Red Earth Festival – Traditionelles Powwow in Oklahoma City

Das große Fest der „Roten Menschen“

„Okla humma“ – „Rote Menschen“ – heißt in der Choctaw-Sprache die Urbevölkerung und so erhielt auch der heutige US-Bundesstaat Oklahoma seinen Namen. Dass in Oklahoma 39 von 562 offiziell in den USA anerkannten Indianervölkern zu Hause sind, geht darauf zurück, dass US-Präsident Jefferson Anfang des 19. Jahrhunderts Land westlich des Mississippi zum „Indian Territory“ ernannt hatte.

In Oklahoma informieren nicht nur hochklassige Museen über die Indianer, sondern geben vor allem Powwows, Besuchern Gelegenheit, Mentalität und Kultur der Native Americans besser kennenzulernen. Das dieses Jahr zum 31. Mal ausgetragene Red Earth Festival in der Hauptstadt Oklahoma City gehört zu den jährlichen Veranstaltungshöhepunkten und zu den besten derartigen Events im ganzen Land.

Red Earth Parade beim Red Earth Festival in Oklahoma City, Oklahoma, USA. Foto: KS/OK Tourism
Red Earth Parade beim Red Earth Festival in Oklahoma City. Foto: KS/OK Tourism

Im Cox Convention Center treffen sich am Wochende vom 9. bis 11. Juni 2017 über 130 der besten indianischen Künstler und Tänzer von über 100 Stämmen aus ganz Nordamerika um ihre Traditionen, Kunst und Kultur zu pflegen.

Eröffnet wird das Festival am Freitagvormittag, 9. Juni, mit der Red Earth Parade, einem Umzug der Teilnehmer durch die Innenstadt von OKC. Höhepunkt des Kulturfestes sind die täglich stattfindenden Tanzwettbewerbe, an denen die ausdrucksstarken Powwow-Tänzer in verschiedenen Kategorien und unterteilt nach Geschlecht und Alter um Geld- und Sachpreise gegeneinander antreten.

Red Earth Festival in Oklahoma City, Oklahoma, USA. Foto: KS/OK Tourism
Red Earth Festival in Oklahoma City. Foto: KS/OK Tourism
Untermalt werden die Tänze von wechselnden „drums“, wie die Gruppen von mindestens fünf Sängern, darunter ein Vorsänger, genannt werden. Sie sitzen am Rand der runden Tanzarena um eine große Trommel und begleiten ihre kehligen Gesang mit rhythmischen Schlägen. Die dargebrachten Lieder sind ebenfalls in Kategorien, passend zu den Tänzen, eingeteilt und ihre Interpretation wird reihum von einer Jury bewertet.

Darüber hinaus ist im Kongresszentrum von OKC mehr geboten: zum Beispiel gibt es Vorführungen und Ausstellungen von indianischen Künstlern und bei der Art Competition werden die Kunstwerke bzw. das Kunsthandwerk bewertet und prämiert.

Organisationen und Gruppen, Sights und Museen stellen sich vor und bei „Ask the Expert“ wird von Besuchern mitgebrachte indianische Kunst von Experten beurteilt.

Die Red Earth Corporation macht sich seit 1978 für die Indianer stark und das nicht nur mit dem seit 1987 veranstalteten Red Earth Festival, sondern auch durch ein Museum, Kinderprogramme und Workshops sowie durch die Beteiligung an Märkten.

Das Red Earth Art Center verfügt über eine Dauerausstellung von über 1.400 Stücken indianischer Kunst aus verschiedensten Bereichen – Malerei, Keramik, Textilarbeiten, Perlenstickerei, Korbflechterei u.a. Genres – und organisiert Programme, Sonderausstellungen und Workshops, Veranstaltungen und Konzerte.

Infos zum Red Earth Festival

  • Datum: 09.–11. Juni 2017
  • Ort: Cox Convention Center, 1 Myriad Gardens, Oklahoma City/OK
  • Tickets: Tageskarte $ 11, Parade kostenlos
  • Offizielle Webseite: Red Earth Festival
  • Red Earth Art Center, 6 Santa Fe Plaza, Downtown Oklahoma City, Mo.–Fr. 10–17 Uhr, Eintritt gratis

Quelle: Kansas/Oklahoma Travel & Tourism

Red Earth Festival – Traditionelles Powwow in Oklahoma City
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Punkten, basierend auf 4 abgegebenen Stimmen.
Loading...