Der Deutsch-Amerikanische Tag erinnert an das deutsche Erbe in Nordamerika und nimmt Bezug auf den 6. Oktober 1683, als dreizehn deutsche Familien an Bord des Segelschiffes Concord die nordamerikanische Küste erreichten.

Germany USA Flag. Foto: Pixabay, CC0

Schon vor der Gründung der Vereinigten Staaten prägten Amerikaner deutscher Abstammung und ihre Nachfahren nahezu alle Bereiche der amerikanischen Gesellschaft mit ihrer Kultur, ihren Werten und ihren Errungenschaften. Die Vereinigten Staaten haben außerordentlich von der Kreativität, der Entschlossenheit und dem Einfallsreichtum der deutschstämmigen Mitbürger profitiert. Deutsche gehörten zu den ersten europäischen Siedlern in den ursprünglichen Kolonien.

Am 6. Oktober 1683 landeten 13 deutsche Familien, die Anfang des Jahres aus Krefeld aufgebrochen waren, in Pennsylvania. Diese Pioniere gründeten die erste deutsche Siedlung in Amerika: Germantown, die erste amerikanische Gemeinde, die sich offiziell gegen das Übel der Sklaverei aussprach. Ihre Gemeinde entwickelte sich gut, und deutsche Einwanderer und ihre Nachfahren bauten die USA mit auf. Heute ist Germantown ein Stadtteil von Philadelphia.

Seit diesem verheißungsvollem Anfang sind viele deutsche Einwanderer auf der Suche nach persönlicher und religiöser Freiheit und wirtschaftlichen Chancen in unserem Land eingetroffen.

Cliveden House, auch bekannt als Benjamin Chew House, Schauplatz der Schlacht von Germantown am 4. Oktober 1777 des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Foto: Library of Congress
Cliveden House, auch bekannt als Benjamin Chew House, Schauplatz der Schlacht von Germantown am 4. Oktober 1777 während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Foto: Library of Congress

Heute haben etwa 50 Millionen Amerikaner deutsche Vorfahren. Tatsächlich stammen mehr Amerikanerinnen und Amerikaner ganz oder teilweise von Deutschen ab als von anderen Nationalitäten, und mehr als eine Million Amerikaner sprechen zu Hause noch immer Deutsch.

Von der Regierung über das Militär bis in alle Bereiche der Kunst und Wissenschaft hatten Amerikaner deutscher Abstammung großen Einfluss auf die Vereinigten Staaten. Zu ihnen gehörten Albert Einstein, Dwight D. Eisenhower, Babe Ruth, John Steinbeck, John Philip Sousa und Marlene Dietrich – um nur einige zu nennen.

Anlässlich des Deutsch-Amerikanischen Tages, der jedes Jahr am 6. Oktober begangen wird, würdigen die Amerikaner das Vermächtnis früherer Generationen und den Beitrag, den Amerikaner deutscher Abstammung heute leisten. Es wird daran erinnert, dass Millionen deutsche Einwanderer ihre Energie und Vorstellungskraft in die Vereinigten Staaten mitbrachten und das Land so bereichert und geprägt haben.

Der Deutsch-Amerikanische Tag wurde erstmals im 19. Jahrhundert gefeiert. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die dadurch herrschende anti-deutsche Stimmung starb diese Tradition jedoch aus.

Erst seit 1983 wird wieder gefeiert: Um den 300. Jahrestag der Immigration von Deutschen und ihrer Kultur in den Vereinigten Staaten zu feiern, rief der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, den 6. Oktober zum German-American Day aus.

German-American Day
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