Die einzigartige Geschichte und die herrliche Natur der USA lassen sich auch hervorragend mit der Bahn erkunden. Komfortable Züge bieten den Vorteil, bequem und ganz in Ruhe die vor dem Fenster vorbeiziehenden Landschaften genießen und bei einem Zwischenstopp einige der ältesten Städte und Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten entdecken zu können.

Im Land der Autos spielen die Zugreisen nur eine Nebenrolle, dennoch ist es möglich die USA auch im Personenzug zu erkunden. Einige private Betreiber bieten exklusive und luxuriöse Zugreisen, die meisten Touristen sind jedoch mit den Zügen der staatlichen Gesellschaft Amtrak unterwegs.

Mit der nationale Eisenbahngesellschaft Amtrak kann man mehr als 500 Zielorte in 46 US-Bundesstaaten sowie Kanada erreichen. Die wichtigste und meistfrequentierte Strecke ist der Northeast Corridor von Boston über New York und Philadelphia nach Washington DC. Auch der einzige Hochgeschwindigkeitszug (Acela Express) verkehrt auf dieser Verbindung. Die verschiedenen Strecken sind frei miteinander kombinierbar.

Train Zug Steam Engine Dampflok Eisenbahn USA. Foto: Pixabay #813019, Public Domain
Zugreisen spielen in den USA nur eine Nebenrolle. Foto: Pixabay

Ausflüge mit dem Zug

Es gibt doch keine gemütlichere Art des Reisens, als entspannt in einem Zug durch die Landschaft zu rollen. Auch in Arizona sollten sich Besucher eine Eisenbahnfahrt nicht entgehen lassen. Mit kaum einen anderen Fortbewegungsmittel wird die atemberaubende Landschaft und Geschichte des Staates bequemer erlebbar.

Train 4960, Grand Canyon Railway, Williams, Arizona, USA. Foto: Xanterra Parks & Resorts

Grand Canyon Railway

Mit dem Zug zum Grand Canyon Nationalpark
Die Grand Canyon Railway fährt in authentisch restaurierten Salonwagen vom historischen Bahnhof in Williams, Arizona bis zum Grand Canyon Village. mehr +

Foto: Xanterra Parks & Resorts

Mit dem Pullman-Zug von Chicago nach New Orleans

Pullman Rail Journeys bietet eine Möglichkeit, die USA auf einer zweitägigen Reise von Nord nach Süd zu durchqueren – ganz exklusiv mit einem luxuriösen Zug.

Auf der knapp 1.500 Kilometer langen Strecke zwischen Chicago und New Orleans können sich Urlauber in den aufwendig renovierten Zugwagons im Art Deco Stil zurücklehnen und die Fahrt in den „Good Ol‘ South“ genießen, vorbei an den vielfältigen Landschaften des amerikanischen Kontinentes.

Mit dem Pullman-Zug von Chicago nach New Orleans. Foto: Pullman Rail Journeys
Mit dem Pullman-Zug von Chicago nach New Orleans. Foto: Pullman Rail Journeys

Die Fahrt mit dem Pullman-Zug startet um 20 Uhr von Chicago in Richtung Süden. Durch sein Vintage-Design fühlen sich Gäste in die Zeit der 30er bis 50er-Jahre zurückversetzt, profitieren aber trotzdem an Bord der restaurierten Waggons von allen Annehmlichkeiten der heutigen Zeit.

Mit dem Pullman-Zug von Chicago nach New Orleans. Foto: Pullman Rail Journeys
Die Fahrt mit dem Pullman-Zug startet von Chicago in Richtung Süden. Foto: Pullman Rail Journey

Übernachtet wird auf der 16-stündigen Fahrt durch mehrere US-Bundesstaaten in den Kabinen des Zuges in der gebuchten Kategorie. Für Vollpension ist während der Fahrt gesorgt – im Speisesalon wird ein umfangreiches A-la-Carte Menü serviert, kostenfreie Snacks und alkoholfreie Getränke stehen zudem jederzeit zur Verfügung.

Dank der zum Teil längeren Aufenthalte an verschiedenen Bahnstationen ist es möglich, sich an der frischen Luft die Beine zu vertreten. Auch der Blick aus dem Fenster lohnt sich während der gesamten Fahrt – vor allem um 6.30 Uhr morgens bei der Einfahrt in Memphis, der „Geburtsstätte des Blues“, wo Künstler wie Elvis Presley berühmt geworden sind.

Mit dem Pullman-Zug von Chicago nach New Orleans. Foto: Pullman Rail Journeys
Zurücklehnen und die Fahrt genießen in den Zugwaggons im Art Deco Stil. Foto: Pullman Rail Journeys

Die weitere Reise führt entlang der Mississippi-Deltaregion, vorbei an Kleinstädten und Farmen, die schon vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg für Ihre Landwirtschaft und vor allem den Baumwollanbau bekannt waren. Noch weiter im Süden, im Bundesstaat Louisiana angekommen, geht die Fahrt durch exotisches Sumpfgebiet, in dem Alligatoren oder Pelikane gesichtet werden können. Gegen 15.30 Uhr trifft man schließlich im Bahnhof von New Orleans ein, wo man das französische Viertel, das historischen Zentrum der Südstaaten-Metropole, erkunden kann.

Zugreisen
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