Louisiana ist bekannt für kulinarische Traditionen und ein gutes Lebensgefühl. Der „Pelican State“ gilt als einer der vielseitigsten Staaten der USA und besteht aus fünf unterschiedlichen Regionen, die über ganz individuellen Charme und eigene Charakteristika verfügen. Sehenswert sind sie natürlich alle! Vor allem New Orleans punktet mit seinen vielfältigen Kulturen – Besucher schwärmen von den Jazzlokalen in der Bourbon Street, dem berühmten Mardi Gras und der hervorragenden Küche.

Louisiana State Sign, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Welcome to Louisiana. Foto: usa-reisetraum.de
Die ursprünglichen Sumpflandschaften, herrlichen Plantagen und stattlichen Herrenhäusern in atemberaubenden Landschaften zeugen vom geheimnisvollen Charme des alten Südens.

In Louisianas lebenslustigen Städten bleiben keine Wünsche nach Freizeitvergnügen oder kulturellen Attraktionen offen. Das multikulturelle Flair in New Orleans, der bunten Metropole Louisianas, vereint die Magie des Staates und seine Vielfältigkeit.

Highlights

Skyline und Mercedes-Benz Superdome in New Orleans, Louisiana, USA. Foto: NOCVB

New Orleans

Enorme Lebensfreude und prunkvolle Architektur
„The Big Easy" nennen die Amerikaner New Orleans - und das zu Recht! Wenn wir im Deutschen demnach der größten Stadt im Bundesstaat Louisiana den ... mehr +

Foto: NOCVB

Laura Plantation in Vacherie. Foto: Pressestelle New Orleans & Louisiana

Historische Plantagen in Louisiana

Der Charme des alten Südens
Wie eine Perlenkette säumen sich die historischen Plantagen und stattlichen Herrenhäuser Louisianas von New Orleans bis Baton Rouge den Mississippi entlang mehr +

Foto: Pressestelle New Orleans & Louisiana

Lloyd’s Country Store in Westlake vermietet Kayaks, Louisiana, USA. Foto: Lake Charles/Southwest Louisiana Convention and Visitors Bureau

Lake Charles und Southwest Louisiana

In die Kayaks, fertig, los! - Paddeln so weit die Arme tragen
Wunderschöne Natur in ihrer ursprünglichsten Form bietet der Südwesten Louisianas. „Eins sein mit der Natur“ ist hier nicht einfach nur ein Spruch, sondern eine Erfahrung. ... mehr +

Foto: Lake Charles/Southwest Louisiana CVB

Auch das Landesinnere hat Attraktionen zu bieten: Von historischen Plantagen wie Oak Alley, Nottoway oder Laura Planation über eine Fahrt mit einem Schaufelraddampfer auf dem Mississippi bis zum Glücksspiel auf zahlreichen Riverboat Casinos.

„3 km lang und 2 m breit“ sagen die Einwohner augenzwinkernd über die Kleinstadt St. Francisville. Das idyllische Fleckchen Erde überrascht mit atemberaubenden Anwesen und Plantagen, die nur wenige Kilometer außerhalb liegen. Covington diente bereits mehrfach als Drehort für Filme wie Dead Man Walking, Kingfish, The Yellow Handkerchief und I Love You Phillip Morris.

Für Natur- und Sportbegeisterte bietet Louisiana geradezu ideale Bedingungen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich in fantastischer Natur zu erholen, sei es beim Camping oder z.B. beim Fischen, Bergwandern oder Golfen.

In den sogenannten Cajun Countries kann man den Ursprung der frankokanadischen Einflüsse finden und auch das Geheimnis der feurigen Chili-Sauce Tabasco entdecken.

Auf dem Louisiana Brewery Trail erfährt man Interessantes über die sieben Brauereien der Region: Abita, Bayou Teche, Chafunkta, Covington, NOLA, Parish und Tin Roof. Die Website breweries.louisianatravel.com informiert über den Brewery Trail mit der Geschichte der einzelnen „Craft Breweries“, über Restaurants und touristische Höhepunkte von der nördlichen Staatsgrenze bis nach Baton Rouge und New Orleans, sowie über den gesamten Verlauf der Tour.

Louisiana ist eine Reise wert!

Geschichte Louisianas

Der Weg von der Kolonie zur Eigenstaatlichkeit und hin zu dem Staat, der Louisiana heute ist, war nicht einfach. Am 30. April 1812 wurde Louisiana offiziell als 18. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen. Louisiana war auf Grund der Vergangenheit als französische (1699-1763) und spanische Kolonie (1763-1803) der erste US-Staat mit einer mehrheitlich katholischen, französisch und spanisch sprechenden Bevölkerung.

Louisianas Weg zur Eigenstaatlichkeit nach dem Louisiana Purchase 1803, bei dem sich durch einen Landverkauf von Frankreich an die USA das Gebiet der damaligen Vereinigten Staaten verdoppelte, war nicht leicht, doch im April 1812 unterzeichnete der demokratische Präsident James Madison schließlich die entsprechende Gesetzesvorlage, in der der 30. April 1812 offiziell als Tag der Staatsgründung ausgewiesen wurde.

Die Annäherung der kreolisch geprägten Kultur des kolonialen Louisiana an die Lebens- und Denkweise der amerikanisch-englischen Protestanten brauchte Zeit, bis schließlich daraus die für Louisiana charakteristische und in den USA einzigartige „Creole-American Society“ entstand.

Nach dem Louisiana Purchase wurden die Unterschiede in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens schnell deutlich, vor allem im Rechtssystem, in der Politik und in der Religion: Die kreolischen Einwohner des kolonialen Louisiana praktizierten katholische Religion und lebten in einer politischen Monarchie, in der die Rechtsprechung nach dem „Civil Law“, dem kodifizierten Recht, erfolgte. Im Gegensatz dazu beinhaltete die neue amerikanische Gesetzgebung Religionsfreiheit, eine republikanische Demokratie und das „English Common Law“, das nicht kodifizierte Recht.

Auch heute noch wird in Louisiana als einzigem US-Staat zumindest teilweise entsprechend dem Civil Code Recht gesprochen, dem in der Welt am weitesten verbreiteten System. Die politischen Unterschiede hatten sich zwar bis zum Jahr 1850 angeglichen, doch noch bis 1867 wurden Gesetzespapiere für die zweisprachige Bevölkerung in französischer und englischer Sprache veröffentlicht.

Jetzt, nach 200 Jahren Eigenstaatlichkeit zählt Louisiana zu den markantesten und unverwechselbarsten Staaten der USA. Der Einfluss der kreolischen Kultur ist auch heute noch deutlich spürbar, zum Beispiel in der Nutzung des Civil Code als Rechtssystem, in der Einteilung in Parishes anstatt in Countys als regionale Verwaltungseinheiten und in der Begehung von katholischen Feiertagen wie Ash Wednesday (Aschermittwoch), den Beginn der Fastenzeit nach Mardi Gras.

Drehort Louisiana

Louisiana ist und war Drehort für Film- und Fernsehproduktionen – darunter Blockbuster, TV Serien, Dokumentationen und Independent Filme. Damit gehört Louisiana neben Kalifornien, New York und North Carolina zu den beliebtesten Drehorten der USA. Zu den bekanntesten Filmen, die in „The Big Easy“ gedreht wurden, zählen unter anderem „Interview mit einem Vampir“, „Django Unchained“, „Beautiful Creatures“ und „Seelen“, nach einem Roman von Stephenie Meyer, Autorin der Twilight-Triologie.

Aufgrund des warmen Klimas, der multikulturellen Einflüsse und der vielfältigen Landschaft bietet Louisiana optimale Bedingungen für die Produktion von Filmen – und das haben auch viele Produzenten und Agenturen bereits erkannt. Seit Beginn von Dreharbeiten im Jahre 1898 mit dem Film „City Hall“ wurden in Louisiana mehr als 600 Filme produziert. Darunter befanden sich in den frühen Jahren der Filmgeschichte „Faust“, „Easy Rider“ und „The Big Easy“.

Heute zählen sogar Oscar-Gewinner und Oscar-Nominierungen zu den in Louisiana gedrehten Filmen wie zum Beispiel „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Django Unchained“ und „Beasts of the Southern Wild“. Drehorte der Filme waren die National Historic Landmark Evergreen Plantation in Wallace sowie die Umgebung um Montegut. Zu den beliebtesten Produktionsstätten gehören auch New Orleans, die Houmas House Plantage sowie die einzigartigen Sümpfe.

Die Liste der Stars, die bis heute in Louisiana vor der Kamera standen, ist lang: Von Henry Fonda, Marlon Brando, Clint Eastwood und Elvis Presley zu Denzel Washington, Julia Roberts, Leonardo DiCaprio, Kevin Costner, Susan Sarandon, Tom Cruise und Brad Pitt – alle großen Schauspieler haben hier bereits etliche Filmszenen gedreht. Sogar die Pop-Diva Beyoncé drehte in „The Big Easy“ ihr Musikvideo zum Song „Déjà Vu“.

Die Sümpfe rund um New Orleans in Louisiana, USA. Foto: Pixabay #439881, Public Domain.
Die Sümpfe rund um New Orleans in Louisiana sind ein beliebter Drehort. Foto: Pixabay

Jurassic World – gedreht in New Orleans und Louisiana

Am 11. Juni 2015 kam mit Jurassic World der vierte Teil der erfolgreichen Jurassic Park-Filmreihe in die deutschen Kinos, und wieder war Steven Spielberg involviert, diesmal als Produzent. Das Dinosaurier-Abenteuer mit Christ Pratt, Bryce Dallas Howard und Vincent D’Onofrio in den Hauptrollen wurde unter anderem im verlassenen Six Flags Freizeitpark, im Audubon Zoo und am Louis Armstrong International Airport (alles in und um New Orleans) sowie in den Sümpfen Louisianas gedreht.

Auf den Spuren von True Detective

Die Fernsehserie True Detective hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem absoluten Publikumsliebling im US-Fernsehen entwickelt.

Kritiker und Zuschauer gleichermaßen begeistert hat im Jahr 2014 die im Süden Louisianas angesiedelte Krimiserie True Detective, die mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson in den Hauptrollen gleich zwei namhafte Hollywoodstars aufweisen kann. Die charakteristische Landschaft Südlouisianas mit den ausgedehnten Sümpfen und den uralten Zypressenwäldern erwies sich als ideale Kulisse für die atmosphärisch dichte Geschichte zweier Mordermittler auf der Suche nach einem Serienkiller.

Eine selbstgeführte Tour bietet Fans von True Detective jetzt die Möglichkeit, Original-Drehorte und Schauplätze der Serie zu besuchen, dazu gehören unter anderem das Haus von Detective „Rust“ Cohle, Teile der Bar, das Polizeihauptquartier und mehr. Einige der Orte befinden sich in Privatbesitz und können daher nur von außen oder zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Weitere Informationen sind unter www.neworleansplantationcountry.com/film/locations zu finden.

Wissenswertes über 12 Years A Slave

Der Film 12 Years A Slave war einer der großen Erfolge des Jahres 2013 – entstanden in Louisiana.

12 Years A Slave wurde auf der Felicite (Felicity) Plantation in Vacherie gedreht, die auch schon als Kulisse für den Film „Der verbotene Schlüssel“ (2005) mit Kate Hudson diente. Im Film ist die Plantage Heim der Familie des Sklavenbesitzers Edwin Epps.

Felicity ist leider für Besucher nicht geöffnet, die Schwesterplantage St. Joseph jedoch bietet Touren an, die einen interessanten Einblick in das Leben der damaligen Zeit ermöglichen. St. Joseph Plantation war übrigens als Drehort für den Quentin Tarantino-Film Django Unchained (2012) im Gespräch, gedreht wurde jedoch letztendlich (unter anderem) auf der Evergreen Plantation.

Dreharbeiten zum Film 12 Years A Slave fanden auch auf der Oak Alley Plantation statt – für Brad Pitt schon der zweite Aufenthalt dort, nachdem ihn bereits seine Rolle als Louis de Pointe du Lac in der Verfilmung des Anne Rice-Romans Interview mit einem Vampir (1994) auf die Plantage geführt hatte.

Fun Facts: Das Baumwollfeld, das im Film zu sehen ist, ist in Wirklichkeit das Zuckerrohrfeld einer benachbarten Plantage. Und auch die Baumwollpflanzen sind eine Fälschung – anstelle echter Pflanzen wurden Baumwollkapseln an Hibikuszweigen befestigt und in die Erde gesteckt.

Die Film- und Fernsehindustrie schläft nicht und so werden auch aktuell einige Projekte in Louisiana gedreht und produziert, beispielsweise die Fernsehserien Quarry, Underground und Astronaut Wives Club. Mit dem Filmprojekt Free State of Jones kehrt auch True Detective-Star Matthew McConaughey nach Louisiana zurück, diesmal jedoch in einem Bürgerkriegsdrama. Der Filmstart ist für 2016 geplant.

New Orleans Movie Tours

Für alle Filmfans werden in New Orleans auch sogenannte „Movie Tours“ angeboten. Mit leckerem Popcorn geht es auf eine Reise entlang verschiedener Filmlocations. Passend zu den Drehorten können sich die Teilnehmer auf Bildschirmen die dazu passenden Filmszenen anschauen. Die Tour beinhaltet mehr als 30 Stopps, darunter der Garden District, Warehouse District, Central Business District, French Quarter, The Treme sowie das St. Louis Cemetery #1. Ein Tourführer gibt Einblicke hinter die Kulissen und Produktion eines Blockbusters. Zu den Filmen, die Teil der Tour sind zählen: 21 Jump Street, Green Lantern, The Expendables, Interview mit einem Vampir, JFK, Der seltsame Fall des Benjamin Button, Easy Rider, Ray und viele, viele mehr!

College-Sport in Baton Rouge

College-Sport hat in den Vereinigten Staaten einen unglaublich hohen Stellenwert, da die Sportler bereits die Stars von morgen sein könnten. Die Sportmannschaften der Louisiana State University sind unter anderem im Baseball, Basketball, Football und Tennis aktiv.

Football steht hier ganz oben auf der Beliebtheitsskala, denn nicht umsonst ist das Tiger Stadium der LSU in der Hauptstadt Baton Rouge mit mehr als 102.000 Plätzen eines der größten Stadien weltweit. Hier darf natürlich ein passendes Maskottchen für die Stimmung nicht fehlen. Das beliebte LSU Maskottchen Mike the Tiger vernascht regelmäßig und im wahrsten Sinne des Wortes die Gegner der LSU zum Frühstück… (lsusports.net)

Louisiana
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