Totengedenken bei der All Souls Procession in Tucson

Große Zeremonie mit 150.000 Teilnehmern

In Tucson erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und marschieren durch die Straßen der Innenstadt: Die „All Souls Procession“ ist mit ihren 150.000 Teilnehmern wohl die größte, öffentliche Zeremonie in den gesamten USA.

Auf einer Strecke von über drei Kilometern werden Teilnehmer auf ihrem Walk durch Tucson am 3. November 2019 um 16 Uhr den Toten gedenken. Am Ende des Umzugs steht das Verbrennen einer Urne, gefüllt mit den Hoffnungen und Wünschen für die Verstorbenen.

All Souls Procession in Tucson, Arizona, USA. Foto: Visit Tucson
All Souls Procession in Tucson. Foto: Visit Tucson

Die Prozession ist ein kreatives und emotionales Fest und hat mit dem Halloween, wie wir es kennen, nicht viel gemeinsam. Es wurde 1990 von Susan Johnson, einer lokalen Künstlerin, ins Leben gerufen, die damit ihrem verstorbenen Vater gedenken wollte.

Begleitet wird die mittlerweile dreitägige Veranstaltung vom 1. bis 3. November 2019 von allerlei künstlerischen Darbietungen, wie Musik, Installationen und Performances, welche alle das Thema Tod und Vergänglichkeit auf eine farbenfrohe und faszinierende Weise thematisieren.

All Souls Procession in Tucson, Arizona, USA. Foto: Visit Tucson
All Souls Procession in Tucson. Foto: Visit Tucson

Vor allem die bunten Totenkopffiguren und Symbole des mexikanischen Dia de los Muertos beherrschen das Bild der Prozession, an der jeder teilnehmen kann. Menschen aller Kulturen und Religionen sind herzlich willkommen.

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