Der Bundesstaat Massachusetts liegt im Nordosten der USA. Wegen seiner drei großen Buchten, die die Küste prägen, wird der Staat auch „Bay State“ genannt. Herrliche Berglandschaften, Seen und Flüsse, traditionelle Dorfplätze, romantische Kleinstädte, historische Leuchttürme und pulsierende Kulturmetropolen prägen den Staat.

Highlights

Skyline of Boston, Massachusetts, USA. Foto: Wikimedia Commons, Public Domain

Boston

Das Tor zu Neuengland
Boston ist die größte Stadt der Region Neuengland im Nordosten der USA und zugleich die Wiege amerikanischer Geschichte. Die lebendige Metropole vereint Vergangenheit und Moderne ... mehr +

Foto: Wikimedia Commons

Scheune in Deerfield im Herbst, Massachusetts, USA. Foto: Massachusetts Office of Travel & Tourism

Mohawk Trail

Eine der beliebtesten Panoramastraßen Neuenglands
Der Mohawk Trail ist ein alter indianischer Handelspfad. Die Strecke zwischen Greenfield und North Adams ist die erste, offiziell ausgewiesene Panorama-Straße Neuenglands mit phantastischem Blick auf die umliegenden Berge. mehr +

Foto: Massachusetts Office of Travel & Tourism

Berkshire Scenery, Massachusetts, USA. Foto: Ogden Gigli, Massachusetts Office of Travel & Tourism

The Berkshires

Die Hochlandregion der Bergshire Mountains
Wer sehen möchte, was Massachusetts neben Boston noch zu bieten hat, sollte einen Abstecher in die Hochlandregion The Berkshires, vor allem in die Städte Stockbridge ... mehr +

Foto: Ogden Gigli, Massachusetts Office of Travel & Tourism

Veterans Beach, Hyannis, Cape Cod, Massachusetts, USA. Foto: William DeSousa-Mauk, Massachusetts Office of Travel & Tourism

Cape Cod, Martha’s Vineyard und Nantucket

Bekannt für frische Meeresfrüchte und Fische
Cape Cod und seine berühmten Nachbarinseln Martha’s Vineyard und Nantucket bilden zusammen eine Region, die voller Mythen und Geschichten ist und mit atemberaubend schöner und ... mehr +

Foto: William DeSousa-Mauk, Massachusetts Office of Travel & Tourism

Bearskin Neck, Rockport, Massachusetts, USA. Foto: Tim Grafft/Massachusetts Office of Travel and Tourism

Cape Ann

Charmante Gemeinden und bunte Künstlerkolonien
Etwa 40 km nördlich von Boston liegt Cape Ann. Die Küstenregion lockt mit langen Sandstränden. Auch bemerkenswerte Orte wie Gloucester und Rockport sind zu besichtigen. mehr +

Foto: Tim Grafft/Massachusetts Office of Travel and Tourism

Sehenswert

  • Northampton im Westen von Massachusetts liegt idyllisch direkt am Connecticut River. Neben der angrenzenden University of Massachusetts ist sie Sitz verschiedener anderer Colleges und Schulen und gilt als Anziehungspunkt für Intellektuelle und Künstler aus ganz Amerika. Galerien, Einzelhändler für Kunsthandwerk, gemütliche Restaurants und Cafés sowie die viktorianischen Häuser entlang der Main Street prägen das Stadt-Bild und laden tagsüber zum gemütlichen Entlangschlendern und Verweilen ein. Das Smith College Museum of Arts zeigt unter anderem eine Sammlung von Werken der Maler Matisse, Picasso und Cézanne. Charakteristisch für die Stadt sind außerdem die vielen Musikclubs, die vorzugsweise mit Live-Auftritten von Independent-Bands für ein buntes Nachtleben sorgen.
     
  • Das Ende der Welt liegt in Hingham, Massachusetts. So will es jedenfalls der Name dieses wunderschönen Fleckchens Natur namens World’s End. Auf von Bäumen gesäumten Wegen kann man wandern, Reiten und spazieren gehen und dabei die Laubverfärbung genießen. World’s End liegt an der felsigen Küste Massachusetts‘ und ist von sanften Hügeln umgeben.
     
  • Literarische Touren in Jack Kerouacs Heimatstadt Lowell in Massachusetts
    Stadtspaziergänge und Bustouren in Jack Kerouacs Heimatstadt Lowell im US-Bundesstaat Massachusetts beleuchten das Leben und das literarische Werk des berühmtesten Schriftstellers der Beat Generation. Dabei werden die Gebäude und Orte besucht, die sein Privatleben prägten und als Inspiration für seine Bücher dienten, zu denen auch fünf Romane über seine Jugend im Lowell der 1920er Jahre gehören. (www.lowellcelebrateskerouac.org)
Die Industriearchitektur und die Kanäle von Lowell dienten Jack Kerouac als Inspiration für seine Bücher (Im Bild: Boott Cotton Mill Museum in Lowell, Massachusetts, USA). NPS Photo
Die Industriearchitektur und die Kanäle von Lowell dienten Jack Kerouac als Inspiration für seine Bücher (Im Bild: Boott Cotton Mill Museum in Lowell). NPS Photo

Salem

Stephen King lässt grüßen: Die Küstenstadt Salem in Massachusetts erlangte traurige Berühmtheit durch die Hexenprozesse von 1692. „Richtige“ Hexen begleiten die Teilnehmer auf einem Rundgang und präsentieren historische Orte. Bevor es zu den verzauberten Stätten der amerikanischen Hexenhochburg geht, erfolgt eine obligatorische Segnung in einem magischen Kreis, um die bösen Geister abzuwehren. Auf einem der ältesten Friedhöfe Amerikas erfahren die Zauberlehrlinge, wie ein magisches Ritual abläuft. Der Ausflug vermittelt aber auch die realen Aspekte und Hintergründe von Hexerei und Hexenwahn. Abschließend erhalten alle Tourteilnehmer einen gesegneten Kristall von einer Hexe aus Salem.
Salem-Hexenrundgang

In Massachusetts’ Leuchttürmen spukt es

Massachusetts hat vor allem zu Halloween eine besonders gruselige Variante zu bieten: In den zahlreichen Leuchttürmen an den Küsten des Bay State spukt es! Jeder Leuchtturm birgt eine schauerliche Geschichte voller Geister und Geheimnisse, die nur darauf wartet, von Besuchern entdeckt zu werden…

Bakers Island Light: Das geheimnisvolle Nebelhorn

Salem nördlich von Boston hat durch die unrühmliche Geschichte der Hexenprozesse Geschichte gemacht. Doch mindestens genauso gruselig ist es knapp zehn Kilometer vor der Küste auf Bakers Island: Der dortige Leuchtturm besaß eine Glocke, die bei Nebel Seeleute warnte, bis sie eines Tages einem Blitzschlag zum Opfer fiel. Doch 17 Jahre später war plötzlich wieder das Läuten der Glocke zu vernehmen – und dann brachte eine riesige Wasserhose ein Boot zum Kentern und forderte mehrere Menschenleben! Heute kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen: Man hört die Glocke, ohne dass Gefahr auf See droht. Gruselig! Das Lighthouse ist zwar nicht öffentlich zu besichtigen, aber vom Salem Willows Park und von Winter Island in Salem ebenso gut zu sehen wie vom Chandler Hovey Park auf der Halbinsel Marblehead Neck. (newenglandlighthouses.net)

Bakers Island Light, Bakers Island, Salem, Massachusetts, USA. Foto: Wikimedia Commons, Public Domain
Bakers Island Light. Foto: Wikimedia Commons

Lovis Cove: Die markerschütternden Schreie vom Strand

Auch in der Nähe von Marblehead Light an der Küste nördlich von Boston spukt es: Gut einen Kilometer entfernt findet sich ein kleiner, steiniger Strand namens Screeching Lady Beach, über die Front Street in der Altstadt schnell zu erreichen. Lovis Cove wird dieser Küstenabschnitt auch genannt, hier steht das The Barnacle Restaurant, eine wahre Institution in Marblehead, über das schon in so manchem Nor’easter, den heftigen Stürmen aus dem Nordosten, die Brecher niedergegangen sind. Der Name des Strandes geht indes zurück auf ein altes Gespenst, das die einheimischen Fischer nur die Screeching Lady nannten: eine Frau, die im 17. Jahrhundert in die Gewalt von Piraten geriet. Bevor sie am Strand starb, konnte man bis nach Marblehead ihre markerschütternden Schreie hören. Manche Einheimischen versichern glaubhaft, jedes Jahr an ihrem Todestag könne man vom Strand wieder ihre Schreie vernehmen. Schaurig! Der Strand und der Leuchtturm von Marblehead sind öffentlich zugänglich.

Bird Island Lighthouse: Das nächtliche Klopfen der alten Frau

Der erste Leuchtturmwärter auf Bird Island in Marion soll ein Pirat namens William Moore gewesen sein. Weil er bei der Regierung hoch verschuldet war, wurde er 1819 auf die Insel verbannt. Seine Frau, die an Tuberkulose litt, starb auf der Insel – Gerüchten zufolge wurde sie von Moore ermordet. Der Legende nach soll der Geist einer alten, gramgebeugten Frau Nacht für Nacht an die Tür des Leuchtturms klopfen. Gespenstisch! Der Leuchtturm ist nicht öffentlich zugänglich, aber vom Boot aus zu sehen. (newenglandlighthouses.net)

Plymouth Gurnet Light: Der Schatten der Soldatenwitwe

Amerikas ältester hölzerner Leuchtturm in Plymouth an der Küste südlich von Boston stammt aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges vor mehr als 200 Jahren und ist vermutlich eines der verwunschensten Gebäude der USA. Viele glauben, dass der Geist der Frau eines ehemaligen Turmwärters, die auf die Rückkehr ihres Mannes wartet, durch die Räume spukt. Während des Unabhängigkeitskriegs wachte sie jeden Abend am Fenster und hielt Ausschau nach ihrem Mann, der als Soldat diente. Auch heute, so sagt man, sieht man immer wieder ihren Schatten am Fenster auftauchen und schnell wieder verschwinden. Geheimnisvoll! Der nicht öffentlich zugängliche Leuchtturm ist von Duxbury Beach gut zu sehen. (lighthouse.cc/plymouth)

Minot’s Ledge Light: Das unheimliche Geflüster der Gehilfen

Schon der erste Wärter von Minot’s Ledge in Scituate südlich von Boston warnte seine Vorgesetzten, der Leuchtturm sei „instabil“ – vergebens: Der gute Mann quittierte nach nur 14 Monaten seinen Dienst. Sein Nachfolger ließ sich eines Tages an Land rudern und seine zwei Gehilfen allein zurück. Nur wenig später fielen beide einem heftigen Orkan zum Opfer – und der Spuk begann: geheimnisvolle Schatten, nächtliches Geflüster und ein sanfter Klaps auf die Schulter, das Signal der Gehilfen bei der Ablösung nach Schichtende. Viele Leuchtturmwärter wurden wahnsinnig durch die gruseligen Berührungen und das unheimliche Geflüster. Und noch etwas: Angeblich sind die vom Möwendreck verschmutzten Fenster immer wieder plötzlich wie von Geisterhand blitzblank geputzt. Rätselhaft! Der Leuchtturm ist nicht zu betreten, man kann ihn jedoch sowohl vom Boot aus als auch von der Küste in Cohasset und Scituate gut erkennen. (lighthouse.cc/minots)

Massachusetts
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