Als der englische Quäker William Penn Philadelphia gründete, schwebte ihm eine „Stadt der brüderlichen Liebe“ vor, eine Stadt offen für alle, egal welchen Glaubens. Menschen vieler verschiedener Religionsrichtungen ließen sich in Philadelphia nieder, brachten ihre Traditionen mit, bauten Gotteshäuser und erschufen Orte, wo sie ihren Glauben ausüben konnten – ganz im Sinne von Penns Vision der Religionsfreiheit.

Besucher Philadelphias, die sich für Religion, andere Kulturen und Bräuche interessieren, sollten sich folgende Sehenswürdigkeiten auf ihrem Reiseplan notieren und einen Blick auf die vielfältigen religiösen Wurzeln und Einflüsse in der Stadt werfen:

Cathedral Basilica of Saints Peter and Paul

Vorbild dieser Kathedrale aus dem Jahr 1864 ist die Lombard Church of Saint Charles in Rom. Mit den rund 24 Meter hohen gewölbten Decken und dem Marmorboden ist sie ein sehenswertes Beispiel für die römisch-korinthische Architektur. Farbenfrohe Kirchenfenster tauchen eine der größten Pfeifenorgeln Philadelphias in ein warmes Licht – nicht nur für Kirchenfans ein beeindruckender Anblick.

Cathedral Basilica of Saints Peter and Paul, Philadelphia, Pennsylvania, USA. Foto: Edward Savaria Jr. for PHLCVB
Cathedral Basilica of Saints Peter and Paul in Philadelphia. Foto: Edward Savaria Jr. for PHLCVB

Christ Church und Christ Church Burial Ground

Zu den regelmäßigen Messebesuchern dieser „Nation’s Church“ gehörten Präsident George Washington und Betsy Ross, die der Legende nach die erste Flagge der USA nähte, sowie Benjamin Franklin, der hier auch seine letzte Ruhe fand. Der rund 8.100 Quadratmeter große, wunderschön angelegte Friedhof zählt zu den bedeutendsten Grabstätten der Kolonial- und Revolutionszeit des Landes.

Christ Church, Philadelphia, Pennsylvania, USA. Foto: Anthony Sinagoga for PHLCVB
Christ Church in Philadelphia. Foto: Anthony Sinagoga for PHLCVB

Miraculous Medal Shrine

Wunderschöne Gemälde, Statuen und Buntglasfenster erzählen die Geschichte, wie die Heilige Maria St. Catherine Labouré erschien. Der Schrein zeigt außerdem die einzige Reliquie der Heiligen Mutter in Amerika: ein Stück Stoff eines Stuhles, auf dem sie einst gesessen hat. Darüber hinaus kann man hier ein Museum besuchen, in dem über 500 Stücke religiöser Kunst aus Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden und China ausgestellt sind, einige davon können bis auf das Jahr 1653 zurückdatiert werden.

Mother Bethel African Methodist Episcopal Church

Erbaut im Jahr 1792, zählt sie nicht nur zu den ältesten Kirchen des Landes, sondern ist darüber hinaus auch die älteste Kirche, die sich durchgängig in afro-amerikanischem Besitz befand. Das angeschlossene Museum beherbergt Artefakte aus dem 19. Jahrhundert und eine Sammlung von Archiven, in denen unter anderem Original Ausgaben des Christian Recorder angesehen werden können. Der Christian Recorder gilt als ältestes afro-amerikanisches Magazin des Landes, es wurde bereits vor dem Bürgerkrieg publiziert.

Mother Bethel African Methodist Episcopal Church, Philadelphia, Pennsylvania, USA. Foto: Wikimedia Commons, Public Domain
Mother Bethel African Methodist Episcopal Church in Philadelphia. Foto: Wikimedia Commons

Saint John the Evangelist

Diese römisch-katholische Kirche im Herzen der Stadt feiert in diesem Jahr ihr 185. Jubiläum. St. John Neumann wurde hier im Jahr 1852 zum Bischof geweiht. Seinen Beinamen „Priester der Arbeiterklasse“ verdankt Neumann unter anderem der Tatsache, dass er während seiner Zeit als Bischof von Philadelphia dabei half, mehr als 90 Kirchen und 40 Schulen aufzubauen. Ein weiterer Schrein zu Ehren St. John Neumanns kann in der St. Peter the Apostle Parish in 1019 North Fifth St. besichtigt werden.

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Religiöse Einflüsse in Philadelphia
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