„The Big Easy“ nennen die Amerikaner New Orleans – und das zu Recht! Wenn wir im Deutschen demnach der größten Stadt im Bundesstaat Louisiana den Beinamen „Die große Unbeschwertheit“ oder „Die enorme Lebensfreude“ geben, spiegelt dies genau die Atmosphäre wider die Sie in New Orleans vorfinden werden. Hier nimmt man nämlich alles ein bisschen leichter, ist stolz auf die lange Geschichte und den eigenen Charakter und darauf, dass man eben nicht so ist wie der Rest der USA. New Orleans gilt auch als „Wiege des Jazz“.

Die Stadt mit dem großen Hafen am Mississippi River ist bekannt für ihre historische Altstadt, dem „French Quarter“, die außergewöhnlichen Villen im „Garden District“, die prunkvolle Architektur aus der spanischen und französischen Kolonialzeit und ihre lokale Kreolische Küche.

Skyline und Mercedes-Benz Superdome in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: NOCVB
Skyline und Mercedes-Benz Superdome in New Orleans. Foto: NOCVB

Die französische und spanische Geschichte prägen das Stadtbild durch ihren Baustil mit seinen gusseisernen Balkonen im French Quarter. Das Viertel bietet eine große Vielfalt: Von kreolischen Townhouses und der strahlend weißen St. Louis Cathedral über Musiker, Künstler und der abendlichen Bourbon Street bis hin zum „Mighty Mississippi“.

Jackson Square und Saint Louis Cathedral im French Quarter in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: PDPhoto.org #8869
Jackson Square und Saint Louis Cathedral im French Quarter. Foto: PDPhoto.org

Im Garden District findet man opulente, kunstvoll gestalteten Villen wie das Double Gallery House und eine Reihe an Häusern im viktorianischen Baustil.

In den Friedhöfen von New Orleans kann man herumwandern wie in kleinen Städten. In der sumpfigen Stadt mussten die Toten früher über der Erde bestattet werden. Und da die reichen Einwohner der Stadt großen Wert auf posthumen Stil legten, stehen auf den Friedhöfen heute Grabmale, die wie Grabvillen aussehen. Gotisch inspirierte sowie neo-klassizistische Gräber sind nur einige Bauarten, die man hier vorfindet.

Friedhöfe sind zweifellos prädestiniert für Spukgeschichten jeglicher Art. Der St. Louis Cemetery No. 1 in New Orleans bildet da keine Ausnahme – im Gegenteil. Das Grab der bekanntesten Voodoo Queen von New Orleans, Marie Laveau, das sich hier befindet, ist unschwer zu verfehlen: Zahlreiche ihrer Anhänger haben hier Gaben niedergelegt und die Gruft mit drei „X“ gekennzeichnet, ein Ritual, in der Hoffnung, ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Laveau ist nur eine von vielen bekannten Personen, die hier auf dem ältesten Friedhof von New Orleans ihre letzte Ruhe gefunden haben – oder auch nicht…, zumindest, wenn man den zahlreichen Geschichten Glauben schenken darf.

St. Louis Cemetery No. 1 in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: Chris Granger / New Orleans CVB
St. Louis Cemetery No. 1 in New Orleans. Foto: Chris Granger / NOCVB

Entstanden ist der nahe des French Quarters gelegene Friedhof im Jahr 1789. Die Ruhestätte umfasst lediglich einen Häuserblock, dennoch sollen hier mehr als 100.000 Menschen begraben sein, von denen allerdings viele noch ihr Unwesen auf dem Friedhof treiben. Für ein wenig Gänsehaut und Insiderwissen empfiehlt sich eine geführte Friedhofs-Tour, denn ohne offizielle Führung erhalten Besucher hier keinen Zugang.

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New Orleans: St. Louis No. 1 Friedhof-Tour

New Orleans: St. Louis No. 1 Friedhof-Tour. Foto: GetYourGuide
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Die hervorragende Küche der Stadt hat sich weit über die Grenzen der USA hinaus einen Namen gemacht: Beignets (Schmalzgebäck mit Puderzucker), Boudain (eine Art Wurst), Étouffée (scharfer Cajun-Eintopf), Gumbo (dicker, scharfe Suppe) oder eine Jambalaya (scharfes Gericht mit Reis und Hühnchen) – hier vermischt sich die Kochkunst der europäischen Einwanderer mit Einflüssen aus der Karibik. Gourmets schwärmen von den rustikalen Cajun-Leckerbissen und raffinierten kreolischen Spezialitäten. Ein kleiner Tipp: „Lagniappe“ ist ein kleines Extra wie ein Kaffee oder ein Dessert.

Die Stadt hat unzählige berühmte Künstler hervorgebracht, besonders natürlich die legendären Jazz-Musiker, aber auch Schriftsteller wie z.B. Truman Capote und Tennessee Williams. Dem großen Autor wird jährlich ein Theater-Festival gewidmet, das den sowieso schon üppigen Veranstaltungskalender der Stadt ergänzt.

Selbstverständlich hat New Orleans auch eine Vielzahl an Festivals zu bieten! Meist wird hier die Freude an ausgezeichnetem Essen, guter Musik, leckeren Getränken und ausgelassener Stimmung miteinander verbunden und gefeiert. Im Oktober und November finden beispielsweise das „Louisiana Seafood Festival“, „Crescent City Blues & BBQ Festival“, „Voodoo Music + Art Experience“ und das „Treme Gumbo Festival“ statt – die Auswahl lässt demnach auch zu dieser Jahreszeit keine Wünsche offen.

Ein weiteres großes Highlight in New Orleans ist das alljährlich stattfindende „Mardi Gras“ (Karneval). „Let the good times roll!“ heißt hier das Motto am „fetten Dienstag“ (der so heißt, weil am Tag danach die Fastenzeit beginnt), wenn sich das Zentrum von New Orleans in die größte Party-Quadratmeile des Kontinents verwandelt. In einer Stadt, die auch an den restlichen 364 Tagen im Jahr zu feiern versteht, kann man sich vorstellen, was das bedeutet.

Karneval-Begeisterte, die am Mardi Gras leider nicht teilnehmen können, sollten einen Besuch in der Mardi Gras World im Zentrum von New Orleans einplanen. Neben Hintergrundinformationen zur eindrucksvollen Geschichte und den Traditionen dieser besonderen Feierlichkeiten haben Besucher hier auch die Möglichkeit sich die prächtigen Wagen aus der Nähe anzuschauen. Und wem das doch nicht ausreicht: Der nächste Mardi Gras kommt bestimmt!

Louisiana State Museum The Cabildo und St. Louis Cathedral im French Quarter in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: Louisiana Office of Tourism
Louisiana State Museum The Cabildo und St. Louis Cathedral im French Quarter in New Orleans. Foto: Louisiana Office of Tourism

Die Straßen von New Orleans

Ob das legendäre French Quarter, der beeindruckende Garden District, oder die In-Viertel Faubourg Marigny & Bywater – jede der unzähligen Nachbarschaften in New Orleans hat einen einzigartigen Charakter! Um die Atmosphäre der Stadt wirklich erleben zu können, sollten Besucher keines dieser markanten Distrikte auslassen. 13 besondere Straßen verstreut in The Big Easy sind dabei besonders hervorzuheben und helfen dabei, die Seele der Stadt zu entdecken.

Die wunderschönen Villen und Anwesen des Garden District finden Besucher entlang der St. Charles Avenue. Geschmückt mit uralten Baumbeständen bietet sich hier eine Fahrt mit der historischen St. Charles Streetcar an, um diese Gegend auf sich wirken zu lassen. Highlight der Fahrt ist ein Stopp am Audubon Park zum Entspannen und Genießen in freier Natur sowie ein anschließender Besuch des Audubon Zoo. Ein kleiner Tipp: Während der Mardi Gras Zeit verwandelt sich die St. Charles Avenue in eine Paradenstraße und wird unter anderen zum absoluten Besuchermagnet.

Streetcar im Garden District, New Orleans, Louisiana, USA. Foto: New Orleans CVB
Streetcar im Garden District. Foto: New Orleans CVB

Ursprünglich als Hauptstraße in New Orleans geplant, liegt die Canal Street zwischen dem French Quarter und dem Central Business District. Mit dieser zentralen Lage ist sie idealer Ausgangspunkt für jegliche Ausflüge und Unternehmungen. Besucher können einfach in die rote Canal Street Streetcar einsteigen und so die Highlights von Mid-City erreichen – darunter auch das New Orleans Museum of Art im City Park und das beliebte Ralph´s on the Park Restaurant.

Natürlich darf bei den wichtigsten Straßen der Stadt eine ganz sicher nicht fehlen: die berühmte Bourbon Street! Sie ist vor allem bekannt für ihr aufregendes Nachtleben, historische Bars und toller Live-Musik. Als perfekter Startpunkt für einen schönen Abend empfiehlt sich ein kurzer Besuch im Fritzel´s oder dem ältesten Gebäude, welches auch als Bar genutzt wird: Lafitte´s Blacksmith Shop. Auch ein Essen im Galatoire´s, welches seit 1905 kreolische Küche serviert und wert auf Familientraditionen legt, rundet den Abend ab.

Obwohl parallel zur Bourbon Street gelegen befindet man sich auf der Royal Street in einer vollkommen anderen Welt. Kunstgalerien, Antiquitäten-Shops und ausgezeichnete Restaurants – diese Straße steht nicht nur für Kultur und Geschichte, sondern auch für einige der atemberaubendsten architektonischen Gebäude der Stadt.

Shopping-Begeisterte sollten einen Abstecher auf die Magazine Street einplanen. Von Uptown bis zum Lower Garden District stehen sechs Meilen mit unzähligen Boutiquen und Geschäften zur Verfügung. Ob gehobene Küche oder eine schnelle Mahlzeit zwischendurch, Spas, Coffee Shops oder Kunstgalerien, die Magazine Street ist für einen Einkaufsbummel genau das Richtige.

Die Frenchmen Street ist tagsüber eine farbenfrohe Straße mit Cafés und lässigen Menschen, Künstlern und ganz viel Lebendigkeit, am Abend warten Clubs und Musikgenres jeglicher Art: Cajun, Latin, Rock, Folk, Punk und natürlich Jazz.
Die Straße ist das Herz und die Seele für Live-Musik in New Orleans und erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Hier kommen nicht nur Besucher, sondern vor allem die Einheimischen hin, um mit die beste Musik der Stadt zu genießen. Mit unzähligen Bars und Clubs, wie dem Spotted Cat und dem d.b.a., die keinen Eintritt verlangen sowie das Snug Habor Jazz Bistro als beliebte Location, zieht die Straße unzählige Musik-Begeisterte an und zeigt alles, was die Stadt musikalisch zu bieten hat.

Auch die Esplanade Avenue mit ihren historischen Gebäuden der früheren kreolischen Oberklasse, die Julia Street, oder liebevoll „Gallery Row“ genannt, die mit zahlreichen Galerien und Events beeindruckt sowie die zahlreichen Bars, Restaurants und Shop in der Oak Street geben Reisenden einen einmaligen Eindruck der Vielfältigkeit von The Big Easy.

Nicht zu vergessen sind ebenfalls die bei Studenten beliebte Maple Street, die lebendige Freret Street mit den besten Cocktails der Stadt im Cure, der Oretha Castle Haley Boulevard, auf welchem das Southern Food and Beverage Museum beheimatet ist und zu guter letzt die St. Claude Avenue, der Himmel auf Erden für alle Künstler.

Gut, dass bei diesem Angebot New Orleans eine fußgängerfreundliche Stadt ist und Reisende mit einem guten Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln überall problemlos hinbringt.

Authentisch, bunt, lebensfroh – das sind die Straßen von New Orleans!

Cemetery Moon Wolf Night. Foto: Pixabay#395953

Geistertouren in New Orleans

Gruselige Stadtrundgänge
New Orleans ist über alle Zweifel erhaben die unangefochtene Spuk-Hauptstadt Amerikas. Bei den Geistertouren mit hohem Grusel-Faktor laufen den Besuchern kalte Schauer über den Rücken. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Skyline und Mercedes-Benz Superdome in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: NOCVB

Sport in New Orleans

The Big Easy und seine Liebe zum Sport
Die New Orleans Saints sind für die Bewohner nicht irgendein Footballteam, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Auch im Basketball ist einiges los, denn die New Orleans Pelicans gehören zu den beliebtesten Sportmannschaften des Staates. mehr +

Foto: NOCVB

LaLaurie Mansion

Geheimnisse, Intrigen und Angst einflößende Legenden ranken seit dem frühen 19. Jahrhundert um dieses Haus. Die einflussreiche französisch-Kreolin Delphine LaLaurie war ein hochangesehenes Mitglied der Gesellschaft und bekannt für ihre rauschenden Partys. Die Wahrheit über Madame LaLauries dunkle Seite kam erst ans Licht, als das Anwesen einem Feuer zum Opfer fiel. Feuerwehrmänner entdeckten in einem Zimmer des Herrenhauses Überreste von angeketteten, gequälten Sklaven.

LaLaurie und ihre Familie flohen zwar aus Louisiana, aber es scheint, als würden die geschundenen Seelen noch immer nach Vergeltung suchen. Es heißt, dass spätere Besitzer des Hauses von Geistern heimgesucht wurden – zumindest hat es keiner von ihnen lang ausgehalten und das Haus bald nach Einzug schon wieder verlassen.

Da bildet vermutlich auch Schauspieler Nicholas Cage keine Ausnahme, der das Herrenhaus Anfang der 2000er Jahre eine Zeitlang sein Eigen nannte. Ob er tatsächlich je eine Nacht dort verbracht hat, ist nicht bekannt. Professionelle Geisterjäger sind der Überzeugung, dass es sich beim LaLaurie Mansion um das Haus mit den meisten Heimsuchungen im French Quarter handelt, aber Historiker bezeichnen diese Behauptung als unwahr.

Literaturtour durch New Orleans

Für Fans amerikanischer Autoren gibt es eine private, abendliche Literaturtour durch New Orleans. Der Rundgang beginnt im berühmten Hotel Monteleone, das bei Schriftstellern aus dem Süden sehr beliebt war. Ernest Hemingway, Tennessee Williams und William Faulkner zählten zu den Gästen. Wer Lust hat, kann sich in der hoteleigenen Carousel Lounge einen Cocktail gönnen. Der Tourguide kennt sich dabei bestens im French Quarter und mit Literatur aus. Nach dem Abstecher zum einzigen Hotel, das als literarische Sehenswürdigkeit dient, geht es unter anderem weiter zu den Orten, an denen Faulkner, Williams, Truman Capote und andere einst zu Hause waren.

Tremé: Das „schwarze Herz“ von New Orleans

Von den Anfängen der Jazzmusik bis hin zur Bürgerrechtsbewegung: Das Tremé-Viertel in New Orleans ist seit jeher das schlagende Herz der afroamerikanischen Bevölkerung. Es ist eine beliebte Frage, ob der Jazz in New Orleans erfunden wurde oder nicht. Einige Jazzhistoriker sagen, der Jazz sei in New Orleans geboren, und in Chicago und New York aufgewachsen.

Tremé ist eines der ältesten Viertel der Stadt und war schon immer Zentrum der Musik. Blaskapellen vermischten europäischen Stil mit dem aus Lateinamerika und afroamerikanischen Kulturen und spielten zu verschiedensten Anlässen. Auch heute noch hört man zwischen Rampart Street und Broad Street, Canal Street und Esplanade Avenue – hier findet man Tremé – jede Menge Ragtime, Rhythm and Blues und natürlich Jazz.

Eine enorme Steigerung des nationalen Bekanntheitsgrades erfuhr das Stadtviertel durch die Ausstrahlung der gleichnamigen Fernsehserie des US-Fernsehsenders HBO (Erstaustrahlung 2010), die das Leben in Tremé und in New Orleans während des Wiederaufbaus nach Hurrikan Katrina thematisiert.

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Tremé: Afroamerikanische und Kreol-Geschichtstour

Tremé: Afroamerikanische und Kreol-Geschichtstour. Foto: GetYourGuide
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Museen

New Orleans Museum of Art

Das New Orleans Museum of Art (NOMA) wurde am 26. Februar 2010 gegründet, als Geschäftsmann und Philanthrop Isaac Delgado (1839-1912) mit einer Spende in Höhe von $150.000 den Bau des Gebäudes im City Park unterstützte. Die offizielle Eröffnung des Museums folgte am 16. Dezember 1911. Bis Oktober 1971 trug es den Namen Isaac Delgado Museum of Art, dann wurde es in New Orleans Museum of Art (NOMA) umbenannt.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte des NOMA spielen die zahlreichen Sachspenden von privaten Sammlern. Sie stellen einen großen Anteil der dauerhaften Ausstellungsstücke des Museums und machen den einzigartigen Charakter der Einrichtung aus. Als das NOMA 1911 seine Tore öffnete, nannte es rund ein Dutzend Kunstgegenstände sein eigen. Heute ist das Gebäude um ein Vielfaches größer und die dauerhafte Ausstellung umfasst mehr als 35.000 Kunstwerke.

Voodoo Museum

Voodoo vermischt römisch-katholische Rituale mit einer Vielfalt afrikanischer Glaubens- und Magie-Elemente. Die wurden von den verschleppten Sklaven nach Haiti mitgebracht. Von dort gelangte Voodoo dann nach New Orleans, das im 19. Jahrhundert zur „Voodoo Capital of the US“ wurde. Nach Jahrhunderten der Verbote ist Voodoo in New Orleans heute akzeptiert und hat viele Anhänger. Wer sich für die Religion interessiert, sollte im Voodoo Museum vorbei schauen, dem einzigen seiner Art in den USA. Eines der meist besuchten Gräber in den Südstaaten steht auf dem St. Louis Cemetery #1 und soll die sterblichen Überreste von Madame Laveau enthalten, der berühmten Voodoo-Queen. (www.voodoomuseum.com)

Southern Food and Beverage Museum

In diesem außergewöhnlichen Museum dreht sich alles rund ums Thema Essen und Trinken! Denn das „Southern Food and Beverage Museum“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und Entwicklung der Ess-Kultur des Südens zu feiern und für Besucher darzustellen. Nach einem Umzug eröffnete das Museum eröffnete im September 2014 am neuen Standort 1504 Oretha Castle Haey Boulevard wieder seine Türen. Zu den Bereichen zählen das „Museum of American Cocktail“, die „Leah Chase Louisiana Gallery“ sowie die „Gallery of the States“. Besucher erhalten hier einen besonderen Einblick in die kulinarische Geschichte und Entwicklung der Südstaaten-Küche.

Der musikalische Zauber von New Orleans

Als „Wiege des Jazz“ ist das Musik-Angebot in New Orleans unerschöpflich und bietet für jeden Geschmack etwas. Ob kleine Bars mit Live-Musik, Festivals, große Stars wie Grammy-Gewinner Irvin Mayfield, noch unbekannte Musiker an unzähligen Straßenecken oder große Konzerte – die Melodien auf den bunten Straßen von „The Big Easy“ verzaubern jeden, der einmal dort gewesen ist. Die Lebensfreude ist ansteckend und es liegt definitiv an jedem neuen Tag Musik in der Luft…

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Musikszene von New Orleans zu entdecken und zu genießen:

  • Zu den besten Jazz-Musikern der heutigen Zeit zählt ohne Frage Trompeter und Leiter des New Orleans Jazz Orchestra Irvin Mayfield! Um diesen grandiosen Musiker einmal live zu erleben sollte ein Besuch des „Irvin Mayfield Playhouse“ direkt auf der Bourbon Street auf dem Programm stehen. (irvinmayfield.com)
     
  • Mayfield hat allerdings noch einiges mehr zu bieten, denn er spielt in zahlreichen Clubs, gibt Konzerte und hat im März 2015 mit dem New Orleans Jazz Orchestra ein neues Gebäude im Zeichen der Musik eröffnet! Der frühere „Gators Department Store“ bietet Platz für Konzerte, Darstellungen und vieles mehr. Das „New Orleans Jazz Archive“ wird ebenfalls hier beheimatet sein und über diverse Tribute legendärer Musiker der Jazzgeschichte verfügen. Wichtig für den Gründer Mayfield ist ebenfalls der musikalische Bildungsaspekt, der auf verschiedene Weise innerhalb des Gebäudes einbezogen wird. (thenojo.com)
     
  • Zahlreiche Bars mit Live-Musik und kleinen Clubs können in New Orleans an jeder Ecke entdeckt werden! Egal, ob die bekannte „Preservation Hall“ im French Quarter oder das auf der beliebten Frenchmen Street gelegene „Palm Court Jazz Cafe“ und der „Spotted Cat Music Club“: In dieser Stadt können Sie musikalisch gesehen keine Fehler machen. Lassen Sie sich einfach vom Rhythmus und der Musik leiten, dann wird sich der richtige Club schnell finden. Das „Off Beat“ Magazin ist eine weitere Möglichkeit das Passende zu finden, denn hier gibt es die neuesten Informationen über die Musikszene, aktuelle Programme und vieles mehr.

Ausflug mit dem Schaufelraddampfer

Eine Möglichkeit, den Mythos Mississippi zu erkunden, ist eine Ausflugsfahrt mit dem Schaufelraddampfer – ein authentisches Erlebnis, das bei keinem New-Orleans-Aufenthalt fehlen sollte. Kommt noch Live-Musik dazu, zum Beispiel auf einer der abendlichen „Jazz Cruises“, fühlt man sich tatsächlich wie im Film. Neben landestypischer Küche genießt man bei der „Dinner Cruise“ – vorzugsweise mit seiner/seinem Liebsten – einen romantischen Sonnenuntergang.

Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi bei New Orleans in Louisiana, USA. Foto: NOCVB
Der Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi bei New Orleans. Foto: NOCVB

Anlegestelle für die Natchez ist zentral am Moon Walk gegenüber des Jackson Square gelegen. Die Anlegestelle der Creole Queen befindet sich etwas weiter südlich am Riverwalk.

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New Orleans: Tagescruise an Bord des Dampfschiffes Natchez

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„Noo Aw-lins“, „New Or-lins“ oder „New Or-lee-yuns“?

New Orleans ist bekannt als Melting Pot verschiedenster Einflüsse: Ob Spanisch, Französisch, Afrikanisch oder Deutsch – hier finden Sie alle nur denkbaren Kulturen. Diese Einflüsse spiegeln sich allerdings nicht nur in der Kultur, der kulinarischen Szene oder der einzigartigen Lebensweise wider, sondern auch in der Sprache der Bewohner.

New Orleans kulturelle Vielfalt reicht weit in die Geschichte zurück. Während das frühe 18. Jahrhundert unter der Herrschaft der Franzosen stand, folgte im Jahr 1762 die Übergabe an die Spanier. Heute sind auch karibische und afrikanische sowie deutsche Einflüsse in der Geschichte von Louisiana verwurzelt. Nicht zu vergessen sind die Akadianer – kanadischen Immigranten, die die „Cajun“ Kultur des Staates geprägt haben.

Kein Wunder also, dass diese vielen Kulturen und Traditionen nicht nur das Essen und das Leben der Einwohner geprägt haben, sondern auch deren Sprache. Noch heute wird im Süden von Louisiana ein Französisch-Englisch gesprochen, was mit unserem Schul-Französisch kaum zu vergleichen und selbst für Muttersprachler nur schwer zu verstehen ist.

Hier ein kurzer Crashkurs:
Wenn Sie vor Ort nach dem Weg fragen, vergessen Sie die gängigen Himmelsrichtungen, denn hier gibt es Uptown, Downtown, Lakeside und Riverside. Sollte Ihr Ziel das French Quarter, bzw. das „Vieux Carré“ (altes Viertel) sein, laufen Sie auf dem Weg dorthin nicht auf einem „Sidewalk“ – Bürgersteig – sondern auf einem „Banquette“. Bevor Sie dann abends eine „Fais-Do-Do“ (Party, Veranstaltung) besuchen, erkunden Sie vorher noch die verschiedenen „parishes“ (Landkreise) und kaufen einen netten „Gris-Gris“ (Glückbringer) für Ihre Lieben zuhause.

Unterkunft

Hilton ist mit den Marken Hilton Hotels & Resorts, Waldorf Astoria Hotels & Resorts, Double Tree by Hilton, Embassy Suites by Hilton, Hampton Inn & Suites, Homewood Suites by Hilton und Hilton Garden Inn in New Orleans vertreten.

Hilton New Orleans Riverside Exterior, New Orleans, Louisiana, USA. Foto: Hilton Hotels & Resorts
Hilton New Orleans Riverside. Foto: Hilton Hotels & Resorts
Hilton New Orleans Riverside, direkt gegenüber des Harrah¹s Casino und in unmittelbarer Nähe des French Quarter gelegen, bietet den idealen Ausgangsort um New Orleans zu erkunden. Neben geschmackvoll eingerichteten Zimmern bietet das Hotel zwei Außenpools sowie ein großzügig ausgestattetes Fitnesscenter. Verschiedene Bars und das Dragos Seafood Restaurant laden zum Verweilen und Erholen ein.

Hilton New Orleans / St. Charles Avenue wurde 2014 in die Liga der historischsten Hotels Amerikas (Historic Hotels of America) aufgenommen und besticht durch seinen Charme der 20er Jahre. Das Hotel verfügt über 252 Zimmer. Zum Entspannen und Wohlfühlen stehen den Gästen ein Pool sowie ein Fitness Center im Hotel kostenfrei zur Verfügung. Nur drei Blocks entfernt befindetsich das historischen Zentrum New Orleans, das berühmten French Quarter.

Embassy Suites by Hilton New Orleans Convention Center ist im historischen Teil New Orleans gelegenund lässt mit seinem Südstaaten Flair keine Wünsche offen. Es bietet sowohl für Touristen als auch für Geschäftsreisende die perfekte Ausgangslage für alle Belange und lässt keine Wünsche offen.

Dauphine Orleans Hotel

Schicksalhafte Begebenheiten ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Dauphine Orleans Hotel und der dortigen Bar, May Baily’s Place. Anhand von Sichtungen, paranormalen Untersuchungen und dokumentierten Briefen, scheint es hier einige Seelen zu geben, die auch nach ihrem Tode im Hotel verblieben sind.

Einer dieser Besucher aus dem Jenseits ist die „verlorene Braut“, vermutlich der Geist einer jungen Frau namens Millie, die in der Bar als Kurtisane gearbeitet hat. Ihr zukünftiger Ehemann wurde am Morgen der Hochzeit auf Grund eines Streits beim Glücksspiel erschossen. Es heißt, dass Millie nach diesem tragischen Ereignis immer wieder in ihrem Hochzeitskleid in May Baily’s Place gesehen wurde – vor und nach ihrem Tod. Auch nach ihrem Ableben wandert sie noch durch die Räumlichkeiten, auf der hoffnungslosen Suche nach ihrem Verlobten.

Weiterhin ist im Ballsaal die Wahrscheinlichkeit hoch, einer Erscheinung zu begegnen: Jewel, das „tanzende Mädchen“ wird von Augenzeugen als junger Teenager beschrieben. Gelegentlich berichten Gäste, die nach einer durchfeierten Nacht das Hotel betreten, von einem jungen Mädchen, dass ihnen in ihrem nicht immer ganz nüchternen Zustand dabei hilft, den Weg zu ihrem Zimmer zu finden. Das Mädchen tanzt dabei neben ihnen her – ohne den Boden zu berühren…

Grund genug für die Crew der Fernsehserie „Ghost Adventures“ gleich zweimal hier eine Nacht zu verbringen, um mit den Geistern auf Tuchfühlung zu gehen.

Umgebung

Möchte man sich in die Zeit der Plantagenbesitzer zurückversetzen lassen, so ist ein Besuch auf einer der zahlreichen Plantagen wie Oak Alley oder Nottoway, nicht weit von New Orleans, zu empfehlen. Dort werden auch geführte Touren angeboten. Eine weitere Attraktion und sehr beliebt bei Besuchern ist eine geführte Bootstour durch die Sümpfe.

Weitere Informationen

Quelle: Fremdenverkehrsbüro New Orleans und Louisiana

New Orleans
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