Das Natural Bridges National Monument liegt auf 2000 Meter Höhe im Süden von Utah. Im Park gibt es zwei tiefe Schluchten und drei Sandsteinbrücken zu bewundern. Diese Naturbrücken wurden zunächst durch Bäche und Flüsse ausgewaschen und anschließend durch Wind und Regen weiter abgeschliffen.

Das Natural Bridges National Monument befindet sich etwa 100 km nördlich des Monument Valley und ist vollständig vom Gebiet des Bears Ears National Monument umschlossen.

Natural Bridges National Monument Sign, Utah, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Natural Bridges National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Die erstaunliche Kraft des Wassers hat drei spektakuläre natürliche Brücken in den White Canyon eingeschnitten. Diese atemberaubenden Felsbrücken haben Namen der Hopi Indianer: zarter Owachomo bedeutet „Fels Hügel“, massive Kachina heißt „Tänzer“ und Sipapu ist der „Ort der Entstehung“.

Auf der Suche nach Gold wanderte Cass Hite von seinem Basislager die Schlucht des White Canyon entlang und entdeckte so im Jahr 1883 die drei Naturbrücken. Das Gebiet um diese drei Brücken wurde 1908 von Präsident Theodore Roosevelt zum National Bridges National Monument ernannt.

Eine neun Meilen lange Rundstraße bietet Zugang zu den Brücken. Jede Brücke kann von einem Aussichtspunkt besichtigt werden. Auch eine archäologische Stätte kann entlang der Route betrachtet werden.

Sipapu Bridge

Die Sipapu Bridge ist mit 67 Meter Höhe und 81,5 Meter Spannweite die größten Brücke im Park und die zweitgrößte natürliche Brücke der Welt (nur die Rainbow Brücke im Glen Canyon ist größer). Ein Wanderweg führt zur Brücke. Dieser Weg ist der steilste im Park. Eine Treppe und Holzleitern helfen beim Abstieg. Auf halber Strecke befindet sich ein Felsvorsprung, der eine sehr gute Sicht auf die Sipapu-Bridge bietet. Der weitere Teil des Pfades führt über eine Reihe von Spitzkehren und Leitern zu den Wäldern der Gambel-Eichen (Quercus gambelii) unterhalb der Sipapu-Brücke. Es sind ein Kilometer Länge und 152 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Laut Hopi-Mythologie ist „Sipapu“ das Tor, durch das Seelen in die spirituelle Welt gelangen konnten.

Sipapu Bridge, Natural Bridges National Monument, Utah, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Sipapu Bridge im Natural Bridges National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Kachina Bridge

Die zweitgrößte Brücke im Park ist die Kachina Bridge. Sie hat eine Höhe von 64 Meter und eine Spannweite von 62 Meter. Die Brücke ist nach den Kachina-Tänzern benannt, die in der religiösen Tradition der Hopi eine Rolle spielen.

Kachina Bridge, Natural Bridges National Monument, Utah, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Kachina Bridge im Natural Bridges National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Owachomo Bridge

Die Owachomo Bridge ist 32 Meter hoch und hat eine Spannweite von 55 Meter. Owachomo bedeutet „Felshügel“ in Hopi und ist nach der Felsanordnung auf dem Süd-Ost-Ende der Brücke benannt.

Owachomo Bridge, Natural Bridges National Monument, Utah, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Owachomo Bridge im Natural Bridges National Monument. Foto: usa-reisetraum.de

Ein kurzer Wanderweg führt vom Bridge View Drive zum Aussichtspunkt der Horsecollar Ruins. Hier sieht man die Überreste eines alten Anasazi-Kornspeichers. Die Ruinen wurden vor mehr als 700 Jahren verlassen, sind jedoch noch in bemerkenswertem Zustand.

Direkt am Eingang des Parks kann man sich im Visitor Center über die Geschichte des Parks informieren. Hier gibt es Ausstellungen, eine Video-Präsentation und einen Bücherladen. Der Eintritt beträgt 6 Dollar pro Fahrzeug. Im Park selbst gibt es keine Verpflegungsmöglichkeit. Zur Übernachtung steht nur ein kleiner Campingplatz mit 13 Stellplätzen ohne Wasser zur Verfügung.

Der einspurige, etwa 14,5 Kilometer lange Bridge View Drive führt entlang der Aussichtspunkte zu den drei Brücken und den Horsecollar-Ruinen. An jedem Aussichtspunkt stehen Parkplätze zur Verfügung. Hier beginnen auch die Wanderwege zu den Brücken. Auch entlang des Canyons kann man von Brücke zu Brücke wandern.

Wanderwege

Zu jeder Brücke führen Pfade in die Schluchten hinab. Ein längerer Wanderweg durch die Schluchten verbindet die drei Brücken zur Rundwanderung und schlängelt sich durch Eichen- und Pappelwälder.

Wanderweg Wanderziel Entfernung Rundwanderung Ungefähre Zeit Rundwanderung Höhenunterschied
Sipapu Trail Sipapu Bridge 1,9 km 1 Stunde 152 m
Kachina Trail Kachina Bridge 2,3 km 1 Stunde 122 m
Owachomo Trail Owachomo Bridge 0,6 km 30 Minuten 55 m
Horsecollar Trail Horsecollar Ruins 1,0 km 30 Minuten 9 m
Rundwanderung Sipapu / Owachomo 13,8 km 4-6 Stunden 152 m
Rundwanderung Sipapu / Kachina 9 km 2-4 Stunden 152 m
Rundwanderung Kachina / Owachomo 8,7 km 2-4 Stunden 122 m

Camping

Der gebührenpflichtige Campingplatz mit 13 Plätzen ist das ganze Jahr über geöffnet. Ein Platz kann bis zu acht Personen und ein Fahrzeug unterbringen. Jeder Platz hat eine Feuerstelle, einen Picknicktisch und Zeltplatz. Es ist verboten, Feuerholz zu sammeln. Während des Sommers werden Abendprogramme angeboten. Weitere Campingplätze stehen außerhalb von Natural Bridges zur Verfügung.

Dark Sky Programm

Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage und Dunkelheit eignet sich Natural Bridges hervorragend für das Dark Sky Programm, das sich um den Schutz des Nachthimmels kümmert und gegen die Lichtverschmutzung vorgeht. Die Park Ranger haben sogar ihre eigene Beleuchtung so reduziert, dass die Lichtverschmutzung noch geringer ist. Während man in städtischer Umgebung mit Glück um die 500 Sterne am Himmel sieht funkeln über 15.000 Sterne sichtbar für das menschliche Auge rund um die Felsgiganten.

Natural Bridges National Monument wurde 2007 als erster Dark Sky Park zertifiziert. Park Ranger bieten im Sommer zwei Mal pro Woche astrologische Führungen durch den Park.

Besucherzentrum

Im Besucherzentrum stehen Ausstellungen, eine Video-Präsentation und ein Bücherladen zur Verfügung.

Durchschnittliche Monatstemperaturen

Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. max °C 4 7 11 16 22 27 32 30 25 17 10 4
Temp. min °C -8 -6 -3 0 4 9 14 13 9 3 -3 -7

Natural Bridges National Monument wird vom National Park Service verwaltet, weiterführende Informationen unter www.nps.gov/nabr (englisch).

Natural Bridges National Monument
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