Wer kennt ihn nicht, den Mardi Gras in New Orleans? Jedes Jahr aufs Neue begeistert die Stadt Menschen aus aller Welt mit guter Laune, Gastfreundschaft, bunten Farben und beeindruckenden Paraden. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich?

Mardi Gras (wörtlich: „Fetter Dienstag“) ist die französische Bezeichnung für den Faschingsdienstag, den letzten Tag des – vor allem in katholisch bevölkerten Gebieten – gefeierten Faschings vor dem Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit.

Entstehung des Mardi Gras

Die Entstehung des Mardi Gras geht weit zurück ins 17. Jahrhundert und wurde geprägt von französischstämmigen Einwanderern, die ihre Traditionen aus ihrem Heimatland hier fortführten und in die Kultur einbrachten. Mit dem Einzug der Spanier wurden sämtliche Feste verboten und erst 1827 durfte man sich offiziell wieder maskieren.

Maske, Mardi Gras, New Orleans, Louisiana, USA. Foto: Pixabay #584508, Public Domain
Typische Maske beim Mardi Gras in New Orleans, Louisiana. Foto: Pixabay, CC0

Mardi Gras in New Orleans

Das amerikanische Pendant zum deutschen Karneval und dem Karneval in Rio ist eines der Highlights in New Orleans und Menschen aus der ganzen Welt pilgern am „Fat Tuesday“ – dem „fetten Dienstag“ – in die Wiege des Jazz und feiern solange die Füße sie tragen. Zahlreiche Paraden mit prächtig geschmückten Wagen ziehen durch die Stadt und begeistern die Massen.

Heute kann sich in New Orleans wohl kaum ein Mensch ein Leben ohne dieses Fest vorstellen. Garden und Faschingsvereine heißen in New Orleans „krewes“, und die Wagen „floats“. Statt Karamellen werden „beads“ geworfen, bunte Glasperlenketten. Junge Frauen lüpfen dafür übrigens gern auffordernd ihr Shirt.

Parade beim Mardi Gras in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: NOCVB

Mardi Gras in New Orleans

Bunte Farben und beeindruckende Paraden
Rund um Faschingsdienstag verwandeln sich das French Quarter und die umliegenden Stadtteile von New Orleans in die größte Party-Quadratmeile des Kontinents – mit jeder Menge Musik und Prominenz. mehr +

Foto: NOCVB

Mardi Gras außerhalb von Louisiana

Außerhalb von Louisiana wird der Mardi Gras etwas anders gefeiert und zeichnet sich durch Rituale und Traditionen aus. Beispielsweise ziehen hier Gruppen verhüllt in Masken und angeführt von einem „Captain“ auf Pferden von Hof zu Hof um etwas vorzuführen. Als Dank erhalten sie meist ein Huhn welches freigelassen und von den Teilnehmern eingefangen werden muss.

Umzug des Mardi Gras in Mobile, Alabama. Foto: Alabama Tourism

Mardi Gras in Mobile, Alabama

Der älteste Mardi Gras der USA
Mehr als 40 Parade-Umzüge, über 60 Festbälle und jede Menge farbenfrohes Karnevalsgebäck sind in Alabamas Hafenstadt am Golf von Mexiko ganz klar eine Sache der Einheimischen – und damit absolut authentisch. mehr +

Foto: Alabama Tourism

Mardi Gras in Panama City Beach, Florida, USA. Foto: Panama City Beach CVB

Mardi Gras in Panama City Beach, Florida

Riesige Strandparty in Florida
Funkenmariechen, Piraten und Clowns reißen die Herrschaft über den Küstenort an sich. Ganz nach dem großen Vorbild in New Orleans, aber in traditioneller Panama City Beach-Manier, wird hier mit den Füßen im weißen Sand gefeiert. mehr +

Foto: Panama City Beach CVB

Mardi Gras
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