Kaum ein Fest verbindet man so sehr mit den Vereinigten Staaten von Amerika wie Halloween und Thanksgiving. An Halloween haben Gespenster, Zombies und Spukgestalten Hochkonjunktur in den USA. Hier feiert man den Tag der Toten, dessen Ursprünge auf den mexikanischen Dia de los Muertos zurück gehen, natürlich besonders groß, fantasievoll und farbenprächtig.

Dekoration an Halloween. Foto: Pixabay #15739
Dekoration an Halloween. Foto: Pixabay, CC0

Da der Tod in Mexiko im Gegensatz zu westlichen Kulturen nicht tabuisiert wird, ist der Dia de los Muertos dort keine Trauerveranstaltung, sondern vielmehr ein farbenprächtiges Volksfest, das zu Ehren der Toten mit Musik, Tanz und gutem Essen gefeiert wird.

Und mindestens genauso farbenprächtig geht es an Halloween auch in ganz Amerika zu. Denn nicht nur nach dem altmexikanischen Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen.

Kürbis an Halloween. Foto: Pixabay #19462
Kürbis an Halloween. Foto: Pixabay, CC0

Ob Halloween oder Dia de los Muertos, in den USA feiert man die Zeit für Kostüme, Kürbisse und Kinderstreiche mittels dutzender gespenstischer Veranstaltungen, gruseligen Festen und furchteinflößenden Umzügen in Kostümen.

In der Nacht zum 1. November treiben Feen, Gespenster, Hexen, Zombies und Skelette ihr Unwesen und erinnern an die Toten. Zum Glück verbergen sich hinter den Angst einflößenden Gestalten verkleidete Kinder, die in allen Städten unterwegs sind, um mit dem bekannten „Süßes oder Saures“-Ruf die Bewohner aufzufordern, ihnen Süßigkeiten zu geben.

In Deutschland wird das Gespensterfest ebenfalls immer populärer. Vielleicht liegt es auch daran, dass die allererste aufgeschriebene Geistersichtung in der Neuen Welt deutsche Einwanderer zum Thema hat. In Montgomery County – nördlich von Philadelphia – entdeckten 1738 Susanna und Elisabeth Reimer einen verzweifelten Geist auf ihrem Scheunendach, der wegen unbezahlter Schulden bei Frau Steinmann keinen Seelenfrieden finden durfte. In kindlicher Naivität versprachen sie, die stattliche Summe für ihn aufzubringen. Natürlich machte Vater Friedrich Reimer keine Anstalten, sein sauer Verdientes für einen Geist wegzugeben. Im folgenden Winter fand man ihn erfroren vor seinem Haus – angeblich hatte der Geist Rache genommen.

Ganzjähriger Gänsehautfaktor

Wer das Geister-Spektakel nicht direkt an Halloween genießen kann, hat aber auch ganzjährig die Möglichkeit eine ordentliche Portion Grusel serviert zu bekommen. Die zahlreichen verlassenen Geisterstädte in den USA sind ebenso berühmt wie berüchtigt und können von Urlaubern jederzeit (auch am Tage natürlich) besucht werden.

Quellen: Arizona Office of Tourism und Fremdenverkehrsbüro Philadelphia

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