Eine Reise entlang des Connecticut River ist immer ein wundervolles Erlebnis. Vom Ursprung im Norden an der Grenze zu Kanada bis zu seiner Mündung in der Bucht von Long Island durchläuft der Fluss die vier Neuenglandstaaten Vermont, New Hampshire, Massachusetts und Connecticut. Dabei verbindet er in seinem Einzugsgebiet eine Vielzahl von Nebenflüssen, Seen und Teichen miteinander und führt vorbei an Wäldern, Sümpfen und fruchtbarem Ackerland. Diese Gebiete sind auch der Lebensraum vieler Wildtiere, zu denen unter anderem Bären, Elche, Luchse und Weißkopfseeadler gehören.

Mit seinen rund 660 Kilometern ist der Connecticut der längste Fluss Neuenglands und daher die wichtigste Lebensader für die gesamte Region. Seine fast schon legendäre Schönheit erklärt sich aus dem Umstand, dass eine Sandbank an seiner Mündung die Ansiedlung einer großen Hafenstadt verhinderte und er somit zu den wenigen großen Flüssen weltweit gehört, die in ihrem Verlauf größtenteils unbebaut geblieben sind.

Der Connecticut River ist der erste National Blueway der USA

Dank der nahezu unberührten Landschaft seines insgesamt rund 29 Quadratkilometer großen Flusssystems wurde der Connecticut im Mai 2012 zum ersten National Blueway der USA ernannt, eine Auszeichnung, welche den einzigartigen Landschaftscharakter, die historische und kulturelle Bedeutung sowie die immensen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten des Flusses würdigt. Die Idee für ein System der National Blueways entstand aufgrund einer Initiative unter Führung von Präsident Obama, die sich in den Bereichen Land- und Gewässerschutz engagiert.

Der Connecticut River bei Bellows Falls in Vermont. Foto: Stephen Goodhue, Vermont Office of Tourism and Marketing
Der Connecticut River bei Bellows Falls in Vermont. Foto: Stephen Goodhue, Vermont Office of Tourism and Marketing

Flussreisende können in Vermont ländliches Idyll erleben und auf zahlreichen Wanderwegen die wunderschönen Green Mountains entdecken. Zudem ist der „Green State“ berühmt für die in Neuengland so typischen überdachten Brücken. Die historische Cornish-Windsor Brücke zum Beispiel ist die längste überdachte Brücke des Landes und führt von Cornish in Vermont über den Connecticut River nach Windsor in New Hampshire.

Cornish-Windsor Bridge, New Hampshire, USA. Foto: New Hampshire Department of Travel and Tourism Development
Cornish-Windsor Bridge in New Hampshire. Foto: New Hampshire Department of Travel and Tourism Development

Auch in New Hampshire sorgt eine intakte Natur in Flussnähe mit dichten Wäldern, herrlichen Gipfeln und einer vielfältigen Seenlandschaft für ein abwechslungsreiches Angebot an Outdooraktivitäten. Während des Indian Summer verwandelt sich der Bundesstaat zudem in ein einzigartiges und farbgewaltiges Naturschauspiel.

Ganz unmittelbar erleben lässt sich der Connecticut River auch in Massachusetts, ob bei einer Fahrt mit einem Ausflugsboot oder bei einer geführten Kajaktour. Neuenglische Geschichte und Lebensart offenbaren sich Besuchern besonders charmant im Bundesstaat Connecticut. Das Goodspeed Opera House von 1876 und der Essex Steam Train sind nur einige von vielen Zeitzeugen, welche hier auf eindrucksvolle Weise die Vergangenheit Neuenglands veranschaulichen.

Der Connecticut River vor dem Goodspeed Opera House. Foto: Connecticut Office of Tourism
Der Connecticut River vor dem Goodspeed Opera House. Foto: Connecticut Office of Tourism

Einen Vorschlag für eine einwöchige Autoreise zur Entdeckung des Connecticut River gibt es auf www.discovernewengland.org/driving-tours/connecticut-river-blueway-driving-tour.

Quelle: Discover New England

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