Die Welt bietet unzählige attraktive Reiseziele. Eines davon ist zweifellos Atlantic City an der Ostküste der USA. Die Stadt in New Jersey ist vor allen Dingen bekannt für ihre herrlichen Strände und die Spielcasinos.

Atlantic City wurde 1854 als Seebad und Ferienort gegründet, 1976 wurde das Glücksspiel legalisiert. Die Stadt war auch Gastgeber des ersten „Miss America“-Schönheitswettbewerbs im Jahr 1921. Bis 2005 fanden hier alljährlich die Miss-America-Wahlen statt.

Die Strandpromenade ist an den Sommerwochenenden sehr beliebt, vor allem Kurzurlauber aus dem Ballungsraum New York sind an den Wochenenden anzutreffen.

Mit traumhaften Sandstrände, Nervenkitzel in den Casinos, erstklassigen Einkaufsmöglichkeiten, großen Bühnen, namhaften Stars und einem vielfältigen kulturellen Angebot garantiert ein Aufenthalt in Atlantic City reihenweise unvergessliche Erlebnisse. Und das muss gar nicht teuer sein. Eine Vielzahl von Attraktionen und Sehenswürdigkeiten können hier entweder für einen kleinen Betrag oder sogar ganz umsonst entdeckt werden.

Steel Pier und Strand in Atlantic City, New Jersey, USA. Image by 1778011 from Pixabay, CC0
Steel Pier und Strand in Atlantic City. Foto: Pixabay, CC0

Beaches & Boardwalk

Egal zu welcher Jahreszeit, Atlantic City ist immer eine Reise wert – besonderes Highlight sind natürlich die wunderschönen Strände und der legendäre Boardwalk, die ausgedehnte Strandpromenade. Frühaufsteher können eine Radtour entlang der Küste genießen, abends lädt ein malerischer Sonnenuntergang zu einem romantischen Spaziergang am Wasser ein und tagsüber sind Sonnenbaden, Schwimmen und Wassersport entlang der insgesamt rund elf Kilometer langen Strände beliebte Beschäftigungen.

Anders als in vielen anderen Badegebieten in New Jersey, wo eine Gebühr für den Strandbesuch erhoben wird, sind die Strände in Atlantic City kostenfrei zugänglich – einem entspannten Tag am Meer steht also nichts im Weg.

Der Boardwalk lockt auf einer Gesamtlänge von sechseinhalb Kilometern mit einer Fülle an Geschäften, Cafés, Straßenkünstlern, Fahrgeschäften und mehr. Neben einer kleinen, elektrischen Straßenbahn, die in regelmäßigen Abständen auf dem Boardwalk verkehrt, kann man sich auch in einem der legendären „Rolling Chairs“ über die Promenade fahren lassen. Die „rollenden Stühle“ sind seit ihrer Einführung in den 1880er Jahren nicht mehr von hier wegzudenken. Man nimmt in dem einer Rikscha nicht unähnlichen Gefährt Platz und wird dann von seinem „Anschieber“ zum Zielort gebracht. Der Tarif richtet sich nach der zurückgelegten Strecke. Selbstverständlich kann man aber auch einfach zu Fuß über den Uferweg schlendern.

Prägend für das Bild der Gegend sind ohne Zweifel auch die Piers, die Seebrücken, die von der Promenade aus ins Wasser ragen.

  • Das Central Pier verspricht jede Menge Spaß mit Videospielen, bei denen man an den Automaten und Konsolen sein Glück versuchen kann. Die Kart-Bahn und auch Paintball garantieren Adrenalin und Familienspaß pur!
  • Pflichtprogramm bei einem Aufenthalt in Atlantic City ist definitiv der Vergnügungspark auf dem legendären Steel Pier mit einer nostalgischen Jahrmarkt-Atmosphäre, aufregenden Fahrgeschäften, zahlreichen Karussells, einem attraktiven Spiel- und Spaßangebot für jedes Alter und natürlich dem knapp 70 Meter hohen Riesenrad, optisches Markenzeichen des Piers. Auf der rund 15 Minuten langen Fahrt liegen dem Gast die Metropole, der Atlantik und New Jersey buchstäblich zu Füßen – das Highlight jedes Besuchs in Atlantic City.
Steel Pier und Strand in Atlantic City, New Jersey, USA. Image by Bruce Emmerling from Pixabay, CC0
Steel Pier und Strand in Atlantic City. Foto: Pixabay, CC0

Boardwalk Hall

Entlang des Boardwalk können Besucher eine Fülle an historischer Architektur entdecken, zum Beispiel die ikonische Boardwalk Hall. Das Gebäude aus der Zeit der Prohibition begeistert mit einer Art Deco Fassade und einem imposanten gewölbten Dach.

In der Boardwalk Hall befindet sich eines der Highlights von Atlantic City: die „Pipe Organ, das größte Musikinstrument und gleichzeitig die älteste noch funktionierende Pfeifen-Orgel der Welt. Von Mai bis September können sich Gäste mit einem täglichen Angebot an kostenlosen Touren und Konzerten an diesem beeindruckenden Instrument erfreuen.

In der Lobby der Jim Whelan Boardwalk Hall haben Besucher außerdem die Möglichkeit, sich im Rahmen der Atlantic City Experience über die interessante Geschichte der Stadt zu informieren. Die Prohibition wird hier genauso thematisiert wie der große Sturm von 1962 oder die Entwicklung der Metropole zur Unterhaltungs- und Glücksspielerhochburg.
Die Boardwalk Hall zählt zu den bekanntesten Veranstaltungsorten an der Jersey Shore, der Küste von New Jersey, und kann auf eine vielfältige Historie an Konzerten, hochklassigen Sportevents und anderen Veranstaltungen zurückblicken. So haben hier beispielsweise schon die Boxlegenden Mike Tyson und Evander Holyfield im Ring gestanden und berühmte Musiker wie Luciano Pavarotti und die Beatles sind in der Boardwalk Hall aufgetreten. In den Konzertsälen der großen Casinos wird das ganze Jahr über ein erstklassiges Unterhaltungsprogramm geboten. Namhafte Künstler wie Pitbull, Mary J. Blige oder Lady Gaga stehen hier auf der Bühne und mitreißende Broadway Musicals wie Chicago versprechen einen unvergesslichen Abend.

Historisches und Kulturelles

Das historische Stadtviertel Gardner’s Basin hat sich von einer Vergangenheit als Unterschlupf für Alkoholschmuggler und Zentrum des kommerziellen Fischfangs zu einer der schönsten Ecken Atlantic Citys gemausert. Hier befindet sich unter anderem auch das Atlantic City Aquarium, das nicht nur mit einer Vielzahl an interessanten Becken und Meeresbewohnern unterschiedlichster Ökosysteme, sondern auch mit einem fantastischen Ausblick über die Bucht begeistert. Hier kann man Haie, Seepferdchen und Ohrenquallen betrachten und mit Pfeilschwanzkrebsen und Seeigeln (mehr oder weniger) auf Tuchfühlung gehen kann. Oder man stattet der Meeresschildkröte „Groman“, einem der beliebtesten Bewohner des Aquariums, einen Besuch ab.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der historische Leuchtturm Absecon Lighthouse am nördlichen Ende der Stadt, der dritthöchste seiner Art in den USA und einer der ältesten aus der Zeit des Bürgerkrieges. Wenn man die 228 Stufen erklommen hat, wird man mit einer atemberaubenden und unvergesslichen Aussicht auf die Umgebung belohnt. Obwohl der Leuchtturm seit 1933 nicht mehr offiziell operiert, wird seine Laterne noch immer jeden Abend eingeschaltet, so dass man die Schönheit des Gebäudes Tag und Nacht bewundern kann.

Weiterhin empfehlenswert ist auch ein Besuch des New Jersey Korean War Memorial im Brighton Park.

Rien ne va plus – Spielerparadies Atlantic City

Bekannt ist Atlantic City natürlich vor allen Dingen als Spielerparadies – kombiniert mit der ansprechenden Lage direkt am Meer die ideale Voraussetzung für ein erstklassiges Reiseziel. Jedes der neun Spielcasinos der Stadt lockt seine Gäste mit einem ganz eigenen, persönlichen Stil, Charakter und Ambiente. Auf einer Fläche von insgesamt mehr als neun Hektar heben die Casinos das Spielerlebnis auf eine neue Ebene.

Hier werden alle Glücksspiel-Varianten geboten, die das Herz begehrt: Automaten, Video Poker, Poker und alle Klassiker an den Spieltischen wie Blackjack, Craps, Baccara, Roulette und vieles mehr.

Zu den neuesten Angeboten in den „Spielhöllen“ gehören Sportwetten – die Mischung aus Nervenkitzel und Leistungssport erfreut sich natürlich speziell bei Sportfans großer Beliebtheit.

Darüber hinaus befinden sich einige der großen Casino-Hotels wie das Hard Rock Hotel & Casino Atlantic City, Bally’s Atlantic City und Caesars Atlantic City in Laufnähe zu den Einkaufszentren – Gewinne können also gleich wieder umgesetzt werden.

Übrigens: Aus New York und Philadelphia verkehren mehrmals täglich Shuttle-Busse von / nach Atlantic City, sodass auch ein Tages- oder Wochenendausflug problemlos möglich ist.

Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Unbedingt empfehlenswert ist die Mural Tour des 48 Blocks Programms der Atlantic City Arts Foundation. Die Wandgemälde, von denen die meisten erst in den letzten drei Jahren entstanden sind, ergänzen das kulturelle Angebot der Stadt für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Eine Übersicht über die knapp 50 Murals, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen, findet man auf der Webseite der Atlantic City Arts Foundation.

Eine ansprechende Kombination aus Vergangenheit und Neuzeit bietet ein Ausflug ins historische Städtchen Smithville. Einst Haltestation für Postkutschen, ist das liebevoll angelegte Dorf heute ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. In über 60 charmanten kleinen Geschäften kann man hier nach individuellen Produkten und Angeboten stöbern, während man durch die Kopfstein-gepflasterten Straßen bummelt, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die jüngeren Besucher werden vor allen Dingen vom Karussell und den Paddelbooten begeistert sein.

Nur wenige Kilometer von Atlantic City entfernt, in Margate, New Jersey, lockt Lucy, der weltgrößte Elefant, Gäste an. Das Holzgebilde mit Aussichtsplattform in Form eines Dickhäuters ist sechs Stockwerke hoch und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region. 1976 wurde Lucy zum National Historic Landmark erklärt, im Jahr 2000 wurde sie einer umfassenden Restaurierung unterzogen.

Natur pur bietet ein Besuch im Edwin B. Forsythe Wildlife Refuge. Das Wildtierschutzgebiet umfasst eine Fläche von mehr als 190 Quadratkilometern im südlichen Küstenbereich des Staates New Jersey. Unter anderem führen vier Wanderwege durch das von Sümpfen und Wäldern durchzogene Areal, in dem rund 300 verschiedene Vogelarten über das Jahr verteilt beheimatet sind. An speziellen Beobachtungspunkten können interessierte Besucher die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bewundern.

Geschichte zum Anfassen unter freiem Himmel verspricht das Freilichtmuseum Historic Cold Spring Village, wo das Leben in der Region Anfang bis Mitte des 19. Jahrhundert dargestellt wird. Das Museumsdorf setzt auf die Erhaltung historischer Sehenswürdigkeiten, um ein anschauliches Wissen über die damalige Zeit, über Architektur und Lebensweise, aber auch künstlerische und kulturelle Aspekte zu vermitteln. Zu den Gebäuden, die besichtigt werden können, gehören beispielsweise eine Schule, eine Töpferei, eine Schmiede, eine Buchbinderei, eine Farm, ein Gefängnis und mehr. Historic Cold Spring Village ist in der Regel ausschließlich während der Sommermonate geöffnet.

Im Marine Mammal Stranding Center in Brigantine, nahe Atlantic City, können sich Gäste über die hochinteressante und wichtige Arbeit dieser Non-Profit-Organisation informieren, die gestrandete und in Not geratene Meeresbewohner wie Wale, Delfine, Seehunde oder Meeresschildkröten aufnimmt und sie nach ihrer Genesung wieder in die freie Wildbahn entlässt. Im angeschlossenen Museum erfahren Besucher allerlei Wissenswertes über das Leben im Meer und die Gefahren und Widrigkeiten, denen die Tiere durch die zunehmende Umweltverschmutzung ausgesetzt sind. Bereiche, die nicht öffentlich zugänglich sind, um den Gesundungsprozess der Patienten nicht zu gefährden, sind dem Museumsbereich per Kamera zugeschaltet. Wichtig zu wissen: Jedes Souvenir, das hier verkauft wird, kommt der Arbeit des Zentrums zugute.

Kunstinteressierten sei das Noyes Museum of Art of Stockton University ans Herz gelegt, wo man die verschiedensten Stile und ihre Schöpfer kennenlernen kann. In der Noyes Arts Garage sind sogar gleich zwei Museen untergebracht: The Noyes Museum of Art Galleries und das African American Heritage Museum of Southern New Jersey. Außerdem gibt es in der Noyes Arts Garage eine Reihe von Studios, die Besuchern den persönlichen Kontakt zu den Künstlern ermöglichen. Sie können dem kreativen Schaffensprozess beiwohnen, Fragen stellen und bei Interesse natürlich auch eins der individuellen Werke erstehen.

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Atlantic City: Morgen oder Nachmittag Skyline Ocean Cruise

Atlantic City: Morgen oder Nachmittag Skyline Ocean Cruise. Foto: GetYourGuide
Genießen Sie eine 1-stündige geführte Bootsfahrt auf dem Meer vom historischen Gärtnerbecken in Atlantic City. Besuchen Sie die berühmte Promenade, den Steel Pier, den Absecon Lighthouse und die hoch aufragenden Casinos von Borgata und Harrah. MEHR +
Kundenbewertung: 5.00 von 5  (5 Bewertungen)
Dauer: 1 Stunde
Preis: ab 17 Euro pro Person
Foto: GetYourGuide

Einkaufen nach Herzenslust

Wer eine Reise nach Atlantic City plant, sollte am besten etwas mehr Platz im Koffer lassen – das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten ist riesig und in New Jersey wird keine Einkaufssteuer auf Kleidung und Schuhe erhoben – die perfekte Voraussetzung also, um das eine oder andere Schnäppchen zu finden.

Hierfür bietet sich ein Besuch von The Walk an, ein rund drei Blocks umfassendes Areal mitten in der Stadt, in dem sich unter anderem die Tanger Oulets befinden, mit mehr als 100 Markengeschäften wie Abercrombie & Fitch, Guess, Calvin Klein, Nike, Levi’s oder Gap, die hier zum Bummeln und Geld ausgeben einladen. The Walk ist nur einen kurzen Spaziergang vom Boardwalk entfernt.

Überhaupt sind einige der besten Einkaufsgelegenheiten der Stadt von der Promenade aus bequem zu erreichen. Für ein Shoppingerlebnis der Extraklasse sorgt das prachtvolle exotische Flair von The Quarter at Tropicana mit Filialen von Swarovski, The Spy Store und The Hat Emporium.

Typische Souvenirs und Strandausstattung ersteht man am besten in den kleineren Läden direkt am Boardwalk.

Eine außergewöhnliche Erinnerung an den Aufenthalt in Atlantic City verspricht die Noyes Arts Garage of Stockton University im Erdgeschoß von The Wave. Das Gebäude mit dem maritimen Namen ist eine Mischung aus Parkhaus und Geschäftszentrum und beherbergt ein Herzstück der lokalen Kunstszene. In der Arts Garage sind Besucher dazu eingeladen, den Künstlern in ihren Studios bei ihrem kreativen Prozess zuzusehen, Fragen zu stellen und bei Interesse natürlich auch eins der individuellen Werke zu erstehen.

Egal, ob man auf der Suche nach klassischen Andenken, Designerware oder den typischen Salzwasser-Karamellen ist – in Atlantic City wird man garantiert fündig.

Sonnenuntergang in Atlantic City, New Jersey, USA. Image by PublicDomainPictures from Pixabay, CC0
Sonnenuntergang in Atlantic City. Foto: Pixabay, CC0

Für Genießer und Nachtschwärmer

Das kulinarische Angebot in Atlantic City zählt zu den besten an der Ostküste der USA. Hier findet sich das passende Gericht für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel. Besonders interessant für Feinschmecker ist die alljährliche Restaurant Week im März, bei der in zahlreichen Gastronomiebetrieben besondere Menüs zu günstigen Preisen angeboten werden.

In der weiteren Region um Atlantic City in South New Jersey haben sich eine Reihe lokaler Weingüter, Brauereien und Destillerien zusammengeschlossen und bieten auf dem Wine and Ale Trail die Möglichkeit, regionale Weine, Biere und Spirituosen zu verkosten. Ein echtes Highlight!

Nur wenige Schritte vom Boardwalk entfernt erstreckt sich auf einer Fläche von drei Blocks das Viertel The Orange Loop. Hier gibt es tolle Restaurants, ausgefallene Bars und Cafés, Live Musik und vieles mehr – genau das Richtige, um einen Tag am Strand gemütlich (und lecker) ausklingen zu lassen und sich dann ins Nachtleben von Atlantic City zu stürzen.

Es lohnt sich generell das Nachtleben in den zahlreichen Clubs und Bars von Atlantic City zu erkunden. Da es keine Sperrstunde gibt, haben diese rund um die Uhr geöffnet – einer durchtanzten Partynacht steht also nichts im Weg.

Und wenn man dann doch mal müde wird, findet sich in Atlantic City auf jeden Fall das passende Hotel. Mehr Infos unter: https://www.atlanticcitynj.com

Atlantic City
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