Fort Worth Stockyards National Historic District

Viehtrieb, Saloons und Line Dancing

Kein Besuch in Fort Worth ist komplett ohne den bekannten Stockyards National Historic District gesehen zu haben, ein Viertel, in dem früher Viehhandel betrieben wurde und viele historische Gebäude bewahrt wurden. Es sieht immer noch fast so aus wie vor 100 Jahren. Alle 15 Straßenzüge sind im „Nationalen Verzeichnis Historischer Stätten” eingetragen.

The Herd, Fort Worth Stockyards National Historic District, Fort Worth, Texas, USA. Foto: FWCVB
The Herd, Fort Worth Stockyards National Historic District. Foto: Fort Worth CVB

Das gesamte historische Viertel ist sowohl für Familien-Unterhaltung und Einkaufsmöglichkeiten bekannt, wie auch für Saloons und Line Dancing.

Was einst Heimat von Cowboys, Viehtreibern und Gesetzlosen war, ist heute eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen in Texas und der perfekte Ort, wenn man den Wilden Westen hautnah und authentisch erleben möchte. Hier ist der Alte Westen allgegenwärtig: zweimal täglich findet ein Viehtrieb mit Texas Longhorns statt, das ganze Jahr über wird Rodeo geboten und gut erhaltene historische Gebäude laden zu einer Besichtigung ein. Hier befinden sich gut erhaltene historische Gebäude wie das Livestock Exchange Building und das Cowtown Coliseum, in dem das weltweit erste Hallen-Rodeo stattfand.

Alte Postkutsche im Fort Worth Stockyards National Historic District, Texas, USA. Foto: Pixabay, CC0
Alte Postkutsche im Fort Worth Stockyards National Historic District. Foto: Pixabay, CC0

Kauflustige können ihre Koffer mit maßgefertigten Cowboyhüten, handgemachten Stiefeln und anderen Westernartikeln füllen. Gastronomie im Texas-Stil und authentische Western-Saloons runden das Angebot ab.

Am besten beginnt man die Tour in der Exchange Avenue, wo die von der Zeit gezeichneten Pflasterstraßen und die historische Gebäuden, Restaurants, Geschäfte und Saloons für die passende Wild-West-Atmosphäre sorgen.

Cattle Drive / Fort Worth Herd

Schauen Sie sich die „Fort Worth Herd“ an! Cowboys treiben zweimal täglich eine Herde Texas Longhorns die Exchange Avenue entlang. Jedes Details bei diesem Viehtrieb, vom Sattel bis zu den ledernen Chaps, Stiefeln und Hüten ist authentisch und historisch korrekt.

The Herd, Fort Worth Stockyards National Historic District, Fort Worth, Texas, USA. Foto: Texas Tourism
The Herd, Fort Worth Stockyards National Historic District. Foto: Texas Tourism

Und so fing alles an: Zur Hundertfünfzigjahrfeier 1999 erstand die Stadt eine Herde von 15 Tieren, von denen jedes eine Dekade der Geschichte von Fort Worth repräsentieren sollte. Zusätzlich wurde ein Team von Viehtreibern (engl. „Drovers“) eingestellt, die am 12. Juni 1999 vor 15.000 Zuschauern im Stil des 19. Jahrhunderts den ersten innerstädtischen Viehtrieb im historischen Distrikt von Fort Worth durchführte. Seitdem findet der Longhorn-Viehtrieb zweimal täglich auf der East Exchange Avenue statt (11:30 Uhr und 16:00 Uhr) – so kann man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzen lassen, als einst die Viehherden durch die staubigen Straßen von Fort Worth zum Markt gebracht wurden. Ein echter Touristenmagnet!

Die besten Plätze, um das Spektakel zu verfolgen: Jedes der Stockyard Station Restaurants mit Außenplätzen, entlang der East Exchange Avenue vor dem Stockyards Visitor Center oder die Rasenfläche vor dem Livestock Exchange Building. Zu allen anderen Tageszeiten kann man die Tiere in ihren Pferchen hinter dem Livestock Exchange Building besuchen und anschauen. Howdy!

Wer etwas tiefer in die Geschichte eintauchen möchte: knapp 20 Jahre lang war Texas auf die Dienste von Cowboys angewiesen. Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs 1865 stieg der Fleischhunger des Nordens, während durch den südlichen Bundesstaat riesige verwilderte Rinderherden zogen, die von ihren Besitzern im Kriegsdienst zurückgelassen worden waren und sich auf dem saftigen Weideland der texanischen Prärie rasant vermehrt hatten.

Rancher engagierten junge Männer, um die Tiere zusammenzutreiben und schlachtreife Rinder in den Norden zu bringen. Weil aber wenig später Farmer und Bauern begannen, ihre Weideländer einzuzäunen, wurde der Viehtrieb immer schwieriger. Das zuvor offene Land war nun in Privatbesitz.

Der Zug löste den Cowboy ab. Vieh musste über Schienen transportiert werden – und davon profitierte Fort Worth, das 1876 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Die Stadt wurde zu einem der Hauptumschlagplätze für Schlachttiere aus dem Südwesten.

Der Mythos Cowboy war geboren. Und in Fort Worth, der Stadt der Cowboys und der Kultur, wie sie sich selbst nennt, wird er noch heute gepflegt.

Nirgends kann man sich ein besseres Bild von dieser Zeit machen, als in den einzigen erhaltenen Stockyards der USA rund um die Exchange Avenue in Fort Worth. Wo einst Longhorn und Co. die Besitzer wechselten und in Züge verladen wurden, stehen sich täglich Hunderte von Besuchern gegenüber, um sich für einen kurzen Moment ihres Besuchs in das späte 19. Jahrhundert zurückversetzen zu lassen.

Stockyards Station

Die authentisch restaurierte Grapevine Vintage Eisenbahn bringt Besucher in die Stockyards Station, in der sich früher die Schweine- und Schafställe befanden. Diese wurden zu einem Marktplatz mit den unterschiedlichsten Geschäften, Vergnügungsviertel und Restaurants umgebaut. Hier kann man Einkaufen wie im Wilden Westen. Von Wein, Schmuck, Kunst über Cowboyhüte und andere traditionelle Westernartikel kann man hier stundenlang stöbern und ein paar handgefertigte Cowboystiefel erwerben.

Rodeos

Rodeos und Wild West Shows finden das ganze Jahr über im Cowtown Coliseum statt, das 1918 erbaut wurde und die Geburtsstätte des weltweit ersten originalen Hallen-Rodeos ist.

In dem historischen Distrikt findet außerdem jede Woche das Stockyards Championship Rodeo statt, wo man echte Cowboys und Cowgirls in der Arena mit Bullen und Wildpferden erleben kann. Authentischer kann man den Wilden Westen fast gar nicht erleben!

Stockyards Museum

Einen spannenden Einblick in den echten und oft auch entbehrungsreichen Alltag der Cowboys und Cowgirls erhält man im Stockyards Museum – ein Leben, das neben all der „Wild West Romantik“ vor allen Dingen von harter Arbeit geprägt war.

Texas Cowboy Hall of Fame

In der Texas Cowboy Hall of Fame, die sich in den ehemaligen Eselställen der Stockyards befinden, werden die Top Cowboys und Cowgirls von Texas geehrt und verewigt; die Sterquell Wagon Sammlung bietet über 60 verschiedene authentische Arten von Wagen, wie Planwagen, Kutschen, etc.

Billy Bob’s Texas

„Texas-Größe“ hat eine vollkommen neue Bedeutung im Billy Bob’s Texas – der weltgrössten Honky-Tonk Bar. Für den Abend ist hier der Besuch Pflicht. Den oftmals ausgezeichneten „Club des Jahres“ muß man gesehen haben. Die Livemusik-Kneipe feierte 35. Geburtstag im Jahr 2016 und kann bis zu 6.000 Personen fassen. Hier kann man nicht nur gemütlich ein Bier trinken oder ein saftiges Steak essen, sondern auch Konzerte mit Top-Künstlern der Country Musik verfolgen.

Billy Bob’s Texas, Fort Worth, Texas, USA. Foto: Fort Worth CVB
Billy Bob’s Texas. Foto: Fort Worth CVB

Billy Bob’s ist auch bekannt für ihre Line Dancing Sessions. Hier bedarf es Disziplin und Teamgeist. Wo im 20. Jahrhundert noch hochdotiertes Vieh während der Fort Worth Stock Show untergebracht wurde, wird heute in Reih und Glied das Tanzbein geschwungen. Auch Anfänger oder Tanzunwillige können sich dem mitreißenden Rhythmus des Two-Step nicht entziehen – hier wird getanzt, gefeiert, gegessen und getrunken.

Im Billy Bob’s Texas sind außerdem regelmäßig auch die Größen der Country Musik Szene für Konzerte zu Gast.

Live-Bullenreiten in Billy Bobs Hallen-Arena begeistert Besucher jedes Wochenende mit einer hautnahen Perspektive der wildesten Rodeo Veranstaltung. Beim Armadillo Race gewinnt jenes Team dessen Gürteltier als erstes das Ziel erreicht, und beim Team Pig Penning muss die Schweineherde ganz nach traditionellem Vorbild von den Teammitgliedern zusammengetrieben werden.

Line Dancing im Billy Bob’s Texas, Fort Worth Stockyards, Fort Worth, Texas, USA. Foto: Texas Tourism
Line Dancing im Billy Bob’s Texas. Foto: Texas Tourism

Stockyards Petting Zoo

Zusätzlichen Spaß für Kinder bietet der Stockyards Streichelzoo, in dem die kleinen Besucher Tiere aus nächster Nähe erleben, füttern und streicheln können. Gerade im Frühling ist auch hier „Kinderzeit“ und zahlreiche Tierbabys erfreuen die Gäste.

Grapevine Vintage Railroad

Die Grapevine Vintage Railroad, die auf der historischen Cotton Belt Route zwischen Grapevine und den Fort Worth Stockyards verkehrt, beschert den Besuchern eine Fahrt mit „Puffy“, einer echten historischen Dampflok aus dem Jahr 1896. Wenn „Puffy“ nicht im Einsatz ist, dann übernimmt Dieselok „Vinny“ den Dienst. Die Fahrt in den viktorianischen Passagierwagen aus den 1920er Jahren ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

Cowtown Cattlepen Maze

Ebenfalls ein Spaß für Groß und Klein ist ein Besuch des Cowtown Cattlepen Maze, ein hölzerner Irrgarten, ähnlich den bei uns recht verbreiteten Maislabyrinthen, aber den Pferchen der Rinder nachempfunden. Und keine Angst – all denjenigen, die vom rechten Weg abgekommen sind, bietet das Aussichtsdeck den rettenden Überblick!

Cowtown Cattlepen Maze, Fort Worth Stockyards National Historic District, Fort Worth, Texas, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Cowtown Cattlepen Maze. Foto: usa-reisetraum.de

Shopping

Selbstverständlich gehört zu einem Besuch im Stockyards Distrikt auch die passende Ausstattung. Eine Reihe von Geschäften wie Stockyards Station, M.L. Leddy’s, Maverick Fine Western Wear and Fincher’s White Front Western Wear bieten eine große Auswahl an Stiefeln, Hüten, Gürtelschnallen und was man sonst noch so braucht, wenn man sich wie ein echter Cowboy fühlen will.

Restaurants und Saloons

Um ein typisches saftiges Texas Steak zu genießen, besucht man am besten eines der renommierten Restaurants und Steakhäuser wie Lonesome Dove Bistro, HR 3 Ranch oder Cattlemen’s Steak House.

In der Nähe befindet sich der White Elephant Saloon, eine authentische Western-Kneipe, in der jede Nacht Country- und Western-Musik gespielt wird. Der Saloon war Schauplatz der Serie „Walker Texas Ranger“ mit Chuck Norris („CD’s Bar & Grill“).

White Elephant Saloon, Fort Worth Stockyards National Historic District, Fort Worth, Texas, USA. Foto: usa-reisetraum.de
White Elephant Saloon im Fort Worth Stockyards National Historic District. Foto: usa-reisetraum.de

Unterkunft

Standesgemäß verbringt man die Nacht nach einem ereignisreichen Tag im Stockyards District am besten im historischen Stockyards Hotel – denn das nutzte schon das berühmte Gangsterpärchen Bonnie and Clyde als Unterschlupf vor den Gesetzeshütern. Die Bonnie and Clyde Suite, das Originalzimmer der beiden während ihres Aufenthaltes im Hotel, ist mit historischen Ausstellungstücken wie Bonnies .38 Revolver, Zeitungsausschnitten und Fotos sowie einem Gedicht, das Bonnie für Clyde schrieb, ausgestattet und sorgt so für eine authentische Atmosphäre.

Stockyards Adventure Pass

Der einfachste Weg, den Alten Westen im Stockyards District zu erleben, ist der Stockyards Adventure Pass – mit nur einem einzigen Ticket stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Das neue Angebot beinhaltet eine Stockyards Walking Tour mit einem Cowboy-Guide, ein Souvenirfoto mit dem Bullen bei Billy Bob’s Texas, den Eintritt in die Texas Cowboy Hall of Fame and Stockyard Museum und eine Filmvorführung von „Spirit of the West“ über die Geschichte der Fort Worth Stockyards. (fortworth.com/stockyardsadventure)

Prepaid SIM-Karte von Tourisim für deinen USA Urlaub
Anzeige

US-Kennzeichen
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Die Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars.

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner