SHINE-Festival in St. Petersburg feiert die schönste Street-Art-Galerie der USA

Farbenprächtige Kunstwerke stehen im Mittelpunkt der kreativen Veranstaltung

Die Kunstszene in St. Petersburg boomt – das lässt sich nicht nur aus der großen Zahl an Museen, Galerien und Kultureinrichtungen schließen. Auch ein Blick auf das durch bunte Straßenkunst geprägte Stadtbild zeigt diesen Trend deutlich.

Ob Schlangenfrau, rosa Elefanten oder surreale Welten, die aus knalligen Farbpaletten geboren wurden – die Vielfalt der Street-Art-Motive in St. Petersburgs Zentrum ist atemberaubend und an keinem anderen Ort in den USA zu finden. Über 70 sogenannte „Urban Murals“ verzieren freie Flächen und Hauswände in ganz St. Petersburg. In Museen wären diese Dimensionen undenkbar, doch unter freiem Himmel sind der gestalterischen Freiheit der Künstler kaum Grenzen gesetzt.

Das SHINE-Festival in St. Petersburg feiert die schönste Street-Art-Galerie der USA. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater
Das SHINE-Festival in St. Petersburg feiert die schönste Street-Art-Galerie der USA. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater

Die Stadt wird zum Atelier

Während des SHINE St. Petersburg Mural Festival vom 18. bis 26. Oktober 2019 sorgen lokale und internationale Street-Art-Künstler dafür, dass viele weitere farbenprächtige Meisterwerke dazukommen.

Bereits zum fünften Mal wird St. Pete während des SHINE Festivals durch weitere Straßenkunst verschönert und damit noch bunter. Im Gegensatz zu normalen Kunstfestivals werden während des SHINE Festivals nicht nur fertige Werke präsentiert und verkauft. Ganz im Gegenteil: Die Besucher können live miterleben, wie Künstler über mehrere Tage an ihren Motiven arbeiten bis die farbenfrohen Urban Murals vollendet sind.

Seit dem ersten SHINE Festival im Jahre 2015 sind dutzende neue bunte Bilder in den Straßen von St. Petersburg entstanden. Street-Art-Künstler aus der ganzen Welt nehmen am SHINE Festival teil, so hat auch der deutsche Künstler Mark Gmehling 2016 mit seinem „Pinocchio“ ein Motiv beigetragen.

Haushohe Gemälde beleben das Stadtbild, wie „Hipster on a Bike“ von Sebastian Coolidge, SHINE St. Petersburg Mural Festival, St. Petersburg, Florida, USA. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater
Haushohe Gemälde beleben das Stadtbild, wie „Hipster on a Bike“ von Sebastian Coolidge. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater

Kunst verändert das Stadtbild positiv

St. Petersburg ist das beste Beispiel dafür, dass die Kraft der Kunst das Gesicht einer Stadt nachhaltig verändern kann und sie auf diese Weise noch enger mit ihren Einwohnern zusammengeschweißt wird. Auch das jährliche SHINE Festival trägt signifikant dazu bei und regt den Austausch zwischen den Bewohnern St. Petes an.

Die farbenfrohen Urban Murals sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken und werden gleichermaßen für ihren künstlerischen Wert sowie für ihren gesellschaftlichen Einfluss geschätzt. „Die Anerkennung für unsere Arbeit hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, bestätigt Leon Beodre, Direktor und Co-Kurator des SHINE Festivals.

Die coolste Open-Air-Galerie der USA

Das Schöne an der Street-Art ist, dass sie auch nach dem Festival erhalten bleibt und für jeden frei zugänglich ist. Für Street Art-Liebhaber lohnt sich ein Trip nach St. Pete also auch abseits des SHINE Festivals. Die Murals liegen alle im Stadtzentrum und sind gut zu Fuß erreichbar, sodass Touristen sie auch auf eigene Faust erkunden können. Eine interaktive Karte hilft hierbei.

Zu Fuß durch das Freiluftmuseum

Für alle, die jedoch mehr über die Hintergründe der Kunstwerke und über die Street-Art-Künstler erfahren möchte, bietet sich ein geführter Rundgang an. Jeden Samstag um 10 Uhr findet beispielsweise eine Tour von Florida CraftArt statt, welche innerhalb von 1,5 Stunden einen spannenden Einblick in die Mural-Szene gibt. Für Gruppen sind zudem individuelle Touren möglich.

Die Besucher werden mitgenommen auf einen Streifzug vorbei an abstrakten Landschaften, überlebensgroßen Tieren und markanten Portraits. Verspielte Linienführung trifft hier auf gewagte geometrische Formen und fotorealistische Darstellungen. Daraus entsteht ein abwechslungsreicher Schmelztiegel unterschiedlichster Stile, der keine Langeweile bei den Betrachtern aufkommen lässt.

Auch mehrmalige Streifzüge durch die Welt der Urban Murals lohnen sich, weil sich die Open-Air-Galerie stets im Wandel ist. Die Witterung zehrt an den Fassaden, neue Werke kommen hinzu, andere werden entfernt, übermalt oder erweitert. Eines jedoch bleibt: St. Petersburg ist zu einer festen Heimat für eine vergängliche Kunstform geworden.

„Freshly Squeezed Mural“ von Sebastian Coolidge, SHINE St. Petersburg Mural Festival, St. Petersburg, Florida, USA. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater
„Freshly Squeezed Mural“ von Sebastian Coolidge. Foto: Visit St. Petersburg/Clearwater

Die Kunstszene in St. Pete boomt

St. Pete hat eine außergewöhnliche Kunstszene hervorgebracht, die von hochkarätigen Museen einerseits und einer lebendigen lokalen Künstler-Community andererseits getragen wird. Besonders deutlich sichtbar wird das in den fünf Stadtvierteln Warehouse Arts, Grand Central, EDGE, Central Arts und Waterfront. Hier entstehen immer mehr Museen, Galerien, Ateliers und Street Art als Zeichen einer lebendigen Kunstszene.

Über die Landesgrenzen hinweg bekannt ist außerdem das Dalí-Museum, das die größte Sammlung des weltberühmten Surrealisten Salvador Dalí außerhalb seines Heimatlands Spanien beherbergt.

Für Liebhaber von klassischen und zeitgenössischen Meistern der Bildenden Künste empfiehlt sich wiederum das Museum of Fine Arts. Neben Gemälden gibt es hier auch Fotografie sowie musikalische Darbietungen zu bewundern. Beide Ausstellungen liegen nur wenige Minuten Fußmarsch auseinander und auch zu den Urban Murals ist es nur ein Katzensprung.

Im Morean Arts Center hingegen werden vor allem Werke von Künstlern aus der Region ausgestellt. Direkt gegenüber ist die Chihuly Collection untergebracht, wo Kunstfreunde die bunten Skulpturen des Glaskünstlers Dale Chihuly bestaunen können.

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