Rhode Island ist der kleinste Bundesstaat der USA. Der Staat im Nordosten der USA beeindruckt einer vielfältigen Mischung aus historischem Charme der englischen Pilgerväter des 17. Jahrhunderts, lebendiger Kunstszene, unberührter Küste und wundervollen Naturerlebnissen. Sein Spitzname lautet „The Ocean State“, von seinen Einwohnern wird er auch liebevoll „Little Rhody“ genannt.

Historische Dörfer aus den Gründerzeiten und prunkvolle Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert sind die touristischen Hightlights des Bundesstaates. Rhode Island hat außerdem viele lange Sandstrände zu bieten, vor deren Küste Surfer voll auf ihre Kosten kommen.

Ob Wandern, Fahrradfahren, Angeln, Campen, Segeln, Surfen, Reiten oder Vögel beobachten – Im South County der südlichen Küste von Rhode Island, gibt es für Reisende ein umfangreiches Aktivitätsprogramm. Auch eine Besichtigung der berühmten Herrenhäuser von Newport gehört unbedingt zu einem Rhode Island Besuch.

Eine der beliebtesten Strecken ist der 22 km lange East Bay Bike Path, der in der Hauptstadt Providence beginnt, entlang des Providence River und der Narragansett Bay führt und schließlich in der charmanten Kleinstadt Bristol endet. (www.riparks.com)

Mohegan Bluffs, Block Island, Rhode Island, USA. Foto: Block Island Tourism Council
Traumhaft schön – Mohegan Bluffs auf Block Island. Foto: Block Island Tourism Council

Highlights

The skyline as viewed from Waterplace Park, Providence, Rhode Island, USA. Foto: PWCVB/Nicholas Millard

Providence

Das historische Herz der USA
Um Amerikas kleinsten Bundesstaat Rhode Island und seine glanzvolle Geschichte kennenzulernen, eignet sich die lebendige Universitätsstadt Providence besonders gut als Ausgangspunkt. Die Metropole Boston liegt ... mehr +

Foto: PWCVB/Nicholas Millard

Block Island

Rhode Island ist mit wunderschönen Sandstränden wie dem Captain Roger Wheeler State Beach in Narragansett gesäumt. Das kristallklare Wasser des Ozeans lädt zum Schwimmen ein, danach kann man sich in der Sonne entspannen. Wer sich abgekühlt hat und gebräunt ist, hat es nicht weit bis Block Island.

Eine Stunde mit der Fähre von der Küste entfernt liegt das Naturparadies Block Island. Auf der idyllischen Inseloase gibt es 30 km unberührter Strände, 50 km Wanderwege und eine fast 80 m hohe Steilküste, die Mohegan Bluffs. Die unberührte Natur mit imposanten Klippen macht die Insel zur perfekten Sommerdestination für Radfahrer.

Block Island zählt 1.000 Einwohner und bietet Shoppingfans und Gourmets gleichermaßen fantastische lokale Leckerbissen. Aktivurlauber können Räder und Jeeps mieten und die Insel auf eigene Faust erkunden. Ein beliebtes Ziel sind die stillgelegten, historischen Leuchttürme Southeast Lighthouse und North Light. Für erholsame Tage am Meer sind die wunderschönen Strände Watch Hill, Misquamicut und Mohegan Bluffs bestens geeignet.

Das Juwel kann per Fähre von Newport aus erreicht werden. (www.blockislandinfo.com)

Block Island im Bundesstaat Rhode Island, USA. Foto: Michael Melford, Block Island Tourism Council
Die traumhafte Küste von Block Island im Bundesstaat Rhode Island. Foto: Michael Melford, Block Island Tourism Council

Newport

Der öffentliche, rund fünfeinhalb Kilometer lange Cliff Walk in der malerischen Küstenstadt Newport in Rhode Island verbindet die natürliche Schönheit der felsigen Steilküste Neuenglands mit den architektonisch bemerkenswerten Herrenhäusern und Landsitzen der Stadt aus dem „Gilded Age“. Auch ein Abstecher in die Tennis Hall of Fame lohnt sich.

Ob joggend, wandernd oder gemütlich schlendernd – der Weg auf dem Cliff Walk mit Blick auf die Newport Mansions ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Wer mag, unterbricht seinen Marsch für eine Führung durch „The Breakers“, einst in Besitz des Eisenbahnmagnaten Cornelius Vanderbilt II. Das südliche Ende des Weges erfordert Klettergeschick und festes Schuhwerk und führt teilweise über unbefestigte Wege und größere Felsen.

In den Newport Mansions gibt es eine Fülle einzigartiger Kunst und Möbel zu besichtigen. Die berühmten und imposanten Herrenhäuser mit direktem Blick auf den Ozean dienten im späten 19. Jahrhundert Großindustriellen- oder Unternehmerfamilien als Sommerresidenz. (www.newportmansions.org)

Weihnachtszeit im Marble House, einem der Herrenhäuser in Newport, Rhode Island, USA. Foto: John Corbett, The Preservation Society of Newport County
Weihnachtszeit im Marble House, einem der Herrenhäuser in Newport. Foto: John Corbett, The Preservation Society of Newport County

Auf den Spuren der Kennedys wandeln: In Newport heiratete der spätere Präsident John F. Kennedy 1953 Jacqueline „Jackie“ Lee Bouvier in der St. Mary’s Church.

In Newport sind die Bewohner stolz auf ihr großes Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten, doch werden hier darüber hinaus auch aromatischer Käse, verführerische Schokolade und köstliche Pastaerzeugnisse hergestellt. Bei drei interessanten Touren von Newport Gourmet Tours lassen sich diese kulinarischen Geheimnisse der Stadt erkunden. Die rund zweistündigen Touren bieten einen Blick hinter die Kulissen einiger der feinsten Küchen Neuenglands und besuchen die besten Gourmetgeschäfte, wo die verschiedenen Produkte selbstverständlich auch probiert werden können. (www.newportgourmettours.com)

Die Newport Storm Brewery öffnet ihre Türen für Führungen und gibt dazu Insidertipps, nach welchen besonderen Bieren man in den eleganten Restaurants von Newport Ausschau halten sollten. (www.newportstorm.com)

Das historische Fort Adams, Nordamerikas längste Küstenfestung, ist von Mitte Mai bis Ende Oktober täglich geöffnet. Einstündig geführte Touren starten zu jeder vollen Stunde. Besucher des Fort Adams State Park können über den Mauern des Forts mit zwei Tandem-Seilrutschen „Ziplinen“ und dabei die bezaubernte Narrangansett Bucht bestaunen! (www.fortadams.org / www.riparks.com)

Kulinarische Tour durch Newport: Kulinarik und lokale Produkte, aber auch ein bisschen Kultur und Geschichte stehen auf dem Plan der Rhode Island Red Food Tours in Newport. Während des dreistündigen Rundgangs durch das Hafenstädtchen entdeckt man bei Verkostungen die Feinschmeckergeheimtipps der verschiedenen Viertel und lernt außerdem einiges über ihre Bewohner, Geschichte, Kultur und Architektur. Halt wird unter anderem in einer historischen Taverne, einem Café im Hafenviertel, einem coolen Hamburger- und Hot Dog Laden, einer versteckten Lobster Shack und einer Backstube gemacht. (rhodeislandredfoodtours.com)

Neuenglands größtes Winterspektakel findet jeden Februar in Newport statt. Mehr als 150 Veranstaltungen warten beim Newport Winter Festival auf die Besucher. Zu den Höhepunkten zählen eine Schnitzeljagd durch die ganze Stadt und der Wettbewerb im Eisskulpturenformen. (newportwinterfestival.com)

Wickford

Die Stadt Wickford in der Narragansett Bay eignet sich besonders für einen Ausflug von Newport oder Providence aus. Bei einem Bummel durch die Einkaufsstraße mit ihren vielen gemütlichen Geschäften oder entlang der rund 60 historische Häuser aus der Zeit vor 1804 an der Pleasant Street lässt es sich vor der malerischen Kulisse des Hafens wunderbar entspannen. Lohnenswert ist auch eine Kayaktour durch die Bucht entlang verschiedener Marinas, Leuchttürme und kleiner Inseln. Die wohl berühmteste mit der Stadt verbundene Person war der Schriftsteller John Updike, der den Ort als Schauplatz für seinen Roman Die Hexen von Eastwick wählte. Saunderstown, etwas südlich von Wickford, ist außerdem der Geburtsort des amerikanischen Portrait-Malers Gilbert Stuart. Sein wohl berühmtestes Bild, ein Portrait George Washingtons, ziert seit über einhundert Jahren die Ein-Dollar-Note der USA. Urlauber können das restaurierte und authentisch eingerichtete Geburtshaus sowie die angrenzende, erste Mühle für Schnupftabak der USA besichtigen.

Bristol

Ist es denn die Möglichkeit…?
Seit 2006 gibt es das kleine, schwer zu findende Musée Patamécanique in Bristol, Rhode Island. In diesem Mix aus Kuriositätenkabinett und Roboterausstellung gibt es Dinge, die es eigentlich gar nicht gibt. Besucher finden sich in einer Welt voller pseudowissenschaftlicher Absurditäten, seltsamer Apparate und schräger Erfindungen wieder. Ein Chor singender Streifenhörnchen, eine Zeitmaschine, eine Uhr mit Geruchssinn, ein Violine spielendes Ohr, eine Traummaschine für Hummeln und eine Apparatur, die verdautes Essen wiederherstellen kann, machen das verrückte Erlebnis in Rhode Island perfekt. Das Museum öffnet seine Pforten nach Absprache und Touren sollten eine Woche im Voraus gebucht werden. (museepata.org)

Nightgarden North im Musée Patamécanique in Bristol, Rhode Island, USA. Foto: Musée Patamécanique
Nightgarden North im Musée Patamécanique in Bristol. Foto: Musée Patamécanique
Olfactory Lighthouse im Musée Patamécanique in Bristol, Rhode Island, USA. Foto: Musée Patamécanique
Olfactory Lighthouse im Musée Patamécanique in Bristol. Foto: Musée Patamécanique

Wandern und Paddeln

Rhode Island bietet einzigartige Naturschätze auf über 640 km Küste und über 2.400 km kleine Flüsse auf denen man in Ruhe paddeln kann. Für Urlauber die gerne Kanu und Kayak fahren oder wandern gehen, hat der Staat daher viel zu bieten. Der Verband „The Rhode Island Blueways Alliance“ hat über 20 Wasserwege und 40 Wanderwege durch Rhode Island zusammengestellt.

Die Blueways Allicance zeigt Routen auf Salz- und Süßgewässern, auf Flüssen, Seen und Teichen auf, ausführliche Wegbeschreibungen, Sicherheitshinweise und oft gespickt mit historischen und ökologischen Hintergrundwissen des Gebietes.
Die Wanderwege führen Besucher auf unbekannte, wunderschöne Orte Rhode Islands. (www.exploreri.org)

Indian Summer

Das Blackstone River Valley ist nicht nur die Wiege der industriellen Revolution, sondern eignet sich auch perfekt für einen tollen Ausflug in die Natur, vor allem zur Zeit des Indian Summer. Bei Bootstouren geht es auf dem Blackstone River bis zur Slater Mill, der ersten Wassermühle Nordamerikas.

Ebenfalls sehr beliebt ist ein Besuch des Roger Williams Park Zoo in Providence mit seinen vielen Tieren und dem botanischem Garten.

Übernachtung im Leuchtturm

Wasser spielt in Neuengland mit seinen rund 10.000 Kilometern Küstenlänge eine große Rolle und dem entsprechend viele Leuchttürme findet man hier. Der im Bundesstaat Rhode Island auf der nur sieben Hektar großen Insel Rose Island bei Newport gelegene Leuchtturm aus dem Jahr 1870 ist nicht nur ein funktionierendes Signalfeuer für Seefahrer, sondern auch ein Museum und ein Inn, in dem Besucher als Gäste übernachten oder für eine Woche sogar selbst Leuchtturmwärter sein können. (www.roseislandlighthouse.org)

Leuchtturm auf Rose Island, Rhode Island. Foto: Billy Black
Leuchtturm auf Rose Island, Rhode Island. Foto: Billy Black

Quelle: Discover New England

Rhode Island
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