Georgia war ein Hauptschauplatz des großen Krieges von 1861 bis 1865. Der Staat erinnert an den Civil War mit nachgestellten Schlachten, Ausstellungen und Führungen.

Der amerikanische Bürgerkrieg ließ Brüder zu Feinden werden. Es begann mit Staaten des Südens, die ihr Recht wahrnahmen, sich von der Union loszusagen. Georgia war der fünfte von ihnen. Der erste Schuss fiel im April 1861 mit dem Angriff der Südstaaten auf Fort Sumter im nahen South Carolina. Mehr als 600.000 Menschen starben bis zum Ende des Grauens im Juni 1865. Die Südstaaten lagen am Boden; die Union und damit die USA, wie wir sie heute kennen, war gerettet. Und Hunderttausende Sklaven, die auf den Baumwellfeldern des Südens geschuftet hatten, waren befreit.

Civil-War-Reenactors feuern eine Salve, Chickamauga, Georgia, USA. Foto: Georgia Tourism
Nachgestelle Schlacht in Chicamauga: Civil-War-Reenactors feuern eine Salve. Foto: Georgia Tourism

Georgia hat diese Zeit niemals vergessen. In Atlanta pilgert man zum Cyclorama: einem gigantischen Rundgemälde, das die Schlacht um Atlanta darstellt. Ebenfalls in Atlanta steht das Haus der „Vom Winde verweht“-Autorin Margaret Mitchell, die den Bürgerkrieg in ihrem Epos rund ums Versinken der Stadt in Schutt und Asche zum Heulen schön zu Papier brachte.

Außerhalb der längst wieder erstandenen Metropole der Südstaaten prangt an der Nordseite des Stone Mountain ein 30 mal 60 Meter großes Relief des Konföderierten-Präsidenten Jefferson Davis und seiner Generäle Robert E. Lee und Thomas J. „Stonewall“ Jackson. Von dort aus finden sich in jede Himmelsrichtung des Staates noch unzählige weitere Spuren und Gedenkstätten.

Relief des Konföderierten-Präsidenten Jefferson Davis und seiner Generäle Robert E. Lee und Thomas J. „Stonewall“ Jackson am Stone Mountain, Stone Mountain Park, Atlanta, Georgia, USA. Foto: Pixabay #702816, CC0
Relief des Konföderierten-Präsidenten Jefferson Davis und seiner Generäle Robert E. Lee und Thomas J. „Stonewall“ Jackson am Stone Mountain bei Atlanta. Foto: Pixabay

Wer Georgias Bürgerkriegs-Geschichte erkunden möchte, findet im ganzen Staat Gelegenheit. Es gibt Lesungen, Ausstellungen und Museumstouren. Besonders beliebt sind die „reenactments„, bei denen Geschichtsfans in authentischen Kostümen und Bewaffnungen historische Schlachten nachstellen. Dabei wird viel Pulver verschossen, aber kein Blei.

Einen sehr detaillierten Überblick über Georgias Kriegsgeschichte, bestehende Attraktionen, kommende Veranstaltungen, Termine und Eintrittspreise bietet die Website www.gacivilwar.org.

Der amerikanische Bürgerkrieg in Georgia
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