Polarlichter begeistern in klaren Winternächten

Alaska mit WOW-Effekt: Die Nordlichtersaison hat begonnen

Der Winter in Alaska hat viele Reize. Jetzt sind einige davon zu sehen: Wenn die Polarlichter mit ihren gelb-orange-grün-hellbau-violetten Schleiern in kalten Polarnächten zu tanzen beginnen, verfallen entrückte Zuschauer in einen tranceähnlichen Zustand.

Mit einer ungewöhnlichen Frage werden Gäste des Hotel Alyeska südlich von Anchorage beim Check-in überrascht: „Wollen Sie einen Weckruf, wenn Polarlichter auftauchen?“ Da sagt man nicht „nein“ – zumal der weit gereiste Urlauber aus Europa die ersten Nächte wahrscheinlich sowieso jetlag-bedingt nachts oft wach liegt.

Polarlichter (Aurora Borealis) über dem Bear Lake bei der Eielson Air Force Base in der Nähe von Fairbanks, Alaska. U.S. Air Force photo by Senior Airman Joshua Strang
Polarlichter (Aurora Borealis) über dem Bear Lake bei der Eielson Air Force Base in der Nähe von Fairbanks, Alaska. U.S. Air Force photo by Senior Airman Joshua Strang

Polarlichter rund um Anchorage

Die Zeit zwischen Oktober und März, vor allem im Hochwinter, ist die beste Zeit, das Naturschauspiel Polarlichter genießen zu können. Und Alaska, der größte und nördlichste Bundesstaat der USA, hält die größte Bühne mit den besten Logenplätzen für die so genannte Aurora Borealis bereit.

Doch einen festen Spielplan gibt es nicht. Die Polarlichter sind launenhafte Diven, die ihre Bewunderer oft stunden- und tagelang schmoren lassen. Bis sie zu einem unvermuteten Zeitpunkt aufzukreuzen und eine derartige Show am Himmel abziehen, dass Wartefrust sofort in atemlose Begeisterung umschlägt. Es ist ein mystischer Tanz farbig leuchtender Schleier, in denen man Figuren, Tiere oder Fabelwesen zu erkennen glaubt. Wer die Polarlichter einmal erlebt hat, dem ergeht es wie einem Junkie: immer öfter und immer mehr von dem Stoff!

Polarlichter über Anchorage in Alaska, USA. Foto: Jody Overstreet/Visit Anchorage
Polarlichter über Anchorage. Foto: Jody Overstreet/Visit Anchorage

Polarlichter rund um Fairbanks

Fairbanks, zweitgrößte Stadt Alaskas, liegt mitten in der sogenannten Polarlichtzone, einer ringförmigen Region um den Nordpol und zählt damit zu den besten Orten auf der Erde, um Nordlichter zu beobachten. Im Verlaufe eines Jahres bieten 8 von 12 Monaten Besuchern und Einheimischen gleichermaßen die Gelegenheit, Nordlichter zu sehen. Fairbanks‘ geografische Lage bietet ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Vorkommen, Häufigkeit und Aktivität dieses Naturphänomens.

Außerdem sorgen die Wetterverhältnisse in Zentralalaska für bedeutend mehr klare Nächte als vergleichsweise in Küstenregionen. Vom 21. August bis 21. April ist in der Region Fairbanks ausreichend Dunkelheit vorhanden, um die Aurora Borealis sehen zu können, wobei die Intensität des Nordlichtes variiert.

Die beste Tageszeit, um Nordlichter zu sehen, ist vom späten Abend bis in die frühen Morgenstunden. Wer mindestens drei Nächte in der Region Fairbanks verbringt und sich in den Nachtstunden aktiv im Freien aufhält, hat eine 90%-ige Chance, das Leuchten am Himmel zu entdecken.

Aurora Borealis über dem Chatanika River, nördlich von Fairbanks, Alaska, USA. Foto: Sherman Hogue/Explore Fairbanks
Aurora Borealis über dem Chatanika River, nördlich von Fairbanks. Foto: Sherman Hogue/Explore Fairbanks

Polarlichter in kalten und wolkenlosen Nächten

Polarlichter – in Alaska nennt man sie Northern Lights oder Auroras – entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen. Generell gilt: Je näher am Nordpol, desto spektakulärer ist die Show der Polarlichter. Die leuchtenden Himmelsvorhänge erhellen regelmäßig die Nacht und variieren farblich von grün bis rot oder violett, wobei die hellste und am häufigsten vorkommende Farbe das Grün ist.

Die vorherrschenden Wetter- und Lichtverhältnisse spielen dabei eine bedeutende Rolle. Ideale Voraussetzung zur Beobachtung von Polarlichtern ist eine kalte, wolkenlose Nacht und ein Standort möglichst außerhalb der Stadt, damit die künstliche Beleuchtung nicht mit den Polarlichtern konkurriert. Auch der Vollmond kann die Leuchtkraft der Auroras schmälern. Prinzipiell kommen Polarlichter das ganze Jahr über. Doch wegen der ständigen Helligkeit in den Sommermonaten sind sie nicht wahrnehmbar.

Polarlichter (Aurora Borealis) in der Umgebung von Anchorage, der Metropole Alaskas. Foto: Roy Neese/Visit Anchorage
Polarlichter in der Umgebung von Anchorage, der Metropole Alaskas. Foto: Roy Neese/Visit Anchorage

Polarlichter-Touren

In Alaska gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Aurora Borealis zu erleben: Es gibt Tourenanbieter, die mit ihren Gästen zu einer beheizten Beobachtungshütte für Nordlichter fahren. Andere Besucher nehmen an einer Übernachtungstour mit Schlittenhundegespann teil, machen einen Ausflug per Schneemobil zu einem Aussichtspunkt oder halten einfach mit dem Auto an einem geeigneten Aussichtspunkt nahe der Stadt. Eine weitere Möglichkeit ist ein Ausflug über den Polarkreis per Kleinflugzeug. Das faszinierende Naturschauspiel läßt sich auch während eines Nachtspaziergangs mit Blick zum Himmel entdecken.

Rund um Anchorage locken zahlreiche Touren, die mit der Beobachtung von Polarlichtern garniert sind. Das Eagle River Nature Center außerhalb von Anchorage ist einer der begehrten Plätze zur Beobachtung der Northern Lights. Im Winter und Frühjahr werden jeden ersten und dritten Freitag des Monats Sternenkunde-Kurse abgehalten.

Die Alaska Railroad bietet unterschiedlichste Touren zum Polarkreis an. So zum Beispiel eine dreitägige Zugreise ab/bis Anchorage mit Beobachtung der Polarlichter in Fairbanks. Weitere ein- bis mehrtägige Touren zur Polarlicht-Beobachtung lassen sich mit Hundeschlitten-Exkursionen, Langlaufen, Flightseeing-Abenteuer oder einem Besuch der heißen Quellen kombinieren.

Viele Unterkünfte bieten ihren Gästen einen Weckruf an, wenn die Nordlichter mitten in der Nacht erscheinen, so dass man sie auf keinen Fall verpaßt. Je länger man hier ist, um so größer sind die Chancen, dieses eindrucksvolle Naturphänomen zu erleben.

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