Brownsville liegt an der Interstate 40, etwa eine Stunde ostwärts von Memphis. Ganz in der Nähe ist Tina Turner aufgewachsen. „The Tina Turner Museum Flagg Grove School“ im West Tennessee Delta Heritage Center ist ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg von Nashville nach Memphis.

The Tina Turner Museum Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center

Geboren und aufgewachsen in Nutbush, brachte Tina Turner die „City Limits“ dieses kleinen Ortes in Tennessee zu Weltruhm. Ganz in der Nähe wurde am 26. September 2014 ein Museum für die „Queen of Rock“ in Brownsville eingeweiht. Zu sehen sind Bühnenkostüme, Dokumente und vieles mehr.

Das Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville. Foto: Tennessee Tourism

Beinahe wäre das Schulhaus für Afroamerikaner von 1889 abgerissen worden. Musikfans bekamen aber Wind vom nahende Ende der Flagg Grove School, sammelten blitzschnell ein paar tausend Dollar, organisierten einen Tieflader und ließen das hölzerne Gebäude von seinem angestammten Platz an einem Feldrand umgehend auf den Parkplatz des kleinen Museums für die Kultur von West-Tennessee verfrachten, des West Tennessee Delta Heritage Center.

Das Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville. Foto: Tennessee Tourism

Das nur aus einem Klassenzimmer bestehende Schulhaus, in dem die spätere „Queen of Rock“ Tina Turner in den 1940er-Jahren Lesen und Schreiben lernte, war gerettet. Das renovierte Gebäude steht immer noch auf dem Parkplatz. Im Klassenraum findet man noch einige der alten Pulte, vor allem aber Vitrinen mit goldenen Schallplatten, Fotos und Bühnenkostümen. Aus der ganzen Region kamen die Fundstücke, Tina-Turner-Fans trugen aus ihren privaten Sammlungen ihr Scherflein bei – und auch die Rockdiva selbst half mit beim Sammeln.

Das Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville. Foto: Tennessee Tourism

Auch das schon länger bestehende kleine Museum nebenan ist den Besuch wert. Dort erfährt man viel über das flache Baumwoll-Land des Mississippi Delta – eines Deltas sieben Stunden vom Meer entfernt, das frühe Siedler bis an den Horizont überschwemmt vorfanden und deshalb für das Mündungsdelta des Mississippi hielten.

Museumsbesucher erfahren auch viel über die Musik aus dem Delta. Neben Tina Turner kamen viele andere Legenden von hier, darunter auch der Rockabilly-König Carl Perkins aus dem nahen Jackson. Von dort stammt ebenso der Schlagzeuger W. S. Holland, der über Jahrzehnte Johnny Cash begleitete und als der „Father of Drums“ bekannt ist. Er ist einer der Stars, die zur Eröffnung des Tina Turner Museum während der zweiten Ausgabe des jetzt jährlichen kleinen Festivals „Tina Turner Heritage Days“ auf dem Programm standen.

Das Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville, Tennessee, USA. Foto: Tennessee Tourism
Museum für Tina Turner in der Flagg Grove School im West Tennessee Delta Heritage Center in Brownsville. Foto: Tennessee Tourism

Beide Museumsgebäude sind montags bis samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos zum Museum unter www.westtnheritage.com.

Quelle: Tennessee Tourism

Brownsville
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