellowstone Nationalpark und bietet Platz für 200 Gäste. Mit rustikaler Hausmannskost und gemütlicher Blockhütten-Atmosphäre bietet die Ranch neben Ausritten, Wanderungen, Radtouren und Fliegenfischen im Sommer auch ein Winterprogramm mit Ski- und Schlittenfahren, sowie Snowshoeing und Snowmobiling an. Egal, wie lange man hierbleibt – der endlos weite Himmel über dem „Big Sky Country“ und die wunderschöne Landschaft lassen sich hier wunderbar genießen.
  • Die 1935 gegründete Parade Rest Guest Ranch befindet sich ebenfalls nur wenige Kilometer westlich der Grenze des berühmten Yellowstone Nationalpark und ist deshalb ein geeigneter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Park.
  • Außerdem einen Besuch wert: Rich’s Montana Guest Ranch (ganzjährig geöffnet), 939 Cottonwood Lakes Road, Seeley Lake, Montana 59868.
  • Die Ranch at Rock Greek diente ein ganzes Jahrhundert als Working Cattle Ranch bevor sie 2007 zu einem Ort für Genießer und Erholungssuchende umgebaut wurde. Heute haben Gäste die Auswahl zwischen einem Zimmer im Haupthaus der Ranch, der Granite Lodge, einem eigenen Cottage oder einer Blockhütte im Glampingstyle. Alle Unterkünfte sind sehr komfortabel ausgestattet. Der eigene Spa bietet eine gute Auswahl an Behandlungen und der Chefkoch des Hauses sorgt mit saisonalen, regionalen Spezialitäten für kulinarischen Genuss. Die Landschaft der Rock Creek Berge in Montana bietet im Winter ideale Bedingungen zum Skifahren und -langlaufen, für Motorschlittensafaris, Schneeschuhwanderungen und Eislaufen.
Yellowstone Nationalpark Sign, Wyoming, USA. Foto: usa-reisetraum.de

Yellowstone Nationalpark

Geysire und heiße Quellen
Im Yellowstone Nationalpark, der zu einem kleinen Teil auch auf dem Gebiet von Montana liegt, dampfen Geysire und köcheln Schlammlöcher in dem ansonsten friedlichen Königreich der Elche und Büffel. mehr +

Foto: usa-reisetraum.de

Montana
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