Der US-Bundesstaat Nevada liegt in einem trockenen Gebiet im Westen der USA zwischen Kalifornien und Utah. Nevada trägt aufgrund der großen Kupfer-, Gold- und Silber-Vorräte den Beinamen „Silver State“.

Nevada State Sign, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Welcome to Nevada. Foto: usa-reisetraum.de
Am 31. Oktober 1864 trat Nevada als 36. Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika bei. Nevadas Geschichte wurde durch Pioniere mit Entdeckergeist, Leidenschaft und Risikobereitschaft geformt. Eine Tour durch die verschiedenen Regionen Nevadas, das so unterschiedlich und facettenreich ist wie kaum ein anderer US-Staat, lohnt immer.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Spieler-Städte Las Vegas und Reno. Doch Nevada hat mehr zu bieten – viele weitere Attraktionen sind zu bewundern: Die abwechslungsreiche Gebirgslandschaft der Ruby Mountains, die Flusswellen des Black Canyon sowie zahlreiche Geisterstädte aus der Blütezeit der Minenarbeit und der ersten Gold- und Silber-Funde.

Nevada State Sign, USA. Foto: usa-reisetraum.de
Welcome to Nevada. Foto: usa-reisetraum.de

An der westlichen Grenze Nevadas zu Kalifornien liegt der kristallklare Bergsee Lake Tahoe. Bei einer Tour zu dem rund 497 Quadratkilometer großen See entdecken Besucher nicht nur die stille Seite Nevadas, fernab der Casino-Metropolen wie Las Vegas und Reno. Hier werden auch alte Mythen wie die vom Seemonster Tessie wach.

Im Floyd Lamb Park at Tule Springs in Las Vegas sind Mammut-Fossilien aus der Eiszeit zu sehen. Das Moapa Valley National Wildlife Refuge zählt zu den jüngsten des Bundesstaats und schützt bedrohte Fischarten. Der Fokus des Desert National Wildlife Refuge liegt auf dem Schutz des Wüsten-Dickhornschafs.

Regionen in Nevada

Lamoille Canyon in den Ruby Mountains bei Elko, Nevada, USA. Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

Cowboy Country

Das Land der Cowboys
Von Lovelock über Elko bis West Wendover im Norden Nevadas herrscht noch unverfälschte Wild-West-Romantik. Cowboyhut und Jeans bilden hier die Fashion-Norm und die Geschichte der frühen Farmer lebt wieder auf. mehr +

Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

Die namensgebende Felseninsel Pyramid Island im Pyramid Lake in Nevada, USA. Foto: TravelNevada

Reno-Tahoe Territory

Traumziel für Naturliebhaber
Im Nordwesten Nevadas liegt das Reno-Tahoe Territory. Vor allem Naturliebhaber kommen in dieser Region auf ihre Kosten. Doch das Reno-Tahoe Territory hat noch weitaus mehr zu bieten. mehr +

Foto: TravelNevada

Highway 50 in Nevada, The Loneliest Road in America. Foto: Nevada Commission on Tourism

Pony Express Territory

Entlang des Highway 50
Durch das nördliche Zentrum Nevadas verläuft der Highway 50. Er folgt der Route des legendären Pony Express. Die US 50 gilt als „Loneliest Road in America“. Doch abseits des Highways gibt es jede Menge zu erleben. mehr +

Foto: TravelNevada

Das ehemalige Gerichtsgebäude in Belmont, Belmont Courthouse, Nevada, USA. Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

Nevada Silver Trails

Auf den Spuren der Pioniere
Die Nevada Silver Trails führen entlang des Highway 93. In dieser Gegend findet sich die größte Vielfalt an Tieren und Pflanzen in den Vereinigten Staaten. Auf diesen Pfaden erkundeten einst Pioniere und Goldgräber das Land. mehr +

Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

The Lagoon at CasaBlanca Resort & Casino in Mesquite, Nevada, USA. Foto: TravelNevada

Las Vegas Territory

Wo Wasser auf Feuer trifft
Überragende Berggipfel, atemberaubendes Panorama und wilde, rauschende Flüsse sind nicht die Bilder, die man im ersten Moment in Verbindung mit Las Vegas bringt. Dabei hat die Landschaft all das zu bieten. mehr +

Foto: TravelNevada

Land der Indianer

Ganz Nevada ist bekannt als Indian Territory. Indigene amerikanische Völker leben bereits seit Tausenden Jahren in den Tälern, Wüsten und Bergen des Landes. Es gibt drei bekannte Stämme in Nevada, die Washoe, die Paiute und die Western Shoshone. Sie leben in 26 Kolonien und Reservaten, verteilt über den gesamten Bundesstaat. Dort versuchen die Einheimischen ihre traditionellen Werte und Rituale sowie ihren Spiritualismus mit den Einflüssen der Moderne zu vereinbaren. Bei den traditionellen Powwows, zu denen auch Nicht-Einheimische willkommen sind, wird die Kultur der verschiedenen Stämme gefeiert und Freundschaften werden mit Gesängen und Tänzen gepflegt.

  • Lake Tahoe: Das Zentrum der Washoe liegt am Lake Tahoe. Früher zog es die Washoe bei warmen Temperaturen zum Fischen an den See, während sie sich in den Wintermonaten in die Täler zurückzogen. Heute betreiben die Washoe das Lake Tahoe’s Meeks Bay Resort mit weißen Sandstränden, Wassersportaktivitäten und Touren in die Wüste.
  • Tallac Historic Site: An der Südküste des Lake Tahoe, den Highway 89 entlang und vorbei am Camp Richardson, befindet sich das Zentrum für zeitgenössische Indianerkunst, Musik, Film, Fotografie, Flechtkunst und Storytelling. In der Tallac Historic Site, ein Projekt der Tahoe Heritage Foundation, wird in den Sommermonaten regelmäßig das Wa She Shu It’ Deh Native American Arts Festival veranstaltet.
  • Carson City: Jährlich findet in der ehemaligen Stewart Indian School der Father’s Day Powwow statt, ein indianisches Fest mit Stammestänzen und –gesängen in traditionellen Gewändern. Zudem befindet sich in Carson City das Nevada State Museum. Die Kit Carson Trail Historical Walking Tour führt Besucher zu besonderen Orten der Geschichte dieses Teils des Landes.
Genuss mit Weinblick auf dem Pahrump Valley Winery Vineyard. Foto: Nevada Commission on Tourism

Wein aus Nevada

Edle Tropfen verwöhnen den Gaumen
Nevada besitzt eine facettenreiche Geschichte. Was viele nicht wissen: Der Silver State pflegt eine junge Tradition im Weinanbau und ist inzwischen ein Geheimtipp für Weinkenner. Ein Ausflug auf die Rebfelder Nevadas lohnt sich. mehr +

Foto: TravelNevada

Ski: Im Silver State werden Pistenträume wahr

Mit mehr als 97.000 Quadratkilometer Skipiste und 18 Resorts ist Nevada eines der angebotsreichsten Wintersportziele der USA. In manchen Gegenden fallen jährlich elf Meter Schnee. Zu Recht hat der Bundesstaat daher seinen Namen – auf Spanisch übersetzt bedeutet Nevada „schneebedeckt“. Nevada überzeugt mit der höchsten Pistendichte in Nordamerika. Das erste Skigebiet liegt bereits eine Stunde nördlich vom Las Vegas Strip am Mount Charleston. Am Lake Tahoe laden großartige Resorts und perfekte Winterbedingungen zu Sport und Kaminromantik ein.

Interessante und lustige Fakten über Nevada

Battle Born State, Sagebrush State oder Silver State, diese Namen haben alle eines gemeinsam: Sie sind Spitznamen für Nevada. Es ist der siebtgrößte amerikanische Bundesstaat und grenzt an Idaho, Oregon, Arizona, Utah und Kalifornien. Im Jahr 1864 wurde Nevada der 36. amerikanische Bundesstaat und hat durch seine Geschichte viele Gesetze und lustige Fakten, die bis heute bestehen.

Wussten Sie, dass…

  • …es in der Stadt Eureka Männern mit Schnurrbart verboten ist, Frauen zu küssen??
  • …Nevada durch die Entdeckung der berühmten Camstock Erzader im Jahr 1859 bekannt wurde??
  • …Nevada insgesamt etwa 80.000 km asphaltierte Straßen hat?? Die meisten davon kamen in Filmen wie „Fluchtpunkt San Francisco“, „Breakdown“, „Rainman“ und „Lethal Weapon 4“ vor.
  • …es in Nevada verboten ist mit einem Kamel auf dem Highway zu „fahren“??
  • …Nevada der größte Goldproduzent der Vereinigten Staaten ist und der weltweit zweitgrößte nach Afrika??
  • …sich Nevada von dem spanischen Wort „Schneebedeckt“ ableitet??
  • …Nevada, mit einer Durchschnittsmenge von 17 cm Regen jährlich, der trockenste Staat der Nation ist??
  • …in Virginia City so verrückte Veranstaltungen wie Kamel-, Straußen und sogar ein Klohäuschenrennen stattfinden??
  • …es in Reno nicht erlaubt ist, sich auf den Gehweg zu legen??
  • …man von Los Angeles in Kalifornien nach Reno in Nevada Richtung Westen fährt, und nicht, wie die meisten denken würden, Richtung Osten??
  • …die heute überall bekannten Bauarbeiterhelme ursprünglich im Jahr 1933 für die Arbeiter des Hoover Dams erfunden wurden??
  • …der Hoover Dam aus etwa 2,6 Millionen Kubikmetern Beton besteht? Das wäre genug Beton um eine zweispurige Autobahn von San Francisco nach New York zu bauen.?
  • …es in Nevada mehr Bergketten gibt als in jedem anderen amerikanischen Staat? Der höchste Punkt ist der Gipfel des Boundary Peak mit 4006 Metern.?
  • Glücksspiel in Nevada von 1910-1931 verboten war??
  • …Glücksspiel auch heute noch in Boulder City und Panaca verboten ist??
  • …in Elko jeder der zu Fuß auf einer Strasse geht, dazu aufgefordert ist eine Maske zu tragen??
  • …die Kängururatte, die im Death Valley lebt, ihr ganzes Leben ohne einen Tropfen Flüssigkeit überleben kann??
  • …es in Reno verboten ist, eine Parkbank auf eine Straße zu stellen??
  • …Las Vegas mit etwas über 27.200 Kilo pro Tag den größten Shrimpsverbrauch in Amerika hat??
  • …eine einzige Person 288 Jahre benötigen würde, um in jedem Hotelzimmer in Las Vegas eine Nacht zu verbringen?

Aktiv in Nevada

Nevadas abwechslungsreiche Landschaft mit dem beeindruckenden Lake Tahoe, den felsigen Red Rock Canyon und dem überwältigen Black Rock Desert macht es zu einem idealen Staat für alle möglichen Aktivitäten.

Wenn man keine Höhenangst hat, sollte man unbedingt mit einem Helikopter über den Grand Canyon fliegen – am besten von Las Vegas. Wer lieber am Boden bleiben will, kann ein Quad Tour zu den Ruby Mountains in der Nähe von Elko machen.

Und obwohl der Großteil von Nevada aus Wüste besteht, haben auch Wassersportler hier ihren Spaß: Das Lahontan Reservoir eignet sich zum Beispiel ideal zum Wasserskifahren.

Die Geister der Vergangenheit

Nevadas Landschaft ist bis heute von Geisterstädten durchzogen, deren Besuch eine Stippvisite in die Vergangenheit darstellt. Im Silver State gibt es mehr Geisterstädte als bewohnte Städte.

Wie der Name Silver State bereits verrät, war Nevada früher die Heimat zahlreicher Silberminenstädte. Nachdem die Minen ausgeschöpft waren oder die Suche nach Edelmetallen erfolglos blieb, wurden die Städte jedoch schnell wieder verlassen und starben langsam aus.

Heutzutage sind die damals prächtigen Orte zerfallen und nur noch Ruinen erinnern an diese Zeit. Die Geisterstädte sind Besuchern öffentlich zugänglich und sie erfahren viel über die Geschichte.

Am meisten zu empfehlen ist die Stadt Berlin. Es wird gesagt, dass es hier tatsächlich Geister gibt. In Rhyolite bekommt man durch die zerbröckelte Struktur vor allem einen Einblick in den Aufschwung des Bergbaus und den Silberboom.

Neben Rhyolite und Berlin gibt es natürlich noch weitere Geisterstädte wie Goldfield, Midas, Belmont, Silver Peak oder Goldpoint, in denen teilweise auch die alten Minen besucht werden können.

Nevada
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Punkten, basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.
Loading...