Die Region Southcentral umschließt Anchorage, die Kenai-Halbinsel und das Tal Matanuska-Susitna Valley; sie enthält einige der Höhepunkte, die Alaska für kultur-interessierte Reisende zu bieten hat.

Alaska verzeichnet die höchste Dichte an Gletschern auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Rund 100.000 dieser Eisgiganten bedecken eine Fläche von 77.000 Quadratkilometern. Viele der eisigen Spielwiesen in Southcentral Alaska sind leicht zugänglich, rund 50 liegen direkt bei Anchorage.

Highlights

Anchorage Skyline im Winter, Alaska, USA. Foto: Robert Olsen, Visit Anchorage

Anchorage

Ausgangspunkt für Naturerlebnisse und Abenteuer
Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt Alaskas (das ist Juneau), aber sie ist mit knapp 300.000 Einwohnern die größte Stadt und, wenn man so will, ... mehr +

Foto: Robert Olsen, Visit Anchorage

Kenai-Halbinsel

Kultur- und Outdoorparadies
Die Fahrt auf dem Seward Highway von Anchorage über Girdwood führt schließlich zur Kenai-Halbinsel. Das immer größer werdende Renommee dieser Gegend als Ort kreativer Entfaltung ... mehr +

Foto: NPS Photo

View from Dead Dog Hill, Nabesna Road, Wrangell - St Elias National Park & Preserve, Alaska, USA. NPS Photo

Wrangell-St. Elias Nationalpark and Preserve

Gletscher, Bergketten, wilde Flüssen und historische Stätten
Der Wrangell-St. Elias National Park and Preserve im östlichen Teil der Region Southcentral Alaska an der Grenze zu Kanada ist mit 5 Millionen Hektar der ... mehr +

Foto: NPS Photo

Nach einem Besuch in Anchorage bietet sich eine Fahrt nach Süden auf dem Seward Highway zur Kenai-Halbinsel an. Der Seward Highway wurde vor Kurzem in die All-American Roads aufgenommen und führt durch eine der eindrucksvollsten Gegenden des ganzen Landes. Girdwood, ein Skiort am Fuß des Mount Alyeska, lockt mit einer modernen, lockeren Atmosphäre und ist einen Besuch unbedingt wert. Viele Künstler, denen der Kleinstadtcharakter des Ortes gefällt, haben sich hier niedergelassen. Besucher können während des ganzen Jahres eine Vielzahl von kleinen Galerien besichtigen oder ihren Besuch zeitlich mit der Girdwood Forest Fair abstimmen, ein im Sommer stattfindendes Festival für Kunst und Handwerk.

Die Weiterfahrt auf dem Seward Highway führt schließlich zur Kenai-Halbinsel. Das Ende der Strasse erreicht man bei der Ankunft in Homer, einem ganz besonderem kulturellen Mekka.

Vom Hafenstädtchen Homer aus begibt sich Hallo Bay Bear Camp auf Tagestouren zusammen mit einem erfahrenen Guide und höchstens 8-12 Gästen. Je nach Jahreszeit geht es zum Katmai oder Lake Clark National Park and Preserve. Während des fünf- bis sechsstündigen Ausflugs erleben die Besucher eine atemberaubende Umgebung, bewegen sich mitten im Bärengebiet und können die imposanten Braunbären in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Besucher auf Mehrtages-Ausflügen übernachten in einem kleinen Camp im Katmai National Park in individuellen, umweltfreundlichen Blockhütten. Die Dauer der Touren reicht dabei von einer Übernachtung bis zu einem Aufenthalt von einer Woche im Camp. (www.hallobay.com)

Eine Reise nach Alaska ohne Gletscherbesichtigung ist kaum denkbar. Über viele Jahrtausende haben Gletscher das Landschaftsbild Alaskas geprägt. Sie haben tiefe Täler gegraben, Felsen zur Seite geschoben und den Weg für Flüsse frei gemacht. Gletscher sind faszinierende Gebilde, die aus der Nähe betrachtet, ihre ganze Schönheit zeigen. Ein Tagesausflug mit dem Schiff durch den Prince William Sound bietet mit die besten Möglichkeiten, Gletscher zu sehen. Dem einen oder anderen mag es unheimlich vorkommen, wenn riesige Eisabbrüche mit Getöse ins Meer kalben und hohe Wellen verursachen. Die Städte Whittier, Valdez oder Cordova sind der beste Ausgangsort für derartige Touren.

Sehenswert ist auf jeden Fall der Portage Glacier auf der Kenai-Halbinsel. Er versteckt sich hinter einer Biegung und ist bei einer 30-minütigen Bootstour zu besichtigen. An Bord der staatlichen Fähre oder auf einer Bootstour kann man diese eindrucksvollen Flüsse aus Eis aus allernächster Nähe bewundern.

Portage Glacier, Chugach National Forest, Alaska, USA. Photography provided by Visit Anchorage
Portage Glacier. Photography provided by Visit Anchorage

Die meisten Besucher gehen an Bord eines Schiffes und betrachten das Naturschauspiel vom Schiffsdeck aus. Spannend ist es aber auch, sich mit einem Kajak den Eisriesen zu nähern und zwischen den Eisbrocken und Eisbergen umher zu paddeln. In vollen Zügen lässt sich die arktische Faszination In den Nationalparks von Southcentral Alaska erleben. Viele Wanderwege führen zum Ausläufer eines Gletschers, wo man sein Zelt für die Nacht aufschlagen kann.

Das 1.800 Quadratkilometer umfassende Harding Icefield befindet sich im Kenai Fjords National Park im Süden von Alaska. Es ist das größte Eisfeld von insgesamt nur vier noch existierenden Eisfeldern in den Vereinigten Staaten. Beliebte Freizeitaktivitäten sind z.B. eine Überquerung des Eisfelds, wofür erfahrende Alpinisten bis zu zwei Wochen brauchen, oder eine Wanderung auf dem 13 Km langem Wanderweg Harding Icefield Trail.

Das ehemalige Bergwerksdorf von Kennicott befindet sich im Wrangell-St. Elias National Park & Preserve. Nach Beendigung der Verlegung der Eisenbahn nach Kennicott im Jahre 1911 blühte der Ort aufgrund des profitablen Handels mit Kupfer auf, bis die Förderstelle im Jahr 1938 aufgrund des Verfalls des Kupferpreises unrentabel wurde und fast über Nacht geschlossen wurde. Heute bieten verschiedene lokale Unternehmen und Berg- und Wanderführer Touren in die Bergwerksgebäude und das Naturparadies des Wrangell-St. Elias National Park. Viele der Originalgebäude stehen noch und werden als bestes noch stehendes Beispiel des Kupferbergbaus aus dem frühen 20. Jahrhundert bewertet.

Mica Guides bietet das Erlebnis einer Hochgeschwindigkeits-Seilrutsche (im Englischen zipline genannt) auf dem Matanuska Gletscher an. Die Rutsche heißt G2 und ist die schnellste in Alaska. Die Teilnehmer starten in einer Höhe von 76 Metern über dem Matanuska River und fliegen mit 70 bis 100 km/h eine Strecke von 670 Metern. Die G2 ist die zweite Seilrutsche am Matanuska Gletscher. Sie ergänzt die schon bestehende Nitro-Rutsche, die 45 Meter über dem Fluss liegt. Man startet dort von einem dreistöckigen Turm. Mica Guides ist in Glacier View am Glenn Highway ansässig, 160 km von Anchorage entfernt.

Freizeitaktivitäten im Sommer

  • Wanderungen im Chugach State Park, einer im Osten an Anchorage angrenzenden Bergkette.
  • Nach allen fünf Lachsarten auf der Kenai-Halbinsel angeln.
  • Von Homer aus mit einem Wassertaxi die Küstenorte Seldovia und Halibut Cove besuchen
  • Eine Fahrt mit der Alaska Railroad, entweder am Turnagain Arm entlang von Anchorage nach Seward oder von Anchorage nach Fairbanks mit Zwischenstopp in Denali Nationalpark
  • Schlauchboottouren auf den Flüssen Kenai, Matanuska oder Sixmile
  • Von Whittier aus im Prince William Sound Kajak fahren
  • Einheimische Kunstgegenstände im Geschenkladen des Alaska Native Medical Centers kaufen
  • Eine Bootstour inmitten der Eisberge auf dem See Portage Lake unternehmen
  • Auf dem Seward Highway, eine der wenigen durch die Benennung “All American Road” geehrten Strasse, von Anchorage nach Seward fahren
  • Die Endstelle der Trans-Alaska Pipeline in Valdez besichtigen
  • Riesige Kohlköpfe (bis zu 90 Pfund) bei der Alaska State Fair in Palmer bestaunen
  • Eine Bootstour zu den College Fjords Gletschern im Prince William Sound unternehmen
  • Einen Nachmittag im Alaska Zoo in Anchorage verbringen
  • Im Big Game Alaska Wildlife Center in Portage einen Elch knutschen
  • Das Hauptquartier des Iditarod Hundeschlittenrennens in Wasilla besichtigen
  • Wanderungen in Hatcher Pass im Tal Mat-Su Valley unternehmen

Freizeitaktivitäten im Winter

  • Heliski-Touren in den Bergen bei Valdez
  • Alpines Skifahren und Snowboarden in der Alyeska Ski-Ressort, bei Alpenglow oder im Skigebiet Hilltop in der Nähe von Anchorage
  • Während des Winterfestivals Fur Rendezvous in Anchorage auf Schneeschuhen Softball spielen oder Eis-Kegeln gehen
  • Nach Winter-Königslachsen in Homer und Kodiak fischen
  • Eisklettern in den gefrorenen Wasserfällen entlang Turnagain Arm bei Anchorage
  • Mit dem Skifahrer-Zug Grandview Ski Train von Anchorage nach Grand View fahren (zweimal jährlich) und in der dortigen Abgeschiedenheit Langlaufen und Telemark-Skifahren
  • Das Alaska SeaLife Center besuchen

Unterkunft

  • Sadie Cove Wilderness Lodge
    Wie eine geschützte Oase inmitten des ungezähmten Kachemak Bay State Parks liegt Sadie Cove Wilderness Lodge nördlich von der Bucht Tutka Bay in der Mitte zwischen Seldovia und Halibut Cove. Die Lodge kann leicht von Homer aus per Boot, Wasserflugzeug oder Hubschrauber erreicht werden und bietet Besuchern die Gelegenheit, den Lebensstil in der Alaskanischen Wildnis aus eigener Erfahrung kennen zu lernen. Handgefertigte Hütten tragen zur rustikalen Atmosphäre bei; auf dem Menü stehen Alaskanische Meeresfrüchte und viele lokale Zutaten, die aus der Kachemak Bucht stammen bzw. von der Lodge angebaut werden. Zu den angebotenen Freizeitaktivitäten gehören Angeln, Wandern, Naturfotographie, Bärenbeobachtung, Gletschertouren, Rundflüge, Kajakfahren, Muschelsuchen, Beerenpflücken, sowie Ausflüge in die Nachbarorte Seldovia und Halibut Cove.
     
  • 15 Chandeliers Bed & Breakfast in Anchorage
    Die im Georgianischen Stil errichtete großräumige Villa des 15 Chandeliers Bed & Breakfast in Anchorage bietet Räume mit Viktorianischem und Edwardianischem Décor. Nach einem erlebnisreichem Tag kann man sich in den Gärten, welche mit Blumenampeln, bepflanzt mit Fuchsien und Geranien, geschmückt sind, erholen. Die Lage eignet sich vorzüglich für eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten, ganz gleich ob man sich lieber den Einkaufsmöglichkeiten und kulturellen Angeboten widmet oder Tagestouren in die Natur zum Angeln oder Bärenbeobachten vorzieht.
     
  • Hotel Chitina
    Das Hotel Chitina wurde 1914 errichtet. Der kleine Ort Chitina bewahrt viel Geschichte aus den Tagen des Goldrausches und des Kupferabbaus. Er liegt am Rand des Wrangell – St. Elias National Park and Preserve, dem größten Nationalpark der USA. Wie viele Orte in Alaska hat Chitina den frühen Goldrausch von 1908 bis 1915 voll miterlebt und hat sich die Geschichte bis zum heutigen Tag erhalten. Zunächst wurde das Hotel als Gemeindezentrum errichtet und später zu einem Theater umgebaut. 1938 schloss die nahegelegene Kennecott Mine, dann verließ die Eisenbahn Chitina und später folgte ein Großteil der Einwohner. Der Ort war nahezu eine Geisterstadt, mit leerstehenden Geschäften und Wohnhäusern. Die Zeit verging und in den 50er Jahren wurde das Gebäude abermals umgebaut, um nun als Hotel und Restaurant zu dienen. Die Konstruktion der Trans-Alaska-Pipeline brachte das Hotel gut ins Geschäft, aber in den späten 70er Jahren schloss es erneut und stand danach für fast 30 Jahre leer. Unter neuer Führung eröffnete das frisch renovierte Hotel und Restaurant dann 2006 wieder. Obwohl das Gebäude seit seinem Bau wiederholt renoviert wurde, hat es sich doch den typischen Charme des frühen Alaskas erhalten. Auch ein Wintergarten für 75 Personen wurde angebaut und ein Biergarten geschaffen, der großen Gruppen Platz zum Abendessen, für private Veranstaltungen oder Hochzeiten bietet. Ab 2015 wird auch ein ‚Salmon Bake‘ veranstaltet, bei dem Gäste ein für Alaska typisches Gericht von gegrilltem Lachs genießen können.
     
  • Winterlake Lodge
    Die Winterlake Lodge in Southcentral Alaska bietet Skifahrern und Snowboardern die Gelegenheit mit dem Helikopter zum nördlichen Rand der Tordrillo Mountains fliegen. Die Winterlake Lodge, ca. 297 km nordwestlich von Anchorage gelegen, ist eine gehobene Lodge im Hinterland, weit abseits des Straßennetzes, mit nur fünf Gästekabinen. Nach dem Skifahren können Gäste Sauna, Whirlpool, Yoga Kurse oder Massage- Anwendungen genießen. Die Angebote beinhalten außerdem alternative Aktivitäten wie Skilanglauf, Schneeschuhwanderungen oder Hundeschlittentouren. (withinthewild.com/lodges/winterlake)
     

Knik River Lodge

Glamping-Trip ins Hinterland oder in Blockhütten schlafen
Die Knik River Lodge befindet sich in der Nähe von Palmer, nur eine Stunde Fahrt von Anchorage entfernt, und bietet seinen Gästen eine einzigartige Umgebung. Bei einem Flug-Glamping-Trip in das Hinterland Alaskas werden die Gäste mit dem Helikopter an das Ufer von Lake George gebracht, wo sie ihr Lager aufschlagen. Anders als bei den üblichen Camping-Trips wird von der Knik River Lodge die Camping Ausrüstung eingeflogen: Teppich, Gas-Kocher und – das Allerbeste – ein Badezimmer. Die Gäste können sich zurücklehnen, entspannen und die Aussicht auf die Gletscher am Lake George genießen, während ein Koch das Steak oder ein Fisch-Gericht zubereitet.

Knik River Lodge, Palmer, Alaska, USA. Foto: Scott McMurren bei flickr, CC BY 2.0
Knik River Lodge, Palmer, Alaska, USA. Foto: Scott McMurren bei flickr, CC BY 2.0

Für Gäste, die lieber unter einem festen Dach schlafen, bietet die Knik River Lodge bietet 15 Blockhütten in fünf verschiedenen Varianten. Das Abendessen für Übernachtungsgäste wird in einer Jurte serviert. Die Speisekarte basiert auf frischen Zutaten aus Alaska. Aus der Jurte können die Gäste beim Abendessen wilde Tiere beobachten oder einfach die Aussicht auf die herrliche Landschaft Alaskas genießen.

Knik River Lodge, Palmer, Alaska, USA. Foto: Scott McMurren bei flickr, CC BY 2.0
Knik River Lodge, Palmer, Alaska, USA. Foto: Scott McMurren bei flickr, CC BY 2.0

Die Lodge hat auch eine ganze Reihe von abenteuerlichen Aktivitäten für die ganze Familie im Programm, zum Beispiel Helikopter-Touren mit Zwischenlandung auf Gletschern, Hundeschlitten-Fahrten auf Gletschern, Kajak-Touren, Gletscher-Wanderungen, Eisklettern, Heli-Skiing mit Fotografier-Möglichkeit und vieles mehr.

Southcentral Alaska
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